Würmer sind ein ausgezeichneter Köder für Döbel

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Eros N. Mellini

Editorial

Die Döbel der politischen Korrektheit (wenn es ihnen darum ist) haben wiederum am Angelhaken angebissen, und sie lösten unmittelbar nach dem Erscheinen des Wahlkampfsujets der SVP einmal mehr eine Welle der Empörung aus. Nichts Neues unter der Sonne. Schwarze Schafe, Raben gegen den freien Personenverkehr, im Tessin die Balairatt-Kampagne, und jetzt die Würmer im Apfel: Die Linke, die moderate (CVP und FDP) und die extreme (SP), hat angebissen wie ein Döbel („sie haben angebissen wie die Döbel in Mündungsgebieten“ hätten unsere Altvorderen gesagt, für welche die Döbel gefrässige Fische waren, die bei jeder Art von Köder anbissen). Also ging es los mit der Empörungskampagne, die alle vier Jahre – aber auch zwischendurch bei Abstimmungen über besonders heisse Sachthemen –  die Wahlkämpfe begleitet. Als SVPler sage ich hurra, auch dieses Jahr wurde das Ziel wieder erreicht. Denn diese Reaktionen zeigen nur auf, dass das Messer in die richtige Wunde gesteckt wurde, dorthin wo es weh tut, in jene Wunde, welche die Haltung der anderen Parteien in ihrer feigsten Unterwürfigkeit in unseren Beziehungen zur EU in Erinnerung ruft, sowie deren selber – übrigens von diesen Parteien vorbehaltlos hingenommenen – gegenüber unserem Land an den Tag gelegten Haltung.

Parlamentarische Allianzen, die den Willen der Volksmehrheit missachten

Es gibt diesbezüglich verschiedene Modellfälle. Initiativen der SVP werden vom Volk angenommen, und danach setzt sie das Parlament nicht um oder beschliesst Ausführungsgesetze, welche die Begehren in ihr Gegenteil verdrehen. Was ist denn, nachdem die Mehrheit von Volk und Ständen den Verfassungsartikel gegen die Masseneinwanderung angenommen hat, als verwerflicher zu betrachten: Das Komplott jener Parteien, die sich im Parlament zusammentun, um den Volksbeschluss nicht anzuwenden, oder das Vorgehen der SVP, welche das Vorgehen der anderen Parteien dadurch anprangert, dass sie diese metaphorisch mit Würmern vergleicht, die den Schweizer Apfel zum Faulen bringen ? Dasselbe gilt im Hinblick auf die Ausschaffungsinitiative, die Verwahrungsinitiative und weitere Traktanden, in welcher die im Parlament vertretenen Parteien sich zusammengeschlossen haben, um mehrheitlich den Volkswillen zu missachten.

Der Wurm in den europäischen Farben hätte zudem eigentlich ebenso Grund zum Protest. Da er aber nicht in die Schweizer Wahlen involviert ist, bleibt er still. Man wird es aber sicher nicht verpassen, im gegebenen Zeitpunkt die SVP auch international öffentlich bloss zu stellen.

Dieses unwürdige Verhalten seitens jener, die für sich in Anspruch nehmen, das Volk in den eidgenössischen Räten zu vertreten, wird – zumindest in einem System der direkten Demokratie wie dem unsrigen, in welchem man im Verlauf der Legislaturperioden Sachabstimmungen nur schwerlich verhindern kann – natürlich von der SVP schonungslos hervorgehoben. Die Linke, die im Parlament über eine Mehrheit verfügt dank dem Gesinnungswechsel jener Parteien, die noch vor einigen Jahrzehnten bürgerlich waren, kann es nicht abstreiten, im Parlament ein Ausführungsgesetz durchgebracht zu haben, welches in Tat und Wahrheit rein gar nichts von dem umsetzt, was mit der Masseneinwanderungsinitiative gefordert wurde. Diese linke Mehrheit kann es nicht in Abrede stellen, gesetzlich eine „Härtefallklausel“ eingefügt zu haben, welche de facto die vom Volk an der Urne ebenso gewünschte Ausweisung krimineller Ausländer praktisch verunmöglicht. Sie kann nicht abstreiten, für die Überweisung des Kohäsionsbeitrags von über einer Milliarde an die EU zu sein, und hat es erwirkt, die parlamentarische Beratung darüber auf nach den Wahlen im Oktober zu verschieben. Sie kann nicht in Abrede stellen, für den Rahmenvertrag mit der EU zu sein, die danach die Gesetzgebung in unserem Land bestimmen wird. Und so weiter. All dies stellt einen enormen Risikofaktor dar, und Schuld dafür ist angeblich die SVP, die es mit ihren Plakaten verhindert, dass die Wählerinnen und Wähler über diese schwerwiegenden Fehler der Linken aufgeklärt werden.

Da man diese Argumente nicht zu widerlegen vermag, bekämpft man die Form der Darstellung

Die der SVP zugeschobene Schuld scheint es zu sein, nicht „politically correct“ zu sein, dümmliche Euphemismen zu benutzen, aber die Dinge beim richtigen Namen zu nennen. Aber Verhaltensweisen wie die obgenannten – die einem eigentlichen Verrat des Volksauftrags gleich kommen – sind eine richtiggehende Schweinerei. Und wie soll man eine Schweinerei in einem Bild darstellen? Wenn durch Würmer, die einen Apfel anfressen und ihn zum Faulen bringen, ist das meines Erachtens durchaus angebracht. Sicherlich wirkt die Darstellung der Würmer provokativ, aber die davon Betroffenen haben nichts anderes verdient. Man darf nicht das erteilte Mandat verraten und sich danach einbilden, dass die politischen Gegner sowas einfach durchgehen lassen, nach dem Motto „das tut man nicht“ oder „das sagt man nicht“, in der Hoffnung, dass das kurze Gedächtnis oder die Unbewusstheit der Wählerinnen und Wähler zu seinen Gunsten spielen.

Wie gesagt, sind die oben erwähnten Fakten unwiderlegbar. Und da man seitens der Gegnerschaft in der sachlichen Argumentation am Ende der Stange zu sein scheint, beschränkt man sich darauf, vehement gegen Stil und Form der Darstellung anzukämpfen. Es ist schlechterdings pathetisch, wenn Franco Cavalli auf dem Portal „Forum alternativo“ der SVP vorwirft, „nicht von den WIRKLICHEN Problemen reden zu wollen: Krankenkassenprämien, befristete Anstellungen, Mindestlöhne, Klimakrise“. Wie wenn diese – teilweise unbestrittenen – Probleme nicht verursacht würden vom weitaus grösseren Problem unserer andauernd unterwürfigen Haltung gegenüber der EU (und des Auslandes allgemein).

Die Krankenkassen sind sicher ein Problem. Aber dürfen wir – ausser daran zu erinnern, dass das schiffbrüchige KVG eine brennend ersehnte Konstruktion von ex-Bundesrätin Ruth Dreifuss (SP) war – unterstreichen, dass das Problem enorm vergrössert wurde wegen der unglückseligen „Willkommenspolitik“ infolge des freien Personenverkehrs und der von unserer Bundesrätin Simonetta Sommaruga (SP) gewollten Asylpolitik?  Diese beiden Dinge belasten unsere Sozialwerke mehr und mehr übermässig. Und dass Anstellungsbedingungen und Mindestlöhne grösstenteils ebenso die vergiftete (und deshalb von den Würmern wohlweislich gemiedene) Frucht sind des freien Personenverkehrs, welchen die SVP als einzige Partei stets bekämpft hat? Und dass diese Personenfreizügigkeit, die von der Linksallianz von FDP, CVP, SP und Grünen leidenschaftlich vertreten wird, uns eine Zuwanderung von 60-70’000 Leuten beschert, mit dadurch ausgelöstem Mehrbedarf punkto Energieverbrauch und Überlastung unserer Infrastruktur wie etwa Strassen, öffentlicher Verkehr etc.? Und dass die Klimaproblematik denn auch ein unseren gesamten Planeten betreffendes Problem ist, das aber die Schweiz für ihren Anteil von 0,01 % am weltweiten CO2-Aussstoss anteilsmässig bereits gelöst hat?

Nein, liebe Leute ! Es gibt einen all diesen Problemen zugrunde liegenden gemeinsamen Faktor: Der heisst Bundesbern, wo man grösstenteils die traditionellen Werte und die Schweizer Identität, die unser Land gross gemacht haben, aufgegeben hat. Deshalb müssen wir im Oktober Abstand nehmen von all jenen, die sagen (von einem, aber dessen Wahl nicht durch uns bestimmt wird) oder denken (das sind zu viele), dass „Switzerland first“ eine politisch nicht korrekte Einstellung sei.

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