Die Pandemie: eine Allzweckwaffe

Nov 26 • Deutsche Seite, L'opinione, Prima Pagina • 109 Views • Commenti disabilitati su Die Pandemie: eine Allzweckwaffe

Eros N. Mellini

Editorial

Man hat die Nase voll. Wie nie zuvor wurde ein Begriff derart krass missbraucht für politische, soziale, steuerliche, machtpolitische und viele weitere Zwecke.

Eine mediengemachte Terrorkampagne

Terrorismus beschränkt sich nicht auf Gewaltakte von Bombenlegern oder auf Verursachern von Blutbädern. Der Coronavirus hat eine mediale Terrorkampagne ins Leben gerufen und zur Verbreitung von «news und fake news» geführt, um damit – aus was auch immer für Gründen – Panik zu verursachen bei einer Bevölkerung, die offenbar nach (Des-)Information lechzt, die auch bereit ist, allem und dem Gegenteil von allem Glauben zu schenken, solange die Nachricht auch nur annähernd einen angeblich wissenschaftlichen Anschein hat. Das Problem liegt gerade darin, dass eine solche pseudo-wissenschaftliche Legitimierungen von allen möglichen Leuten beansprucht werden kann, die über irgend einen Studientitel oder eine Spezialisierung in irgend einem Fachgebiet der Medizin verfügen oder die sich auf eine im Internet abgerufene wissenschaftliche Veröffentlichung berufen. Und gerade übers Internet steht heutzutage leider diese (Des-)Information der breiten Masse zur Verfügung, die sich sodann berechtigt fühlt, die eigenen unsinnigen Meinungen (übrigens ehrlich gemeinte, und gerade dies ist tragisch!) in der Überzeugung zu verbreiten, dadurch etwas Intelligentes beizutragen. Das Resultat – und die gegenwärtige Pandemiekrise beweist es – ist es, dass man es mangels unanfechtbarer Beweise vorzieht, sich auf einen richtiggehenden Glaubenskrieg einzulassen, für den es keinerlei analytischer Suche bedarf, da reicht der reine Glaube. So wie einst die Kreuzritter sich mit dem Ruf «Gott will es so!» in den Kampf stürzten, tut man es heute mit dem Kriegsruf «Die Pandemie erfordert es!». Die Angst feiert fröhlich Urständ, und die Medienhäuser betrachten diese Panik wohl als willkommene Gelegenheit, um ihre Marktpräsenz zu erhöhen.

Eine Allzweckwaffe

Zudem wurde die Pandemie zu einer Allzweckwaffe. Defizitäre Abschlüsse oder Voranschläge? Schuld daran ist die Pandemie. Das mag zwar teilweise zutreffen, doch es verdichtet sich der Eindruck, dass Covid-19 es in gewissen Fällen erlaubt, Ausgaben zu verstecken – oder besser gesagt: nicht darauf zu verzichten – die andernfalls unnötig und schwer zu rechtfertigen wären. Haben Sie nie mitbekommen, wie man bei jeder Ankündigung von Finanzerfordernissen systematisch unterstreicht, dass diese «gerade in dieser Pandemiezeit…» nötig seien, oder dass «der Ernst der durch die Pandemie entstandenen Lage…» sie zwingend erfordere?

Mangelt es an Personal in einem gewissen Bereich (nicht notwendigerweise nur im Medizinalwesen)? Schuld daran ist Coronavirus. Da spielt es keinerlei Rolle, ob dieser Mangel bereits vor der Pandemiekrise bestand und man ihn nicht zu beheben vermochte, die Pandemie liefert das perfekte Alibi, um so wie bisher weiter zu wursteln und allfällige Vorwürfe auf bessere Zeiten hinauszuschieben.

Wirtschaftskrise für Wirte, Kinos oder Fitness Clubs? Natürlich wegen dem Coronavirus, aber auch und vor allem wegen den übertriebenen Massnahmen der Behörden, die das öffentliche Leben mit zumindest zweifelhaften Lockdowns erstickt haben.

Deine Frau wurde unerwartet schwanger, dein Sohn hat das Schulexamen nicht bestanden, deine Tochter hat bei einem Unfall dein Auto zu Schrott gefahren? An all dem ist die Pandemie schuld. Die Pandemie ist zu einer Art Generalabsolution für sämtliche Sünden geworden, oder eben, wie bereits gesagt, zu einer Allzweckwaffe.

«Cui prodest?» (wem nützt das alles?)

Punkto Behörden ist es legitim zu vermuten, dass diese Gefallen darin fanden, ihre Macht ohne die ärgerlichen demokratischen Barrieren auszuüben, indem sie Notlagen dekretiert haben, die – wenn auch mit Einschränkungen – einem eigentlichen Kriegsrecht gleichkommen. Im Namen von «St. Covid» operiert der Bundesrat mittels Bündeln von mehr oder weniger dringenden Massnahmen und übergeht das Parlament, das übrigens seinerseits zur Genüge bewiesen hat, dass es bei passender Gelegenheit nur allzu gerne dazu bereit ist, den Volkswillen zu missachten (z.B. durch den Entscheid, die Kohäsionsmilliarde an die EU nicht dem Referendum zu unterstellen: Geschah auch dies wegen der Pandemie? Man fragt sich !). Zweifellos erfordert die Dringlichkeit einer Lage ausserordentliche Massnahmen, aber ebenso richtig ist, dass die Pandemie für einige Leute eine willkommene Gelegenheit geschaffen hat, um die Restriktionen zu umgehen, die das demokratische System der eidgenössischen Exekutive auferlegt. So kann es denn nicht erstaunen, dass es die Behörden sind, die mit ihren Katastrophenszenarien und ihrer tagtäglichen Kriegsberichterstattung Öl ins Feuer des medialen Terrorismus schütten.

Auch wenn man mich der Verschwörung bezichtigen mag, kann mir niemand aus dem Kopf schlagen, dass es die pharmazeutische Grossindustrie ist, die einige wichtige Fäden für diese destabilisierende Medienkampagne zieht, allen voran jene Firmen, welche die Impfstoffe herstellen. Auch ohne fachmännisches Wissen wird jedermann klar, wie viele Milliardengewinne für sie auf dem Spiele stehen und welch grosses Interesse sie daran haben, die Panikstimmung aufrecht zu erhalten, um eine lebenslange Nachfrage nach ihren Produkten sicher zu stellen.

Zu diesen Interessengruppen – Behörden und Grosspharma – gesellen sich wahrscheinlich weitere, die mir im Moment entfallen, aber sicher ist, dass sich nebst dem stets «scoop-suchenden» vielstimmigen Chorgesang der Medien ein fürchterlicher Überzeugungsapparat entwickelt hat, der unser Leben leider tagtäglich beeinflusst. Leider befindet sich die gegenwärtig im Gang befindliche Gehirnwäsche in einem fortgeschrittenen Stadium, und wir werden schwerlich daraus hinausfinden. Es bedürfte einer «Reset»-Taste, die unser Gedächtnis löscht und uns in die Zeit vor drei bis vier Jahren zurück versetzt. Leider ist dies eine reine Utopie. Verdammte Pandemie!

 

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