Kreativ? Keineswegs. Rein destruktiv!

Lug 24 • Deutsche Seite, L'opinione, Prima Pagina • 9 Views • Commenti disabilitati su Kreativ? Keineswegs. Rein destruktiv!

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Das in dieser Ausgabe publizierte hervorragende Editorial von Eros Mellini über die neuerlichen Bilderstürmer hat mich zur Frage angeregt: Ist die heutige Protestbewegung vergleichbar mit jener Mitte/Ende der 60er Jahre? Meine Antwort: ein klares Nein. Parallelen gibt es zwar. Beide Bewegungen entstanden aus ähnlichen Vorkommnissen (Gewalt gegen die schwarze Bevölkerung in den USA, Rassismusvorwürfen), und sie verbreiteten sich innert Kürze vorweg in Europa. Aber es gibt entscheidende Unterschiede.

Obschon die originäre Bewegung der 60er Jahre in den USA durchaus rassistisch begründet war, blieb sie insgesamt eher friedlich (Martin Luther King, Woodstock/Flower Power, dann aber die Proteste gegen den Vietnamkrieg), währenddessen sie in Europa zu gewalttätigen linksextrem manipulierten Volksbewegungen mutierte. Immerhin betrachte ich sie insgesamt als eine Art Kulturrevolution. Denn sie hat nicht nur Schlechtes, sondern auch Gutes zutage gebracht.

Zum Schlechten zähle ich den in Europa aus der studentischen Bewegung heraus entstandenen Linksterrorismus – Rote Armee Fraktion RAF/Deutschland, Action Directe AD/Frankreich, Brigate Rosse BR/Italien, Cellules Communistes Combattantes CCC/Belgien etc. etc. – der mittels Attentaten und Strassenkämpfen viele Tote zur Folge hatte. Zum Schlechten zähle ich auch den damals von der extremen Linken schlau begonnenen „Marsch durch die Institutionen“ auf marxistisch-leninistischer Basis, dessen Folgen wir noch heutzutage verspüren.

Zum Guten zähle ich, dass die damalige Bewegung kulturell einiges in Bewegung brachte. In der Kunst, Architektur, der Literatur und vor allem in der Musik. Es ist nicht von ungefähr, dass auch heutzutage tagtäglich populäre Songs aus den 60er und 70er Jahren ausgestrahlt werden, weil die heutige Musik nicht viel zu bieten hat. Es handelte sich halt damals nebst allem Negativen schon auch um eine richtige Kulturrevolution.

Doch wie steht es heute? Linksextreme Kreise in Europa und auch hier in der Schweiz versuchen krampfhaft, den neuerlichen Rassismus-Fall in den USA (Todesfall Floyd) zu ihren Zwecken zu instrumentalisieren – Rassismus überall! Die Proteste der mit der verblödelten einheimischen Partyszene eng verbandelten Bewegung äussern sich in Krawallen, Randaue, Bilderstürmerei und Gewalt gegen die Polizei, Coronavirus hin oder her. Anderes als Zerstörung haben sie nicht zu bieten. Da ist – im Gegensatz zu den 60ern –  nur Destruktives und rein gar nichts Kreatives zu erkennen. Absolut nichts kulturell Wesentliches. Die heutige Musik ist fad, trocken, blechig und spröde, und sie ist weit entfernt von der Symbolik und Melodik der Songs der 60er Jahre.

Die heutigen Protestbewegungen sind insgesamt ein miserables Imitat von jenen der 60er. Da ist rein gar nichts Neues zu erkennen ausser der Lust einer gewissen überverwöhnten jungen Gesellschaftsschicht auf Unterhaltung und „Action“.

Unsere Extremlinken werden dies wohl auch diesmal zu nutzen wissen. Denn kreativ waren sie noch nie, destruktiv aber schon immer.

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