Burkapflicht zur Vermeidung eines „sexual desasters“, und Burkaverbot als christliches Desaster?

Mar 19 • Deutsche Seite, L'opinione, Prima Pagina • 128 Views • Commenti disabilitati su Burkapflicht zur Vermeidung eines „sexual desasters“, und Burkaverbot als christliches Desaster?

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Nun hat das Schweizer Volk also am 7. März das Burkaverbot angenommen. Bereits tags darauf überstürzten sich die ersten Interpretationen dieses Entscheids. Eine der gängigsten war jene, dass die Schweizer Angst hätten vor dem islamistischen Terrorismus, wie er in umliegenden Staaten (Frankreich in primis) bereits an der Tagesordnung ist. In der Schweiz blieben wir bisher weitgehend von schwererem islamistischem Terrorismus verschont. Das kann sich zwar jederzeit ändern, aber ich glaube nicht, dass dies das ausschlaggebende Argument für das JA zum Burkaverbot war.

Die Gründe liegen weitaus tiefer

Nein, ich glaube, dass der Motivationshintergrund für das Burkaverbot weitaus tiefer liegt. Das Volk in seiner Gesamtheit hat, irgendwie fast instinktiv, ein weitaus feineres Gespür für grundlegende gesellschaftliche Probleme als es die jeweils Regierenden haben. Man kann das auch „Schwarmintelligenz“ nennen. Politiker mögen die ihnen missliebigen Volksentscheide als irrational erklären, weil sie nicht ihren Erwartungen entsprechen – und vielleicht sind sie es mitunter sogar. Und dennoch sind sie selten bis nie falsch.

Zurück zum Burkaverbot: Die paar wenigen Burkaträgerinnen in der Schweiz haben bisher kaum jemanden beunruhigt. Man schaut höchstens kurz verwundert hin, wenn man eine völlig verschleierte Frau auf der Strasse sehen sollte. Und Fälle, in denen diese Frauen unter ihrer Vollverschleierung einen Sprengstoffgürtel versteckten für ein Attentat, sind zumindest hierzulande keine bekannt. Etwas länger hin schaut man schon viel eher bei einer Frau in kurzem Miniröcklein und knappem Bikini. Das ist menschlich (männlich, versteht sich!). Doch davon später.

Das Burkaverbot ist ein Armutszeichen

Nein, ich glaube, dass das vom Volk ausgesprochene Burkaverbot – wie das bereits beim Minarettverbot der Fall war – mehr der sehr begründeten Befürchtung einer zunehmend wachsenden (nicht zwingend gewalttätigen) Islamisierung unserer Gesellschaft entsprang. Minarette und Burkas sind reine – an und für sich nicht bedrohliche – Symbole für diesen unaufhaltsamen Trend. Der Islam tritt hierzulande als eine äusserst starke, aggressive Religion auf, die unsere christlich-abendländische Kultur in den Schatten zu stellen droht. Und das Volk spürt instinktiv, dass diese Entwicklung nicht in eine gute Richtung verläuft.

Dass es für die Eindämmung dieser Entwicklung der Verbote bedarf, ist ein Armutszeichen. Würden wir unsere christlich-abendländische Kultur besser leben, pflegen und nötigenfalls auch verteidigen, wären solche Verbote nicht nötig. Aber das tun wir nicht. Das Christentum ist hierzulande auf dem Abstellgleis gelandet. Unsere Landeskirchen (seien sie katholisch oder reformiert) predigen uns andauernd nur mehr Toleranz gegenüber Andersgläubigen, statt ihren eigenen Gläubigen eine solide religiöse  Basis zu vermitteln. Die sich häufenden Kirchenaustritte sprechen eine deutliche Sprache. Da findet keinerlei Impfung mit C- (das C steht für christlich) -Impfstoff gegen das I- (das I steht für Islam) -Virus statt. Und vom zunehmend abwesenden  Kirchlichen geht’s unweigerlich ins Politische: Ist es Zufall, dass die ehemalige CVP das „C“ in ihrem Parteinamen nicht mehr zu führen wagte und sich nunmehr nur noch amorph „Mitte“ nennt?

Eine gewagte These: Muslimische Burkapflicht aus rein sexuellen Motiven?

Nochmals zurück zu den Burkas. Und zwar zur Frage, warum ein Muslim seine Frau (resp. seine Frauen) denn überhaupt verschleiert haben will, wenn sie mal ausser Haus geht/gehen. Meines Erachtens hat dies überhaupt nichts mit irgendwelchen irgendwie mühsam herbeiinterpretierten Koranversen zu tun, sondern einzig und alleine mit zwei Dingen: Einerseits mit dem islamischen Frauenbegriff (Frauen gelten offenbar im Islam als exklusives, unantastbares Eigentum des jeweiligen Mannes) und andererseits dem grossen Misstrauen der männlichen Muslims über die Unberührtheit ihrer Töchter und ehelichen Treue ihrer Bräute und Ehefrauen. Das beginnt mit ihrem ausgesprochenen Jungfräulichkeitswahn, setzt sich fort in der Kastrierung ihrer Haremswächter, und endet schliesslich damit, dass es mittels Burkapflicht jeder „eigenen“ Frau verboten sein soll, sich öffentlich unverschleiert zu zeigen. Denn – um Gottes (Allahs?) Willen, herrjeh! – sie könnte ja möglicherweise einem anderen Mann „schöne Augen““ machen und von diesem angebaggert und bevorzugt werden. Solcherlei Konkurrenz will man à tout prix im Keime ersticken. Die islamische Burkapflicht ist somit meines Erachtens nicht religiös bedingt, sondern entspricht vielmehr der Riesenpanik der Männer vor sexueller Konkurrenz.

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