Blackout statt Energieversorgung

Ott 29 • Dall'UDC, Deutsche Seite, L'opinione, Prima Pagina • 134 Views • Commenti disabilitati su Blackout statt Energieversorgung

Liebe Leserinnen und Leser

Eine Diskussion von drei deutschen Energiefachleuten zeigt Erschreckendes: Die sogenannte Energiewende – weg von Kernkraft, Gas und Kohle – führt zu enormen Verteuerungen und garantiert zu einem Blackout. Was für Deutschland gilt, gilt bald auch für die Schweiz – weil Doris Leuthard und der Bundesrat 2011 beschlossen haben, die Energiepolitik von Angela Merkel zu kopieren. Lesen Sie hierzu meinen Kommentar.

Die Diskussionsrunde «Tichys Ausblick» mit dem Moderator Roland Tichy bringt vielfach interessante Erkenntnisse. Kürzlich hat er sich mit dem ehemaligen Hamburger SPD-Umweltsenator, Chemiker und Buchautor Professor Fritz Vahrenholt, mit dem Kraftwerksingenieur Frank Hennig und mit dem Münchner Unternehmer und FDP-Landtagsabgeordneten Albert Duin unterhalten. Die Runde war sich überraschend einig.

Auch wenn es im Wahlkampf niemand zugeben wollte: Was die Energieversorgung betrifft, rutscht Deutschland in eine katastrophale Unterversorgung und Verteuerung hinein, die die Konsumenten und die Industrie überhaupt nicht tragen können. Die Preise für Gas, Heizöl, Benzin und Strom explodieren. Es gibt einen teuren Winter! Vielfach ist der Preisanstieg politisch gewollt, weil man so den CO2-Ausstoss reduzieren will. Deutschland wird noch mehr von Stromimport von französischen AKWs oder vom russischen Gas abhängig. Wind und Sonne werden niemals imstande sein, die Stromlücke nach der Abschaltung der sechs deutschen Kernkraftwerke und der Kohlekraftwerke auszugleichen.

Der Klimanotstand ist schon bald nicht mehr das grösste Problem, sondern der Energieversorgungsnotstand. Den Strom für die Elektroautos wird es schlichtweg nicht geben. Was fast niemand sagt: Der vielzitierte Weltklimarat IPCC empfiehlt ausdrücklich Kernkraft als CO2-freie Energie. Mit einer möglichen Verdreifachung des Strompreises – was die Experten als realistisch beurteilen – wären der Wohlstand und die industrielle Grundlage von Deutschland zerstört.

Zur Überbrückung muss der Staat wahrscheinlich Gaskraftwerke bauen, die man in wenigen Jahren realisieren könnte – die aber nicht CO2-frei wären. Mit der geplanten Energiemenge durch Windkraft müssten 50 Prozent der Landfläche in Deutschland mit Windrädern bebaut werden – auch in Wohngebieten. Die Solarenergie kann niemals das Strombedürfnis der Industrie und des öffentlichen Verkehrs decken. Und wenn zwischen halb sechs und halb sieben alle von der Arbeit nachhause kommen und ihre E-Autos aufladen wollen, wird die Stromversorgung garantiert zusammenbrechen. Das ist Deutschland. Aber die Schweiz imitiert die deutsche Energiepolitik. Leider sind die Köpfe der Politiker, aber auch weite Teile der Mainstreammedien hoffnungslos grün verseucht – genau das ist auch das Fazit der Sendung «Tichys Ausblick».

Mit freundlichen Grüssen aus den Sümpfen von Bern.

Thomas Matter

Nationalrat, Meilen (ZH)

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