Slalom oder zumindest Riesenslalom statt Abfahrt in der Migrationspolitik!

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Rolando Burkhard

Zwei kürzlich in den Medien verbreitete Nachrichten haben aufhorchen lassen: Zum ersten hat das Bundesamt für Statistik bekannt gegeben, die Schweizer Bevölkerung könnte recht bald mal die 10-Millionen-Marke überschreiten. Grund: Die anhaltend hohe Zuwanderung aus der EU dank Personenfreizügigkeit. Zum zweiten: Das Bundesamt für Gesundheit hat bekannt gegeben, dass drei Viertel der neuen Ärzte in der Schweiz aus dem Ausland stammen, hauptsächlich aus der EU. Weil es an eigenen Ärzten mangelt.

Ist eine 10-Millionen-Schweiz infolge Einwanderung mit all seinen Kollateralschäden (Überbauung, Verkehr, Staus, Mietpreise, Höchstbelastung weiterer Infrastrukturen, die an Raubbau grenzende Höchstbelastung unserer Sozialwerke und nicht zuletzt Gesundheitsrisiken infolge Pandemien etc.) denn wirklich wünschbar? Und: Ist es denn kluge Politik, wenn wir für unser gesundheitliches Überleben drei Viertel unserer Ärzte aus dem Ausland importieren müssen, statt genügend eigene Ärzte auszubilden, um unsere Gesundheitsprobleme selber in den Griff zu bekommen?

Ist diese hauptsächlich von unserer gierigen (Export-)wirtschaft und dem überforderten Gesundheitswesen aus Eigeninteresse deklarierte, eklatante Auslandabhängigkeit wirklich nötig für den Fortbestand unseres Landes? Ich glaube nein.

Diese rapid ansteigende Auslandabhängigkeit lässt mich an den Skisport denken. Sie erscheint mir als eine Art rasante, spektakuläre Lauberhornabfahrt mit Höchstgeschwindigkeiten von weit über 130 km/h in Richtung Talstation, mit enormen Flur- und Umweltschäden für die immer aufwendige Pistenzubereitung. D.h. es ist im übertragenen Sinne eine Art rasante Talfahrt in Richtung Aufgabe unserer Selbständigkeit, Unabhängigkeit, Selbstbestimmung  und Möglichkeit zur Selbsthilfe.

Meines Erachtens müsste man diese Hochrisiko-Talfahrt dringend stoppen oder zumindest entschleunigen. Etwa dadurch – um beim Skisport zu bleiben – dass man im übertragenen Sinne statt auf Hochgeschwindigkeitsabfahrten mehr auf Slaloms oder zumindest Riesenslaloms setzt, wo zumindest die Geschwindigkeit reduzierter ist, ohne damit das Interesse am Skisport gross zu schädigen. Dafür würde es genügen, auf den Pisten die Regeln zu ändert und einige zusätzliche Torstangen einzubauen.

Mit Slaloms würde dann vielleicht auch der eine oder andere „gedopte“ ausländische Konkurrent an einem Tor hängen bleiben, würde ausscheiden und einem einheimischen Fahrer vielleicht die Chance auf einen Podestplatz eröffnen. Mit „gedopte“ ausländische Konkurrenz meine ich im übertragenen Sinne natürlich jene ausländischen Arbeitskräfte, die dank dem „Doping“ Personenfreizügigkeit und konkurrenzlos tieferen Salären die einheimische Konkurrenz systematisch ausbooten.

Es gälte also, politisch einige zusätzliche Pflöcke einzuschlagen. Nicht um unser Land lahm zu legen, sondern um dessen ungebremste Talfahrt zu entschleunigen. Mehr liegt wohl nicht drin, denn nach oben ginge es – um wiederum den Skisport zu bemühen –  ohnehin nur im Kreuzschritt mit Langlaufskis, was derzeit von unserer verhätschelten sozialunterstützten Wohlstandsgesellschaft wohl als zu anstrengend betrachtet wird.

Für das Einschlagen solcher Pflöcke gäbe es demnächst gute Gelegenheiten. Die erste wäre ein JA zur Begrenzungsinitiative der SVP, welche – um wiederum den Skisport zu bemühen – dafür sorgen würde, dass die ausländische Konkurrenz keineswegs ausgeschlossen würde, sondern sich lediglich an die von uns eigenständig definierten Startbedingungen und Dopingregeln halten müsste. Die nächste Gelegenheit wäre dann die Abstimmung über das unselige Rahmenabkommen mit der EU.

Man kann ein schmerzhaftes Sandkorn im tränenden Auge auf zweierlei Weise bekämpfen. Man kann versuchen, es mit Lasertechnologie zu tranchieren, damit es im Auge etwas weniger weh tut, oder man kann es auch ganz einfach entfernen. Ersteres versucht die derzeitige Euroturbo-Bundespolitik mit wer weiss welchen „Ausgleichsmassnahmen“ zwecks Schadensbegrenzung. Die zweite, weitaus aussichtsreichere Möglichkeit wäre es, das Sandkorn schlicht aus dem Auge zu entfernen. Da würde mit einem JA zur Begrenzungsinitiative zumindest ein erster schüchterner Versuch unternommen.

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