Ist unsere Polizei rassistisch?

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Rolando Burkhard

Die Polizeiarbeit in den USA

Der tragische Tod des dunkelhäutigen George Floyd im Zuge einer Polizeikontrolle in den USA hat weltweite Empörung ausgelöst und gab Anlass zu einer globalen Kritik an der Polizeiarbeit. Die teils ausgestrahlten Videobilder und die Schilderung des Hergangs sind denn auch krass. Den in die Aktion involvierten Polizeibeamten sind wohl zu Recht grosse Verfehlungen vorzuwerfen. Doch bei allem Unverständnis über diesen Einzelfall sollte man eines nicht vergessen. Wer je in den USA in eine Polizeikontrolle geriet, weiss haargenau, wie das abläuft, und das wissen dort alle. Wer nicht gleich sekundenschnell sämtliche recht aggressiv formulierten polizeilichen Anweisungen strikt befolgt, wie etwa „beide Hände auf dem Steuerrad halten, keine Bewegung !“ oder Ähnliches, muss bei Missachtung oder schon Widerrede mit einem massiven Polizeieinsatz rechnen. Das ist in den USA courant normal.

Polizeikontrollen erfolgen in den USA sehr oft gleich mit gezogener Waffe seitens der Beamten, handle es sich beim Kontrollierten um einen Menschen weisser, schwarzer, gelber oder brauner Hautfarbe. Die Gründe dafür sind klar: In den USA tragen sehr viele Menschen eine Schusswaffe auf sich, und viele widersetzen sich den Polizeikontrollen, recht häufig auch gewaltsam. Den nur allzu gerne durch unsere „Empörungsgesellschaft“ publizierten Statistiken über polizeiliche Übergriffe wären korrekterweise die Statistiken über Gewaltanwendungen gegenüber Polizeibeamten entgegen zu setzen. Viele Gewaltanwendungen haben mit dem Tod des jeweiligen Polizisten geendet. Darüber empört sich allerdings niemand.

Corpus juris oder Kraft des Gesetzes: Ein korpulenter US-Polizist des La Crosse Sheriff Dept. observiert skeptisch das Geschehen vor einem Supermarkt

Wie der gesamte Vorgang um die polizeiliche Kontrolle von George Floyd genau abgelaufen ist, weiss eigentlich niemand so genau. Bekannt sind nur die weltweit selektiv verbreiteten späten Bilder des Festhaltens von Floyd am Boden, was dann offenbar zu seinem Tod geführt habe. Aber was war vorher geschehen ? Wie kam es dazu ? So ohne jeden Grund dürften die beteiligten Polizeibeamten den wegen Gewaltverbrechen vorbestraften Floyd (was sie wohl via Abfrage im Polizeicomputer wussten) wohl nicht dermassen krass behandelt haben. Sei es wie es sei, eines sei klar gesagt: Das aus Sicherheitsgründen minutenlange reine Festhalten eines Verdächtigen am Boden alleine darf nie und nimmer zu dessen Tod führen, wer auch immer das sei. Die beteiligten Beamten gehören zweifellos bestraft.

Polizeirespekt und Polizeipraktiken

So quasi das Gegenmodell zu den US-Polizeipraktiken bildeten einst die traditionellen britischen Bobbys. Sie waren unbewaffnet. Polizeiliche Kontrollen verliefen mit grösster Höflichkeit. Und nie hätte es ein Kontrollierter auch nur ansatzweise gewagt, sich einer Anweisung eines Bobby zu widersetzen, weder verbal noch gewaltsam. Das wäre ein unverzeihliches, sozial schwer sanktioniertes Sakrileg gewesen. Die Bobbys wussten das und genossen höchsten Respekt und grosse Achtung in der Bevölkerung. Wie es heute in England ist, weiss ich nicht, wahrscheinlich auch dort nicht mehr so idyllisch.

Und wie steht’s in der Schweiz? 

Die Diskussion um rassenprofilierte Polizeigewalt hat selbstverständlich auch auf die Schweiz und unsere Polizei übergegriffen, der ja nun immer öfters seitens gewisser inländischer linksextremer Kreise als Dauerunterhaltungsprogramm systematisch Rassismus vorgeworfen wird. Nun ja, das billig herbeigeredete Rassismusargument zieht immer und überall, denn Kolonialismus und Sklaventum ist unserem Land schwerlich anzulasten.

So erstaunt es denn auch nicht, dass man unsere Polizei wieder vermehrt des „racial profiling“ bezichtigt. Will heissen, dass man der Polizei vorwirft, Kontrollen nach rein rassistischen Kriterien durchzuführen. Doch sorry, das war und ist absoluter Blödsinn. So war es nie und ist es nicht. Polizeiliche Kontrollen verlaufen bei uns praktisch immer problemlos. Präventive Polizeikontrollen werden schon nur wegen des grossen Mangels an Beamten rein deliktorientiert durchgeführt. Dabei ist es klar, dass beispielsweise herumlungernde Schwarzafrikaner, die bekanntermassen vor der Reithalle in Bern Drogen dealen, dort um 2 Uhr nachts etwas genauer unter die Lupe genommen werden als Angestellte, die sich um 17.30 Uhr vom Bundesplatz zum Bahnhof begeben. Das hat überhaupt rein gar nichts mit Rassismus zu tun, sondern alleine mit vernünftiger rationaler Polizeiarbeit. Man höre doch endlich auf mit diesem blödsinnigen Rassismuswahnsinn.

 

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