„Céline…bitte rette uns !“

Lug 10 • Deutsche Seite, Prima Pagina • 1426 Views • Commenti disabilitati su „Céline…bitte rette uns !“

Gatto-che-ride_-Immagine-di-repertorio

Humoreske

 

Der Bundesrat hat am 24. Juni beschlossen, die diversen zurzeit mit der EU diskutierten Dossiers miteinander zu verknüpfen. Noch im Sommer will er einen Chefunterhändler für sämtliche Dossiers bestimmen. Aber wer wird das sein ? Auch darüber hat der Bundesrat im Anschluss an seinen Verknüpfungsentscheid bereits diskutiert. Hier die Details aus dem zweiten geheimen Teil seiner Sitzung.

 

 

Bundespräsidentin Sommaruga: „Also gut, es ist somit beschlossen, wir verknüpfen die EU-Dossiers, und wir schicken einen Chefunterhändler nach Brüssel. Aber wen ?“

 

Didier Burkhalter: „Das sollte wohl klar sein, wir schicken meinen Staatssekretär Yves Rossier“

 

Ueli Maurer: „Lieber Didier, da könntest Du gleich den Juncker selber mit der schweizerischen Interessenwahrung beauftragen, das käme auf das Gleiche heraus“

 

Burkhalter: „Du möchtest halt am liebsten Deinen Blocher schicken, das wissen wir längst“

 

Alain Berset: „Nein, nein. Wir wollen ja in die EU und nicht umgekehrt. Der Blocher käme ja gar mit dem Verhandlungsresultat heim, dass die EU der Schweiz beitreten möchte“

 

Eveline Widmer-Schlumpf: „Inklusive Griechenland ? Da müssten wir aber unsere Mehrwertsteuer um 1200 % erhöhen. Dies ohne an Italien, Spanien etc. überhaupt zu denken…“

 

Johann Schneider-Ammann: „Das Stichwort Griechenland ist gegeben. Nein, wir brauchen jemanden, der in Brüssel zu verhandeln versteht. Ich denke da an den griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras. Der hat Erfahrung im Bluffen und bringt die EU zum Kochen“

 

Simonetta Sommaruga: „Oder ich könnte ja selber gehen. Der Juncker schuldet mir noch etwas wegen seinem unsittlichen Kuss-Annäherungsversuch. Ich könnte ihn etwas unter Druck setzen“

 

Doris Leuthard: „Nein, wir sollten die ganze Sache nicht allzu sexistisch angehen. Warum nicht den Clown Dimitri schicken, der erreicht mit seinen humoristischen Rückwärtssaltos vielleicht etwas“

 

Ueli Maurer: „Dann könnten wir ja ebensogut unseren kabarettistischen Blödeler Peach Weber schicken, da hätten wir danach mindestens etwas zum Lachen. Sun, Fun and nothing to do, only you my Schatz and my Luftmatratz…“

 

Burkhalter: „Nein, wir sollten schon jemanden schicken, der international den einen oder anderen Erfolg für die Schweiz eingefahren hat. Als Kompromiss schlage ich den Federer oder den Wawrinka vor. Wenn denen im Spiel der erste Aufschlag gelingt, gewinnen sie meist den Match. Was meint Ihr ?“

 

Betretenes Grübeln im Bundesrat.

 

Der Bundesweibel, der den Kaffee serviert, meint zu Sommaruga: „Aber warum denn nicht die Céline Dion schicken, die gewann doch 1988 für die Schweiz zum letzten Mal den Eurovision Song Contest ?“

 

Sommaruga: „Hervorragende Idee, das machen wir !“

 

Das Bundesratsgremium ist mit diesem Entscheid einverstanden.

 

Eveline Widmer-Schlumpf: „Ja, aber das geben wir nicht schon im Sommer bekannt,  sondern erst nach den nächsten Bundesratswahlen, denn sonst habe ich persönlich ein Riesenproblem“

 

Sommaruga: „Warum denn ?“

 

Widmer-Schlumpf: „Weil der Titel des Euro-Songs von Dion lautete: ‚Ne partez pas sans moi’“

 

 

 

Ronco

Comments are closed.

« »