Neue Entgleisung von «Arena»-Brotz
Ein weiterer Grund, warum «200 Franken sind genug»
Dass das SRF nicht gerne über Zuwanderung und Bevölkerungswachstum diskutiert, war ja zu erwarten. Dass aber in einer Wahlkampfsendung der «Arena» einmal mehr die SVP unterirdisch und unter der Gürtellinie angegangen wird, hat fast schon System. Lesen Sie hierzu meinen Kommentar.
Folgendes hat Sandro Brotz in der «Arena» Marco Chiesa gefragt: «Meine einfache Frage an Sie: Gibt es irgendein Problem in dieser Schweiz, an dem die Ausländerinnen und Ausländer aus der Sicht der SVP nicht schuld sind?» Selbstverständlich denkt hier jeder: Was für eine billige Schuldzuweisung. Bloss hat die SVP diese Schuldzuweisung überhaupt nie gemacht!
Schuld an der Zubetonierung der Schweiz, der Wohnungsnot, den überfüllten Spitälern, den unbezahlbaren Krankenkassenprämien, den Problemen in den Schulklassen, am drohenden Strommangel, am Stau auf unseren Strassen und den überfüllten Zügen sind nicht die Ausländer und Zuwanderer. Eine solche Schuldzuweisung ist etwa so absurd, wie wenn man einen grossen, breiten Kanal bauen und dann dem Wasser die Schuld geben würde, dass es dort durchfliesst.
Nein, schuld sind nicht die, die die Möglichkeit nutzen, an einem besseren Ort ein komfortableres Leben zu führen. Schuld sind die, die Grenzen weit aufmachen. Die, die praktisch jede und jeden ins Land lassen. Schuld sind die, die den Volkswillen und die Bundesverfassung nicht umsetzen. Dort steht nämlich seit 2014, dass die Zuwanderung im Interesse der Schweiz beschränkt und gesteuert werden soll. Schuld daran, dass letztes Jahr netto 180’000 Menschen – also eine Stadt Basel – eingewandert sind, ist das Schweizer Parlament.
Am 22. Oktober haben Sie bei den eidgenössischen Wahlen die Möglichkeit, die Parlamentarier abzuwählen, die den Volkswillen nicht umsetzen und schuld sind an dieser Bevölkerungsexplosion. Aber diese Wahrheit hat natürlich Sandro Brotz in der «Arena» wohlweislich verschwiegen!
Mit freundlichen Grüssen aus den Sümpfen von Bern
Thomas Matter, Nationalrat, Meilen (ZH)
