Märchen vom heissen März
Als hätten wir keine wichtigeren Themen, gehen uns die Klima-Aktivisten und mit ihnen die Medien weiterhin auf die Nerven. Neuerdings mit alarmistischen Wärmezahlen zum letzten März.
«März wärmer als jeder vorherige» So versucht sich die Klimahysterie wieder in Erinnerung zu bringen. Nach Daten des EU-Klimawandeldienstes Copernicus sei der März weltweit wärmer gewesen als jeder andere seit Aufzeichnungsbeginn 1950. Nämlich 0,10 Grad wärmer als im bisher wärmsten gemessenen März im Jahr 2016. Es gab also danach neunmal einen kälteren März.
In der Schweiz haben Sie im März ohnehin nichts von diesen Temperaturen und der angeblichen «Erderhitzung» erlebt. Im Gegenteil, es war ausgesprochen kühl, und es gab über Tage anhaltende Schneefälle bis auf 600 Meter. Das landesweite Mittel der Märztemperatur erreichte 2,8 Grad. Da waren Sie also nicht unbedingt durch einen Hitzschlag gefährdet.
Doch kaum ist es April, erreichen Sie schon neue Alarmmeldungen von der Klimafront. Nämlich, dass unsere Seen unter Trockenheit leiden und der Pegelstand viel zu tief sei. Besonders im Bodensee sei die Situation dramatisch. Auch hier ging es den Aktivisten um die Botschaft: Seht her, der Bodensee trocknet aus, weil das Klima viel zu heiss ist.
Die Wahrheit liegt umgekehrt: Unsere Seen, speziell der Bodensee, haben einen niedrigen Pegelstand, weil u.a. der Schnee in den Alpen zu lange liegenbleibt und zu langsam schmilzt.
Die Folge ist, dass die zuführenden Flüsse – in diesen Fall der Rhein – weniger Wasser führen und die Seen weniger als üblich füllen. Hoffen wir jetzt auf einen warmen Frühling. Und lassen Sie sich diesen nicht durch Klimapanik vermiesen!
Mit freundlichen Grüssen aus den Sümpfen von Bern,
Thomas Matter
Nationalrat, Meilen (ZH)
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