Die Schuldgefühle eines unangebrachten Gutmenschentums

Feb 5 • Dalla Svizzera, Prima Pagina • 1567 Views • Commenti disabilitati su Die Schuldgefühle eines unangebrachten Gutmenschentums

Eros N. Mellini

Eros N. Mellini

Editorial

 

Die Massen von Menschen, die auf der Suche nach einem besseren Leben in die westlichen Staaten gelangen, lösen bei vielen Leuten gutmenschliche Gefühle aus – schwierig zu sagen, wie viele dieser Leute gutgläubig sind und wie viele hierzulande Mitleidsgefühle nur hegen, um daraus Profit zu schlagen (die so genannte „Asyl-Industrie“) – die schädlich sind für das Wohl unserer Gesellschaft. Das Schlimmste daran ist, dass sich diese Gefühle in der Politik breit gemacht haben, d.h. in jener Tätigkeit, die eigentlich der Erreichung eines einzigen Zieles dienen sollte: Der Wahrung des Wohlstands der EIGENEN Leute, des EIGENEN Landes. Und deshalb sollte Politik nicht bar einer vernünftigen Dosis von Egoismus sein, ohne welchen das oben erwähnte Ziel nicht erreicht werden kann.

 

Es ist deshalb unvernünftig, wenn nicht gar absurd, nach links und nach rechts – üblicherweise überwiegend nach links – mehr Geld zu verteilen, als es für eine Entwicklungshilfe nötig ist, die nicht so sehr darauf ausgerichtet ist, „tout court“ den Lebensstandard in der Dritten Welt zu verbessern, sondern vielmehr um damit neue Märkte zu eröffnen für unsere Exportwirtschaft. Anders gesagt: Die Entwicklungshilfe müsse eine Investition darstellen und nicht eine milde Gabe „à fond perdu“.

 

Sicher ist die Nächstenhilfe verdienstvoll und erheischt Respekt, aber konzeptionell muss sie auf privatem Niveau verbleiben – und diesbezüglich bleibt die Schweiz hinter niemandem zurück; man schaue schon nur auf die Spendenerfolge der Glückskette oder anderer Hilfswerke – auf einem Niveau, das richtigerweise auf dem Grundsatz der Freiwilligkeit basiert. Die Politik hat in Bereichen, die nicht dem gemeinsamen Interesse aller dienen, nichts zu suchen.  

 

Logischerweise kann dieses Interesse schon nur darin bestehen, Konflikte im Ausland beizulegen, um damit zu verhindern, Hunderttausenden von Asylanten Schutz bieten zu müssen. Das ist die andere Seite derselben Medaille, auch wenn man dabei nicht von Entwicklungshilfe im engeren Sinne des Begriffs sprechen kann. Ein Gebiet zu befrieden, den Einheimischen den Aufenthalt oder die Rückkehr dorthin zu ermöglichen, durch Ankurbelung deren Wirtschaft, die uns eines Tages ebenfalls Nutzen bringen könnte, das kann zweifelsohne als Investition betrachtet werden.

 

Nun hat aber der uferlose Zufluss von Asylgesuchstellern in den westlichen Ländern sämtliche Grenzen jeglichen nationalen Interesses überschritten.

 

Der Prozentsatz jener, die im Sinne der Flüchtlingskonvention ein Recht auf Schutz und Obdach haben (all jene, die sich aus begründeter Furcht davor, aus rassistischen oder religiösen Gründen, wegen ihrer Staatszugehörigkeit oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe verfolgt zu werden und sich ausserhalb ihres Heimatlandes aufhalten und aus den oben erwähnten Gründen den Schutz ihres Heimatstaates nicht anfordern können oder wollen; oder all jene, die sich aus besagten Gründen als Staatenlose ausserhalb ihres Heimatstaates befinden und aus der oben erwähnten Furcht heraus nicht dorthin zurückkehren wollen) – dieser Prozentsatz stellt von der Gesamtheit der tagtäglich bei uns Einlass Suchenden einen minimalen Anteil dar. Und wir können nicht alle bei uns aufnehmen, auch wenn der eine oder andere von ihnen – meines Erachtens sind es nicht deren viele – Mitleid zu erregen mag.

 

Von heute morgen (Sonntag, 31. Januar 2016) stammt die in Tat und Wahrheit nicht sonderlich überraschende Nachricht, dass fast 5’500 abgewiesene Asylbewerber untergetaucht oder verschwunden sind. Entweder haben sie das Land verlassen, oder sie leben hier in der Illegalität. Die Nachricht wurde um die Bemerkung angereichert, „dass sich diese Situation verschlimmern könnte, wenn am 28. Februar die Durchsetzungsinitiative für die Ausweisung krimineller Ausländern angenommen werden sollte“. Aber was hat, erstens, die konsequente Ausweisung der kriminellen Ausländer mit der Rückschaffung der abgewiesenen Pseudo-Asylanten zu tun? Und, wäre es denn besser gewesen, die 5’500 Asylanten nicht auszuweisen, so dass sie nicht irgendwohin verschwunden wären? Man erkläre mir: Ob offiziell oder illegal hier anwesend, werden wir die meisten der 5’500 potentiellen Parasiten unseres Sozialsystems so oder so hier haben; aber mit dem nicht unwesentlichen Unterschied, dass zumindest ein Teil von ihnen anscheinend ausgewandert ist, und dass man jene, die hier verblieben sind, früher oder später identifizieren und deren Ausweisung vollziehen kann.

 

Ein anderes Feld, das die Gutmenschen beackern, sind die Schuldgefühle, die sie dem Volk einimpfen wollen, als sei der Wohlstand, den die westlichen Staaten und insbesondere die Schweiz sich erarbeitet haben ein Grund dafür, sich zu schämen. Nein, meine Herren! Unsere Vorfahren haben hart dafür gearbeitet, um uns das Land in dem wir leben mit seinem Wohlstand zu vererben; die Mehrheit von ihnen war nicht reicher als irgend einer der Flüchtlinge, die zu uns gelangen, im Gegenteil: Viele unserer Familiengeschichten sind schmerzlich vom Emigrationszwang geprägt. Auch dieses Argument wird nunmehr für das ausufernde Gutmenschentum ins Spiel gebracht, indem man sagt: „haben wir denn schon vergessen, dass unsere Urgrossväter, Grossväter und Väter auswandern mussten, um die Familien über die Runden zu bringen…?“. Nein, das haben wir ganz und gar nicht vergessen, denn ich sehe nicht ein, warum die von ihnen erbrachten Opfer uns heute dazu führen sollten, den roten Teppich auszubreiten für Leute, die ihrerseits nicht bereit sind, ebensolche Opfer zu erbringen sondern vielmehr fordern, dass ihnen alles auf dem Servierteller präsentiert wird.

 

Vor allem emigrierten unsere Vorfahren, um im Ausland hart zu arbeiten. Der eine brachte es zu etwas, der andere nicht, aber im zweiten Fall gab es keinen sozialen Fallschirm, um den Misserfolg abzufedern – keine Sozialhilfe, keine Arbeitslosen-Entschädigungen, von Sozialversicherungen oder Altersvorsorge ganz zu schweigen (die AHV gab’s erst ab 1948). Den Wohlstand der Schweiz unserer Tage verdanken wir grösstenteils diesen wirklichen Helden, die sich im Ausland in Minen, in Plantagen, auf Ranchs oder als geschätzte Handwerker abgerackert haben und jedes Zugeständnis MIT DANKBARKEIT annahmen. Getreu den dort herrschenden Gesetzen erlaubten sie sich nicht, am Silvester Frauen sexuell zu nötigen oder Vandalenakte zu begehen – denn sie wären dafür sofort – und zu Recht – schwer bestraft worden. Heute hingegen sehen wir uns Personen gegenüber, die grossmehrheitlich nichts für ihr Land getan haben und es verlassen, um hier im Westen ihr „Recht“ zu beanspruchen, denselben Wohlstand wie wir zu geniessen, der mit Schweiss und Tränen ohne jegliche Mithilfe von ihnen erarbeitet wurde. Gerne würde ich sagen, dass deren Gier eine „Illusion“ ist, aber leider ist dem nicht so, denn die Linke (wie mehr oder weniger gemässigt diese Linke auch immer sei) unternimmt mit ihrer gutmenschlichen Politik alles, um deren Wunschvorstellungen zum Durchbruch zu verhelfen. Und sprechen wir nicht von deren Verhalten, das nur allzu oft jeglicher zivilen Gesittung Hohn spricht.

 

Nun werden die Linken wohl auch mit dem Argument der Kolonialherrschaft anrücken und behaupten, die Europäer hätten Jahrhunderte lang die Herkunftsländer der Migranten ihrer natürlichen Ressourcen beraubt, und dass wir nun dafür büssen müssten.

 

Auch diesbezüglich HABEN WIR ABSOLUT NICHTS gut zu machen. Wenn schon, dann sind die ehemaligen Regierungen dafür verantwortlich, aber man sollte auch den damaligen Verhältnissen Rechnung tragen, in welchen der Missbrauch der als minderwertig eingestuften Völker gang und gäbe war. Ganz sicher hat sich die Schweiz diesbezüglich NICHTS zuschulde kommen lassen. Sie mag auch Fehler begangen haben, für die wir uns nach Ansicht unserer Gutmenschen entschuldigen sollten, aber eine Kolonialherrschaft kann man uns mit dem besten Willen nicht vorwerfen.

 

Zum Schluss: Die gegenwärtig von der EU betriebene verheerende Asylpolitik „der offenen Türen“, die – wer hätte denn daran gezweifelt ? – von Bundesbern sklavisch unterstützt wird, stellt das pure Gegenteil von dem dar was das Volk wünscht, und das seine Repräsentanten eigentlich wählt, um seine Interessen mit Nachdruck zu vertreten. Wenn Merkel, Sommaruga und Konsorten einer überrissenen Willkommenskultur frönen wollen, sollen sie das bei sich zuhause tun und selber bezahlen, statt ihren eigenen Mitbürgern ein superteures und mehr als nur problematisches Zusammenleben mit Personen vorschreiben, die – abgesehen davon, dass sie zuhause nicht verfolgt werden – mehr und mehr Zeugnis ablegen dafür, dass deren vernünftige Integration ein Ding der Unmöglichkeit ist.

 

Und im übrigen hat die Ausweisung der kriminellen Ausländer nichts zu tun mit der Asylfrage. Deshalb stimmen Sie bitte, ungeachtet ob meine Argumente Sie überzeugt haben oder nicht, am 28. Februar alle JA zur Durchsetzungsinitiative.

 

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