Die «Cloaca Maxima», d.h. die Mainstream-Medienübertragung
Editorial
Die «Cloaca Maxima» war im alten Rom – und ist es zum Teil heute noch – das wichtigste Abwassersystem, das Wasser und organische Abfälle aus der ganzen Stadt sammelte, um sie in den Tiber zu leiten (gute Zeiten, als es noch keine Grünen und Ökologen gab, um uns auf die Eier zu gehen).
Die moderne «Cloaca Maxima» der Medienübertragung- auch «mainstream», «politisch korrekt» oder «vorherrschendes Denken» genannt – ist, metaphorisch gesprochen, ein etabliertes mediales Abwassersystem, über das die krassesten und offensichtlichsten Lügengeschichten in eine Masse eingespeist werden, die als schwachsinnig zu bezeichnen ein Euphemismus wäre. Eine Masse, die bereit, ja begierig ist, diese zu glauben und sie ihrerseits zu verbreiten und sie vielleicht mit weiteren Unwahrheiten zu bereichern.
Die Mehrheit denkt nicht, sie glaubt!
Der Satz – über den wir in der letzten Ausgabe von Il Paese als Pille der Weisheit berichtet haben – stammt von dem deutschen Philosophen Arthur Schopenhauer und fasst in sechs Worten die Ursache für jedes Übel zusammen, das den Planeten seit der Erfindung der Demokratie geplagt hat. Ja, denn wenn die Menschen früher nur in der Religion den Anschein einer logischen Erklärung für ihre Existenz fanden, so hat das Aufkommen der Massenkommunikation und der Gedanken- und Redefreiheit diese Möglichkeiten exponentiell vervielfacht, auf die der Mensch, wer weiß warum, nicht verzichten zu können scheint.
Umwelt, Klimaerwärmung, Veganismus, Wahlen, etc… für jeden ist etwas dabei!
Aus einer oder zwei Religionen pro Volk sind unendlich viele geworden, für die man leben (sterben definitiv weniger) und in deren Namen man allen auf die Eier gehen kann. Und, was noch schlimmer ist, wenn man zu den übrigen gehört, indem man sich mit ein paar gelegentlichen Sakramenten begnügt, werden diejenigen, die sich für Umweltschutz, Erderwärmung oder Veganismus entscheiden, nicht nur zu deren Anhängern, sondern zu wahren Fanatikern, gegen die der islamische Fundamentalismus eine harmlose Modeerscheinung ist. Der Unterschied besteht darin, dass sich im Namen der letzteren Menschen sich in die Luft sprengen lassen, was zwar Opfer fordert, uns aber zumindest den schwachen Trost lässt, dass der diensthabende Bombenleger endlich aus dem Weg geräumt wird. Die Messias der neuen Religionen hingegen wollen (leider?) nicht zu Märtyrern werden und anderen den Fluch auferlegen, Fleisch zu essen, mit Kohle zu heizen und fröhlich CO2 ausstoßend durch die Gegend zu fahren, Kühe zu züchten, die Gras fressen und frei furzen, wie es ihnen die Natur beigebracht hat – kurzum, ein ganz normales Leben zu führen – davon wollen sie nichts wissen.
Marktnischen, die von einer schlauen Wirtschaft ausgenutzt werden
Die Wirtschaft – ein allgemeiner Begriff für jene Minderheit von «Nichtpraktizierenden Gläubiger», die in jedem menschlichen Verhalten eine Quelle des Profits sehen – hat offensichtlich längst entdeckt, dass die Leichtgläubigkeit der Massen eine Goldmine ist, die es zu fördern und zu kultivieren gilt. Die BIO-Märkte, die alternative Energieerzeugung mit der Solarindustrie, die Windräder, die Elektroautos usw. haben es geschafft, als tugendhafte Modelle eines Lebens in den allgemeinen Sprachgebrauch einzugehen, bei dem wir uns nach und nach fragen werden, ob es noch lebenswert ist.
Und nun kommen wir zur «Cloaca Maxima»: die Mainstream-Medienübertragung
Doch an wen wendet sich diese schlaue «Wirtschaft», um diese für sie äußerst lukrativen Verhaltensweisen zu kultivieren, zu fördern und zu verbreiten? Selbstverständlich an die Politik und vor allem an die Mainstream-Medien, die sie unterstützen. Die Politik schlägt überall einen «grünen Weg» ein, außer in Schwellenländern wie China oder Indien, die nicht umsonst ein schwindelerregendes BIP haben. Das Zauberwort heißt: nachhaltig. Lebensmittel, Haushaltswaren, Heizen, Mobilität, also alles, was unser tägliches Leben prägt, muss nachhaltig sein. Die Medien überhäufen uns seit Jahren mit apokalyptischen Warnungen und Drohungen, so dass es keine Nachricht, keinen Radio- oder Fernsehbericht mehr gibt, in dem nicht erwähnt wird, was man dem Planeten Gutes tun kann oder besser gesagt, tun MUSS, indem man immer masochistischere Regeln befolgt. Armer Planet, der wegen uns so sehr leidet… und weiter mit den Hammerschlägen auf die Eier!
Politisch korrektes Mediendenken auch in den Nachrichten
Die Menschheit ist zum Tiber geworden, in den die «Cloaca Maxima», alle mediale Mist und Gülle fließen lässt. Es ist äußerst schwierig, einen Journalisten zu finden, der eine neutrale Haltung gegenüber den von ihm verbreiteten Nachrichten einnehmen kann. Es ist sogar zu erwarten, dass wenn es einen gibt, er sofort gefeuert wird. Die gesamte Mainstream-Presse zum Krieg in der Ukraine zum Beispiel: abgesehen davon, dass Putin immer Unrecht hat und Zelensky stattdessen ein Held ist, sind sie seit Monaten damit beschäftigt, uns mitzuteilen, dass Putin den Krieg verliert, verzweifelt ist und nicht mehr den Konsens seines Volkes hat, während die Karten der Front die Ausdehnung der von den russischen Truppen kontrollierten Gebiete als konstant darstellen. Ich bin gespannt, wie dieselben Medien reagieren werden, wenn und sobald Russland den Krieg gewonnen haben wird. Wenn nämlich der Frieden nicht erreicht wird, vielleicht dank der Vermittlung dieses Donald Trump, dessen Wahlniederlage seit Monaten als sicher angekündigt worden war. Den gefälschten, aber als unfehlbar ausgegebenen Umfragen zufolge lag Kamala Harris während des gesamten Wahlkampfs vor Trump. Jetzt, wo die Wahlen ihr einen Schlag versetzt haben, stürzen sich die Nachrichtenagenturen darauf, eine Katastrophe auszurufen, und nehmen Vorhersagen darüber vorweg, was und wie viel Trump falsch machen wird. Normalerweise hat eine neu gewählte Person hundert Tage Zeit, um eine erste Bilanz zu ziehen: bei Trump nicht, denn sobald sich das Volk gegen die Mainstream-Presse gestellt hat, schreien sie Skandal und prophezeien, dass Amerika, aber auch der Rest der Welt, blutige Tränen weinen werden. Die können alle mich am …!
« La cloaca massima, ovvero la comunicazione «mainstream» Trump, un’occasione per la Svizzera »

