Bundesberns Verwaltung dreht durch

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Patanegra

Patanegra

Schweinereien

 

Bis zu 20’000 Franken Busse für einen falsch entsorgten Abfallsack ? 20’000 Franken Busse, wenn ich meinen Abfallsack ein paar Stunden früher als vorgeschrieben auf die Strasse stelle ? Was soll dieser Witz ?

 

Nein, kein Witz. Ich lese das nicht am 1. April in einer Tageszeitung als Aprilscherz, sondern am 14. Juni in der „NZZ am Sonntag“, die doch als einigermassen seriös gilt. Danach habe das honorige Bundesamt für Umwelt (BfU) dies so vorgeschlagen. Damit überbietet es sogar das andere honorige Bundesamt für Gesundheit mit seinen immer häufigeren abenteuerlichen Vorschriften und Ratschlägen für unser alltägliches Verhalten.

 

Ich reibe mir die Augen und lese zur Sicherheit das detaillierte Abfallreglement der Stadt Bern nochmals durch. Dort ist alles glasklar geregelt. Im Bezirk C dürfen die Kehrichtsäcke an den Entsorgungstagen und -zeiten (9 Uhr morgens) maximal 2 Stunden davor bereitgestellt werden. Am Schluss des „Abfallkalenders“ steht denn auch unmissverständlich: „Falsche Entsorgung und Entsorgung zu Unzeiten können mit Busse bestraft werden“. Nun gut, aber bis zu 20’000 Franken, wie es das BfU so vorschlägt ?

 

Nun ja, solcherlei drakonische Bussen und Strafen sind wir uns ja mehr und mehr aus dem Strassenverkehr gewohnt. Ein paar wenige km/h zuviel ruiniert Dich, und ein einziges Glas Wein zuviel bringt Dich um. Da lohnt es sich eher, zunehmend straffrei Drogen zu dealen oder die Schwiegermutter umzubringen; für letzteres würden vor Gericht ja mildernde Umstände berücksichtigt, für einen falsch entsorgten Abfallsack hingegen nie und nimmer.

 

Ach ja, noch etwas: Ich halte mich soweit möglich an das Abfallreglement. In meiner nächsten Nachbarschaft gibt’s aber sozialhilfeabhängige Familien, die ihre Abfallsäcke auf die Strasse stellen wann und wo immer sie wollen. Wer – frage ich – würde dann deren Bussen zahlen ? Die Antwort auf diese Frage überlasse ich dem Einfallsreichtum der Leserinnen und Leser.

 

Die Terrorisierung des Schweizer Volkes seitens Bundesberns Verwaltung wird immer uferloser und dreister. Unsere Regierung vermag dem offenbar keine Grenzen mehr zu setzen. Gefragt und gefordert ist vermehrt unser Parlament. Doch dort müssten dafür halt die richtigen Leute sitzen. Im kommenden Oktober entscheiden wir über dessen neue Zusammensetzung.

 

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