Nichts als Lügengeschichten
Liebe Leserinnen und Leser
Was wir vorausgesagt haben, trifft jetzt ein: Die Gegner der Nachhaltigkeitsinitiative haben keine stichhaltigen Argumente. Darum erzählen sie eine Lügengeschichte nach der anderen. Hier ein paar Beispiele.
SP-Bundesrat Beat Jans behauptete bei einem Vortrag gegen die Nachhaltigkeitsinitiative auf dem Novartis Campus in Basel: Er sei auf dem Weg dorthin am Universitätsspital vorbeigefahren. Die Hälfte des Personals stamme aus dem Ausland. E vale la pena: «Das Spital kann ohne diese Leute von heute auf morgen zumachen. Eigentlich bräuchte es für diese Initiative eine Warnung: Sie kann ihre Gesundheit gefährden.»
Unsere Gesundheit gefährdet vor allem Bundesrat Jans mit seinen vorsätzlichen Lügen. Er unterstellt der Nachhaltigkeitsinitiative allen Ernstes, das Unispital Basel müsse bei einem Ja am 14. Juni über Nacht dichtmachen. In Wahrheit arbeiten dort ca. 1750 Grenzgänger aus Deutschland und Frankreich. Sie sind von der Initiative überhaupt nicht betroffen. Sie gehören nicht zur ständigen Wohnbevölkerung. Ganz abgesehen davon, dass unser Gesundheitswesen auch nachher alle Leute bekommt, die es wirklich braucht. Und selbst bei einem Ja können bis 2050 netto immer noch fast 40’000 Zuwanderer pro Jahr einwandern.
Das nächste, obendrein höchst eigennützige Märchen stammt von Migros-Chef Mario Irminger. Er warnt vor den Folgen für den Detailhandel bei Annahme der Volksinitiative «Keine 10-Millionen Schweiz!» Ora, es ist ja logisch, dass die Grossverteiler möglichst viele Zuwanderer in unser Land quetschen möchten. Denn je mehr Leute, desto mehr Kunden und desto grösserer Umsatz. Irminger droht mit weniger Filialen, kürzeren Öffnungszeiten und einem reduzierten Angebot. In Wahrheit hat die Migros die Anzahl ihrer Jobs wegen Umstrukturierungen in den letzten Jahren ohnehin reduziert – und dies trotz der Personenfreizügigkeit.
Die assurdeste Wortmeldung gegen die Nachhaltigkeitsinitiative kommt von der Swiss Football League. Die Schweizer Fussballclubs könnten dann nicht mehr nach Belieben rekrutieren und würden Wettbewerbsnachteile erleiden. Quindi etwas Absurdes habe ich selten gehört. In Wahrheit würde sich gar nichts ändern, ausser dass man vielleicht eigene Talente besser fördert.
Sie sehen, die Gegner haben keine echten Argumente, die gegen die Initiative sprechen.
Darum: Stimmen Sie Ja am 14. Juni zur Nachhaltigkeitsinitiative!
Mit freundlichen Grüssen aus den Sümpfen von Bern
Thomas Matter, Nationalrat, Meilen (ZH)
« Non è una questione di destra o sinistra, chi ama la Svizzera vota SÌ all’iniziativa «No a una Svizzera da 10 milioni» Festa popolare «No all’accordo di sottomissione con l’UE» »
