Was man über uns sagt

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Ueli Maurer,
Bundesrat

Grussbotschaft aus Bern

Ich gratuliere «Il Paese» ganz herzlich zum 100-jährigen Bestehen und danke dem Team um Eros Mellini für den unermüdlichen Einsatz zugunsten der Zeitung. Gerade heute ist es wichtig, eine Stimme zu haben, die nicht im grossen Chor des Mainstreams mitsingt.

Sind wir ehrlich: Wir haben in der Schweiz zwar viele verschiedene Zeitungen und Zeitschriften, aber kaum unterschiedliche Positionen; wir haben also eine Produktevielfalt, aber keine wirkliche Meinungsvielfalt. Nuancen gibt es in untergeordneten Fragen, aber in den grossen und wichtigen Themen dominiert der linksgrüne Zeitgeist weitgehend die gesamte Presselandschaft.

Ich bin zuversichtlich, dass «Il Paese» weiterhin dagegenhält und unbeirrt eine klare liberal-konservative Haltung vertritt. Ich wünsche den Herausgebern und den Lesern alles Gute!

 

Guy Parmelin,
Bundesrat

Der 100. Geburtstag von «Il Paese», dem nicht offiziellen Organ der SVP Tessin

Liebe Leserinnen und Leser,

«Il Paese» feiert dieses Jahr seinen 100. Geburtstag. Ich möchte zu diesem Anlass zwei Überlegungen anstellen:

Vor allem, wie wichtig die Kommunikation bei jedem die Bürgerinnen und Bürger betreffenden Projekt ist. Diese Erkenntnis gilt für alle Behörden, die offizielle Verlautbarungen verbreiten müssen, aber auch für das Eintreten für Überzeugungen, um damit die demokratische Debatte anzuregen.

Zweitens möchte ich meinem Dank Ausdruck geben für die nunmehr einhundertjährige enorme Informations- und Überzeugungsarbeit.

Lang lebe «Il Paese», und herzliche Komplimente an sein Redaktionsteam für seinen treuen Einsatz im Dienste der Grundwerte unseres Landes und des uns sehr am Herzen liegenden Kantons Tessin.

 

Christoph Blocher
ehm. Bundesrat

Zum 100-jährigen Bestehen von «Il Paese»

Eine Zeitung – gleichgültig welcher Richtung – die 100 Jahre besteht, ist schon eine grosse Sache. Viel Knochenarbeit, viel Engagement und viel Herzblut braucht es, um so lange durchzuhalten. Da kann man nur gratulieren – den Machern, den Schreibern, den Lesern. Aber «Il Paese» ist ja nicht irgendeine Zeitung, sondern eine besondere: Sie ist eine Zeitung, die die soliden Grundsätze eines lebenswerten Lebens hochhält – eine konservative Zeitung also. Sie setzt sich treu für eine souveräne, direktdemokratische, föderalistische, freie Schweiz ein, auch dann, wenn der Mainstream in eine ganz andere Richtung geht. Das ist mutig und selbstlos. Darum gebührt der 100-Jährigen «Il Paese» viel Respekt, Dank und die besten Wünsche für die Zukunft. Weiter so im Drucken der guten Sachen!

 

Norman Gobbi
Regierungsrat

Eine kerbzähe Zeitung für ein kerbzähes Land

Es durfte nicht anders sein. Und so überlebt «Il Paese» seit 100 Jahren, ungezähmt, jenseits und trotz der Schwierigkeiten, welchen die geschriebene Presse seit nunmehr 20 Jahren begegnet. Wenn das Blatt, das sich gemäss Angabe auf der Frontseite als «giornale di attualità politica e culturale» versteht, immer noch lebhaft präsent ist, dann sicher nur dank der eisernen Überzeugung einiger unbeugsamer Leute – angefangen beim Gründer des «Partito Agrario» und langjähriger Direktor Gaetano Donini, bis hin zu Eros N. Mellini – aber vor allem aufgrund der Werte, welche die Zeitung vertritt, und die sie einzigartig macht in unserer Tessiner Presselandschaft. Es sind die Grundwerte unseres Landes, die bis heute unseren Wohlstand garantiert haben. Schon im Zeitungstitel «Il Paese» sind die Konzepte von Tradition, Demokratie und Verteidigung verankert. Deshalb lese ich das Blatt, und ersuche von Zeit zu Zeit darin auch um die Publikation eines Artikels von mir. Als Mann, der in einer alpinen Region geboren wurde und dort lebt, mit Wurzeln im Gotthardmassiv, hoffe ich, dies – zusammen mit den heutigen Zeitungsverantwortlichen – noch viele Jahre tun zu dürfen.

 

Marco Chiesa
Ständerat und Präsident SVP Schweiz

Hundert Jahre, was für ein schöner Geburtstag!

Als Grundlage einer derart langjährigen Verlagstätigkeit, die nach dem Ersten Weltkrieg einsetzte, stachen zahlreiche Kämpfe für die Bevölkerung des Tessins und der Schweiz hervor in Form von vertieften Artikeln und wertvollen politischen Kommentaren und Stellungnahmen. Il Paese ist ein Blatt, das stets eine nonkonformistische, konservative und patriotische Haltung vertrat und noch heute vertritt. Deshalb bin ich der Eigentümerin des Verlags und dem Redaktor der Zeitung sehr dankbar für ihren unermüdlichen Einsatz zugunsten der Werte unseres Landes.

In meiner Eigenschaft als Präsident der SVP Schweiz und Tessiner Ständerat liegt mir daran, herzlich zu diesem Jubiläum zu gratulieren und meiner dankbaren Anerkennung Ausdruck zu verleihen für all das, was Il Paese in jeder seiner Ausgaben mit seinen Artikeln leistet.

 

Albert Roesti
Nationalrat, ehm. Präsident SVP Schweiz

Herzliche Gratulation zu 100 Jahren «Il Paese»

Als Vorgänger von Marco Chiesa als SVP-Präsident freut es mich ganz besonders, «Il Paese»  zu seinem 100-jährigen Jubiläum von Herzen gratulieren zu dürfen. Ich verbinde diese Gratulation rückwirkend mit einem grossen Dank an die journalistische Arbeit und mit der Hoffnung, dass «Il Paese» die Tessinerinnen und Tessiner noch viele Jahrzehnte mit den traditionellen Schweizerischen Werten und der Bedeutung der Freiheit und Sicherheit für unser Land bedienen wird.

Eine freie Gesellschaft ist nebst der klaren Gewaltentrennung ganz besonders auf die freie Meinungsäusserung und die damit verbundene Medienvielfalt angewiesen. Diese Vielfalt leidet im Zuge des Konzentrationsprozesses bei den Medienhäusern. Besonders aufgrund des Drucks des internationalen Mainstreams werden oft in wesentlichen Fragen kaum mehr abweichende Meinungen zugelassen, ohne als Aussenseiter abgestempelt zu werden. In diesem Umfeld leistet «Il Paese» mit seinem klar bürgerlichen Kurs eine Ausnahme und bietet den vielen links orientierten Medienschaffenden Paroli. In diesem Sinne leistete mir «Il Paese» während meiner Zeit als Parteipräsident in den Jahren 2016-2020 als Sprachrohr und Plattform wichtige Dienste. Es ist mir ein Anliegen, Eros Mellini in diesem Zusammenhang recht herzlich für seine Unterstützung und sein enormes Engagement zu danken und ihm auch für die Zukunft alles Gute zu wünschen.

 

Paride Pelli,
Amtierender Direktor des «Corriere del Ticino»

Grussbotschaft des «Corriere del Ticino»

Seit jeher begrüsse ich die Gründung neuen Presseorgane sehr, unbesehen ihrer Ausrichtung. Da in den letzten Jahren kaum noch neue Zeitungen hinzu gekommen sind – dies wegen den immer spärlicher werdenden Werbeeinnahmen und einem Rückgang der Leserschaft der Printmedien – freue ich mich darüber, dass die existierenden Blätter ein stolzes Zeichen von Langlebigkeit setzen können. Dies ist für «Il Paese» der Fall, welches seit 100 Jahren besteht: Ein rarer und ehrwürdiger Geburtstag, den es zu unterstreichen und zu feiern gilt. Es ist überlebenswichtig, dass unser Medienmarkt auf Publikationen zählen kann, welche die Meinungsvielfalt hoch halten, seien es unabhängige oder politisch ausgerichtete. Deshalb entrichte ich dem Herausgeber, dem Direktor und der Redaktion von «Il Paese» meine Komplimente und herzlichen Glückwünsche. Wir leben in einer schwierigen Zeit für die geschriebene Presse, die auf bewegter hoher See navigiert, und dies nicht nur seit gestern: Gerade deshalb ist euer 100jähriges Jubiläum ein ausserordentliches Ereignis.

 

ehm. Direktor des Corriere del Ticino

Grussbotschaft des «Corriere del Ticino»

Seit jeher begrüsse ich die Gründung neuen Presseorgane sehr, unbesehen ihrer Ausrichtung. Da in den letzten Jahren kaum noch neue Zeitungen hinzu gekommen sind – dies wegen den immer spärlicher werdenden Werbeeinnahmen und einem Rückgang der Leserschaft der Printmedien – freue ich mich darüber, dass die existierenden Blätter ein stolzes Zeichen von Langlebigkeit setzen können. Dies ist für «Il Paese» der Fall, welches seit 100 Jahren besteht: Ein rarer und ehrwürdiger Geburtstag, den es zu unterstreichen und zu feiern gilt. Es ist überlebenswichtig, dass unser Medienmarkt auf Publikationen zählen kann, welche die Meinungsvielfalt hoch halten, seien es unabhängige oder politisch ausgerichtete. Deshalb entrichte ich dem Herausgeber, dem Direktor und der Redaktion von «Il Paese» meine Komplimente und herzlichen Glückwünsche. Wir leben in einer schwierigen Zeit für die geschriebene Presse, die auf bewegter hoher See navigiert, und dies nicht nur seit gestern: Gerade deshalb ist euer 100jähriges Jubiläum ein ausserordentliches Ereignis.

 

Piero Marchesi, Nationalrat und Präsident UDC ticino

Herzliche Glückwünsche an «Il Paese»

Das hundertjährige Bestehen einer Zeitung ist sicherlich ein gebührend zu feierndes Ereignis. «Il Paese» blickt auf eine unglaubliche Geschichte zurück, verbunden mit der Landwirtschaft, einem Wirtschaftsbereich, der vor einem Jahrhundert in unserem Kanton vorherrschend war. Jede Familie – ob sie auf dem Land oder Städten lebte – hatte fast sicherlich einen Bezug zur Landwirtschaft. Die Idee, diesbezüglich eine Zeitung zu gründen, stiess auf Erfolg, und obschon die Kommunikation heutzutage superschnell, omnipräsent und vielleicht auch oberflächlicher geworden ist, ist es auch heute noch fundamental, zuhause über ein Presseorgan liberal-konservativer Ausrichtung verfügen zu können.

Ich bin mir der grossen Leistungen bewusst, die der Herausgeber, der Direktor und die verschiedenen Mitarbeiter erbringen, um die Herausgabe der Zeitung weiterhin zu ermöglichen, und danke ihnen dafür sehr.

Ich wünsche «Il Paese» ein mindestens weiteres hundertjähriges Weiterbestehen, um eine von der vereinheitlichten Tessiner Presselandschaft abweichende Stimme zu erheben. Man möge fortfahren, jene Werte zu vertreten, die mir so sehr am Herzen liegen, mit denen ich mich aus einer liberalen Sicht der Wirtschaft und einer konservativen Grundhaltung identifiziere.

 

Rolando Burkhard

100 Jahre «Il Paese»: eine Erfolgsgeschichte

«Il Paese» ist erstaunlicherweise immer noch da, ja das Blatt erscheint unaufhörlich seit 1922 und darf heute gar mit gutem Recht sein 100jähriges Jubiläum feiern – gebührend, denn für eine politisch orientierte Zeitung ist ein so langes Überleben ausserordentlich. Ich arbeite seit rund 20 Jahren mit der Zeitung zusammen und bekunde meine riesige Freude über diesen editorial-redaktionellen Erfolg. Doch wie kam ich denn überhaupt zu dieser Zusammenarbeit?

Meine ersten Kontakte mit «Il Paese» erfolgten anfangs der 70er Jahre, als ich an der St.Galler Uni (der HSG) als Staatswissenschaftler meine Diplomarbeit und danach meine Dissertation für den Doktortitel mit Untersuchung der Probleme der Tessiner Pressestruktur schrieb. «Il Paese» als damaliges SVP-Wochenblatt stand nicht im Zentrum meines Interesses; damals waren es mehr die damals im Kanton Tessin noch existierenden 6 Tageszeitungen, die allesamt irgendwie mehr oder weniger politisch ausgerichtet waren [Nota Bene: von den 6 damaligen Blättern hat einzig der Corriere del Ticino überlebt, alle übrigen: Libera Stampa (SP), Popolo è Libertà (CVP), Gazzetta Ticinese (FDP-Liberal), il Dovere (FDP-Radikal) und Giornale del Popolo (kirchlich-CVP) sind seither eingestellt worden – doch «Il Paese» (SVP) vermochte zu überleben !].

Doch ich las auch nach Abschluss meiner Tessiner Pressestudien «Il Paese» mit grossem Interesse regelmässig, denn die Ausrichtung des Blattes entsprach meinen politischen Überzeugungen. Als ich 2003 als ex-stellvertretender Chef der Bundespolizei in Pension ging und mehr Zeit hatte, schrieb ich dem Blatt «Il Paese» und schlug einige redaktionelle Neuausrichtungen vor, die Eros Mellini (damals noch nicht Direktor) sofort guthiess und danach als Direktor dann auch in die Tat umsetzte (für die Details dafür lesen Sie bitte seinen Grundsatzartikel über die Geschichte des Blattes in dieser Spezialausgabe unserer Zeitung).

Zuletzt möchte ich meinen allergrössten Dank für das bisherige Überleben von «Il Paese» an die zwei wichtigsten Personen aussprechen, die das ermöglicht haben: Zuallererst an Carlo Danzi als Herausgeber der Zeitung. Seine Familie hat unsere Zeitung stets unterstützt; und als die SVP Tessin sie aufgab, hat er sie wieder übernommen und die damit verbundenen Kosten getragen und trägt sie noch heute, denn rentabel ist die Publikation keineswegs. Zweitens danke ich von Herzen Eros Mellini, dem heutigen Direktor des Blatts, ohne dessen unermüdlichem Einsatz das Blatt längst eingegangen wäre, und mit dem mich eine langjährig hervorragende Zusammenarbeit und grosse Freundschaft verbindet.

 

Lorenzo Quadri, Nationalrat und Direktor des “Il Mattino della Domenica”

Gratulationen von «Il Mattino della Domenica»

Ich entrichte meine herzlichsten Glückwünsche an «Il Paese» für sein nunmehr hundertjähriges Bestehen. Die Tessiner Presselandschaft benötigt mehr denn je Stimmen, die mit dem medialen Chorgesang nicht übereinstimmen. Denn entgegen all dem, was man sagt, ist dieser Gesang alles andere als pluralistisch; die Presselandschaft ist geprägt von Presseorganen (Print- und elektronische Medien), die auf die Publikation von Mainstream-Meinungen abgeflacht sind. Jede anderslautende Stimme, jede anderslautende Meinung ist deshalb willkommen. Dies bedarf, vorweg angesichts der beschränkten finanziellen Ressourcen, einem ausgeprägten Idealismus, einer grossen Konstanz und vielem guten Willen; zudem auch einer gehörigen Portion Hartnäckigkeit. Das alles sind Eigenschaften, die «Il Paese» seit nunmehr hundert Jahren charakterisieren: es ist ein wirklich denkwürdiges Jubiläum. Ich wünsche dem Blatt und seinen Mitarbeitern alles Gute und hoffe, sie mögen in ihrem Wirken nie aufgeben!

 

Tito Tettamanti, Rechtsanwalt

100 Jahre Il Paese

Im Jahre 1991 fusionierte das Vaterland – die Bibel der Konservativen – mit dem Luzerner Tagblatt, der Tageszeitung der Liberalen. Damit fand eine jahrelange

Zeitperiode der Parteizeitungen ihr Ende. Im Tessin verschwanden Libera Stampa, Popolo e Libertà und der Dovere. Nicht so das Blatt Il Paese, das trotz bescheidenen Mitteln und Möglichkeiten fortfuhr, an die Notwendigkeit des Gesprächs mit Angehörigen und Sympathisanten der Partei zu glauben. Das ist ein äusserst anerkennenswerter und wertvoller Einsatz, um den Dialog und die demokratische Diskussion aufrecht zu erhalten. Deshalb herzliche Gratulationen und Glückwünsche…ad multos annos!

 

Christoph Nünlist
Präsident ds-SVP Tessin

100 Jahre «Il Paese», Jubiläum von grosser Bedeutung

Das hundertjährige Bestehen der Zeitung ist ein Meilenstein in seiner Geschichte und von historischer Bedeutung. Um dieses Ziel zu erreichen braucht es Fleiss, Organisation und Ausdauer. Ich danke allen Mitarbeiter, die mit ihrer motivierten Mitarbeit zum guten Gelingen des Periodikums beigetragen haben. Ein spezieller Dank gehört den zweisprachigen Redaktoren Eros Mellini und Rolando Burkhard. Mit ihrem unermüdlichen Einsatz haben Sie dem Periodikum zum Erfolg verholfen.

Die Zeitung «Il Paese» ist ein Sprachrohr für alle und gilt als Beispiel von freier und zensurloser Meinungsäusserung. Die zweisprachigen und informativen Ausgaben sind einzigartig in ihrer Art und von grosser Bedeutung. Das Printmedium hat einen wichtigen Beitrag zur Integration der Deutschschweizer im Tessin beigetragen und hat das gesellschaftliche Zusammenleben gestärkt.

Das Journal «Il Paese» gilt als Verbindungsglied zwischen politisch Interessierten aus der Nord- und Südschweiz und ist in der Tessiner Medienlandschaft nicht mehr wegzudenken.

Viel Erfolg für die nächsten 100 Jahre!

 

Daniel Ritzer, Direktor von “laRegione”

Die Glückwünsche der Zeitung «laRegione»

Dass ein Dreissigjähriger die Welt mit anderen Augen betrachtet als ein erwachsener Hundertjähriger, ist völlig normal. Immerhin zollt der Junge dem Hundertjährigen Respekt, in gewisser Weise Bewunderung, und empfindet ihm gegenüber gar eine gute Portion Neid; denn auch der Junge möchte 100 Jahre alt werden, mit derselben Vitalität, mit der sich heute «Il Paese» angesichts seines 100jährigen Jubiläums präsentiert. Seitens der gesamten Redaktion von «laRegione» (eine Zeitung, die just im vergangenen Monat 30jährig geworden ist) entbieten wir alle den «veteranen» Kollegen für diese grossartige Jahresfeier unsere Herzlichsten Glückwünsche.

 

Mario Timbal
Direktor RSI

Pluralismus und Demokratie

Herzliche Glückwünsche an «Il Paese». Das Hundertjährige feiern zu können ist für eine historische Zeitung Grund zum Stolz für all jene, die zu diesem langjährigen verlegerischen Abenteuer beigetragen haben, aber es ist auch ein weitverbreiteter, von allen mitgetragener Stolz. Denn seit 100 Jahren trägt «Il Paese» dazu bei, die Demokratie mittels Auslösung von Debatten und dem Meinungsaustausch zu festigen.

Wir haben das Glück, in einer der weltweit solidesten Demokratien mit einer freien und pluralistischen Informationsvermittlung leben zu können; mit einer Informationsvermittlung, die sich im Laufe der Zeit entwickelt hat und in der Geschichte des Landes eine Schlüsselrolle gespielt hat; dies dank des Ausgleichs zwischen dem «Service public» und privaten Medien. Ein Ausgleich, der es ermöglicht hat, dass sich Mehrheiten und Minderheiten besser kennen lernen, intensiver diskutieren und sich mit gleich langen Spiessen begegnen können. Und gerade für Minderheiten wie der italienischsprachigen Minderheit ist dieser Ausgleich von grösster Bedeutung, indem er Grant ist für die Pluralität der Informationen, für Objektivität und Unabhängigkeit. Drei Werte, die bestimmend sind für den «Service public», sich aber unterschieden haben und unterscheiden von jenen vieler, zumeist kleineren Zeitungen, deren Meinungen aber wichtig sind für die Demokratie und die Grundsätze unseres Landes.

 

Urs von der Crone, ehm. Präsident ds-SVP Tessin

Eine zweisprachige Zeitung mit Brückenfunktion

Die Zeitung IL PAESE feiert ihr erstes Jahrhundert: Herzliche Gratulation und einen grossen Dank für die vielen Informationen – zur Politik und zu anderen Themen – die uns Eros Mellini regelmässig und zuverlässig alle zwei Wochen nach Hause liefert! Zweisprachige Zeitungen und Zeitschriften gibt es im Tessin nur wenige – die Frage ist natürlich, ob es die deutschsprachigen Seiten braucht? Meiner Meinung nach schon: Wir Deutschschweizer, die uns im Tessin niedergelassen haben, beherrschen leider oft die italienische Sprache nur ungenügend und sind für die Übersetzung der Texte im IL PAESE den beiden sprachbegabten Redaktoren Eros Mellini und Rolando Burkhard äusserst dankbar.

Das mehr oder weniger harmonische Zusammenleben der beiden Sprachen – Italienisch und Deutsch – hat in der Tessiner Politik eine lange Tradition. Im 16. Jahrhundert tauchten die ersten Deutschschweizer Politiker auf: Es waren die Landvögte aus den zwölf Kantonen der Deutschschweiz, die die Städte und Täler in den sogenannten «italienischen Ämtern» regierten. Sie taten es nicht immer mit einer glücklichen Hand, von der italienischen Sprache und von all dem, was hier zu tun gewesen wäre, verstanden sie oft nicht allzu viel, handelte es sich doch lediglich um einen Prestigeposten. Irgendeiner von ihnen kam auch auf die Idee, italienische Ortsnamen durch deutsche Namen zu ersetzen: In amtlichen Publikationen war von Lauis, Mendris, Bellenz, Luggaris und vom Mayenthal die Rede… Unterdessen sind diese Namen mehrheitlich wieder verschwunden. Eine weitere Welle von Deutschschweizern tauchte im Tessin dank der Gotthardbahn, also am Ende des 19. Jahrhunderts auf. Sie brachte es mit sich, dass in Airolo, Biasca, Bellinzona und Chiasso deutschsprachige Schulen eröffnet wurden, was im Tessin oft als mangelnder Wille zur Integration empfunden wurde. Im 20. Jh. hatten viele Hoteliers und Gartenbauunternehmer – um nur zwei Berufszweige als Beispiel zu nennen – Deutschschweizer Namen. Die Zugewanderten zeigten einen ausgeprägten unternehmerischen Geist. Dass es seit 1908 eine deutschsprachige Zeitung, die TESSINER ZEITUNG gibt, gefiel nicht allen. Ein langjähriger Chefredaktor des «Corriere del Ticino» schrieb 1959, dass viele Tessiner den Eindruck haben, «nicht mehr Herr im eigenen Hause zu sein».

Unterdessen haben sich die Wogen geglättet: Die Zuwanderung ins Tessin besteht längst nicht mehr nur aus Deutschschweizern. Sicher ist aber, dass die Deutschschweizer in vielerlei Hinsicht ein ganz anderes Bild vom Kanton haben als die Tessiner. Es besteht grosser Informationsbedarf, damit vorhandene Vorurteile auf beiden Seiten abgebaut werden können. Da kann gerade eine Zeitung wie IL PAESE viel dazu beitragen, dass politisch Interessierte aus der Nord- und aus der Südschweiz sich besser verstehen lernen und sowohl in der kantonalen als auch in der eidgenössischen Politik gemeinsame Ziele verfolgen können. In diesem Sinne wünsche ich der Zeitung IL PAESE auch im nun beginnenden zweiten Jahrhundert eine interessierte Leserschaft und viel Erfolg! Es ist wünschenswert, dass sie weiterhin eine Brückenfunktion zwischen der Schweizer und der Tessiner Politik übernimmt. Ad multos annos…

 

 

 

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