Schluss mit ständigen neuen Gründen für den Lockdown

Feb 19 • Dall'UDC, Deutsche Seite, L'opinione, Prima Pagina • 24 Views • Commenti disabilitati su Schluss mit ständigen neuen Gründen für den Lockdown

Liebe Leserinnen und Leser

Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass der Bundesrat und seine Gesundheits-Experten ständig neue Gründe für den Lockdown finden? Der neueste Einfall sind jetzt die Langzeit-Folgen, der sogenannte Long-Covid. Lesen Sie hierzu meinen Kommentar.

Es ist absurd und eigentlich für die Bürgerinnen und Bürger eine absolute Zumutung: Ständig kommt der Bundesrat mit seinen Gesundheitsberatern auf neue Begründungen, um unser Leben und unsere Wirtschaft stillzulegen. Zuerst war es die Angst, unsere Spitäler könnten sich überfüllen, die Intensivstationen würden überrannt und das Pflegepersonal würde zusammenbrechen. Gott sei Dank ist das nicht passiert. Im Gegenteil, heute wollen unsere Spitäler sogar noch Patienten aus Portugal aufnehmen!

Zum alles entscheidenden Faktor für den zweiten Lockdown hat Bundesbern im Oktober den Reproduktionswert – den R-Wert – erhoben. Dieser dürfe 1 nicht übertreffen, da sonst die Fallzahlen wieder steigen würden. Als der R-Wert bei 0.8 war, musste er auf 0.6 sinken. Die Ansteckungszahlen sind auch ständig gesunken. Darum hat man die Virusmutationen als neuen Grund für den Lockdown erkoren. Doch diese sind neuesten Studien zufolge nicht gefährlicher als das Original. Und Impfungen wirken auch bei Mutationen!

Wenn der Bundesrat keine Begründung mehr für einen Lockdown hatte, stieg plötzlich der R-Wert aus unerklärlichen Gründen wieder an. Ich bin in Mathe nie ganz schlecht gewesen und begreife nicht, wie der R-Wert steigen kann, wenn gleichzeitig alle damit verbundenen Zahlen stark sinken. Und niemand konnte mir das bisher erklären. Mittlerweile hat das BAG die Zahlen wieder massiv nach unten korrigiert, und das nicht zum ersten Mal. Die neueste Begründung vom Bundesamt heisst «Long-Covid», also Langzeitfolgen des Virus. Wobei hier Wochen und Monate gemeint sind, nicht Jahre, Jahrzehnte oder lebenslang, wie man eigentlich erwarten würde, wenn man von Langzeit-Schäden spricht. Wochen- oder monatelange Folgen kann auch eine gewöhnliche Grippe haben. Im «Blick» melden sich übrigens schon «Long-Covid-Patienten», die gar nie positiv auf das Virus getestet wurden.

Mich nimmt wunder, was der Bundesrat und seine Beamten als nächste Begründung aus dem Hut zaubern. Statt endlich die 94 Prozent, die nicht zur Risikogruppe gehören, wieder in die Freiheit zu entlassen, treibt der Bundesrat die vereinsamten, verängstigten Menschen in die Depression und fährt ganze Wirtschaftsbranchen an die Wand. Da gibt es nur eines: Schluss mit dem ruinösen Lockdown – und zwar schnell!

Mit freundlichen Grüssen aus den Sümpfen von Bern
Thomas Matter

Nationalrat, Meilen (ZH)

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