Frauen-Fussballspiele «oben ohne»?

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Humoreske

Seit einiger Zeit versucht man in der Schweiz krampfhaft, den Frauenfussball zu fördern, ja geradezu zu pushen. Die SRG-Sender übertragen nun plötzlich gar dessen Spiele direkt live. Doch so richtig auf Touren will die Sache gleichwohl nicht kommen. Das erwartete grosse Publikum in den Stadien glänzt durch Abwesenheit, und die erhofften hohen TV-Einschaltquoten bleiben hundsmiserabel tief. Das Ganze interessiert ausser der Me-too-Bewegung niemanden gross.

Das grosse Publicity-Problem liesse sich vielleicht ganz einfach lösen:  Man liesse die Frauen ihre Fussballspiele doch einfach ohne BH’s spielen und sie nach Abschluss des Spiels jeweils die Leibchen tauschen (wie bei den Männern üblich). Das Ganze natürlich vor Publikum und mit SRG-Direktübertragung inkl. TV-Nahaufnahmen der Spielerinnen. Man würde staunen, wie sehr das Interesse des (männlichen) Publikums für den Frauenfussball plötzlich von 0 auf 100 (und jenes des weiblichen Publikums von 25 auf 100) wüchse.

Das Grundproblem liegt in den Sportarten

Das Grundproblem des Desinteresses am Frauenfussball liegt darin, dass beim weitaus publikumswirksameren Männersport wie beim Fussball, Eishockey etc. der Kampf, die Kraft und auch die dosierte Gewalt (beim Einshockey gehören harte Bodychecks dazu) den Reiz ausmachen. Der Sportler, der nicht kräftig genug kämpft, gilt als Weichei.

Beim Frauensport ist das anders: Es gibt durchaus äusserst attraktive Frauensportarten wie etwa Kunstturnen, Eiskunstlaufen oder Synchronschwimmen, wo aber nicht Kampf, Kraft oder dosierte Gewalt den Ausschlag geben für Sieg oder Niederlage, sondern vielmehr Grazie, Anmut, Ästhetik und Eleganz. So finde ich denn persönlich Frauenfussball uninteressant, Fraueneishockey eine Zumutung und Frauenboxen gar in höchstem Masse abstossend, widerlich, ja gar abscheulich.

Die absolut einzigen «Frauenkämpfe» die ich mir jeweils (allerdings ohne grosses Interesse) anschaue, stammen aus dem Tierreich. Es sind die traditionellen Walliser Kuhkämpfe, wo jeweils zwischen Leitkühen die «Reine des Reines» auserkoren wird. Gewinnerin ist jeweils jene Kuh, welche ihre Konkurrentinnen – ohne sie zu verletzen – in einem «Duell» vom Platz zu stossen vermag. Diese Kuhkämpfe symbolisieren jedenfalls Machtkämpfe, wie sie auch zwischen Frauen der menschlichen Spezies traditionell alltäglich vorkommen; mitunter ausgetragen mit psychologischen Waffen, die weit unter der Gürtellinie liegen.

Also: Frauenfussball mit «oben ohne»: Bitte subito!

Doch zurück zu meiner «Oben ohne» – Forderung im Frauenfussball. Es ist mir durchaus klar, dass ich mir mit diesem Artikel in der Frauenbewegung Me-Too kaum Freundinnen schaffe, ja gar Strafklagen wegen Sexismus riskiere (zu einer Klage wegen Rassendiskriminierung wird’s kaum reichen, denn soweit mir bekannt gelten die Frauen (noch) nicht als Rasse). Doch allzu grosse Angst davor habe ich nicht, denn ich verfüge über eine top-prominente Befürworterin: Tamara Funiciello.

Tamara Funiciello dürfte mich unterstützen

Ja, sicher, denn die gute Funiciello ist doch jene hohe SP-Exponentin, die sich 2017 auf dem Bundesplatz öffentlich oben entblösste, ihre Brüste zur Schau stellte und danach ihren BH verbrannte. Sie ist jene Exponentin der Frauenbewegung, die unlängst öffentlich das «oben-ohne-Baden» der Frauen in öffentlichen Badeanstalten forderte, weil ihrer Ansicht nach die Frauen ihre «sekundären Geschlechtsmerkmale» (die weiblichen Brüste gehören dazu) öffentlich zur Schau stellen sollen dürfen, so wie die Männer ihren Adamsapfel. Nun ja, ob die Zurschaustellung ihrer eigenen auf dem Bundesplatz öffentlich entblössten Brüste ausser bei ihrer eigenen weiblichen Anhängerschaft auch beim männlichen Publikum Begeisterungsstürme ausgelöst hat, muss ich eher zu bezweifeln.

Ein «Oben-ohne-Verbot» würde ich einzig und alleine für die hübschen Moderatorinnen der TV-Wettersendungen empfehlen, wenn sie ihre Wetterkarten präsentieren. Denn wenn sie diese «oben ohne» präsentierten, wüsste nach der Sendung niemand mehr, wie das Wetter der nächsten Tage sein würde.

Sorry, ich bin und bleibe wohl zu sehr ein «Macho».

 

 

Ronco

 

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