Eine 10-Millionen-Schweiz?

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Rolando Burkhard

Ja, leider wohl schon. Zur 10-Millionen-Schweiz wird es wohl oder übel bald kommen, und dies weit vor 2030, wie von der SVP warnend befürchtet. Jedenfalls wenn es so weitergeht wie bisher. Diese düstere Perspektive stellt unseren Kleinstaat vor kaum noch lösbare Probleme. ….

Die Schweiz ist ein Kleinstaat von nur ca. 41’000 qkm. Wenn man den schlecht nutzbaren gebirgigen (und möglichst naturnah zu erhaltenden) Alpen- und Voralpenraum von ca. 2/3 des Territoriums davon abzieht, bleibt da an Nutzfläche nicht mehr so viel übrig. Derzeit sind wir in unserem Land um die 8,5 Millionen Einwohner, und es ist bereits knapp. Mit 10 Millionen droht der absolute Kollaps.

Die derzeitige, für unser Land bedrohliche Bevölkerungszunahme ist weitestgehend auf die andauernd hohe Einwanderungsquote zurück zu führen. Dies einerseits infolge unseres leider der EU zugestandenen Personenfreizügigkeitsabkommens (Rechtsanspruch auf Einwanderung), andererseits infolge unserer grosszügigen Willkommenspolitik für Wirtschaftsmigranten aus aller Herren Länder (dass es sich bei diesen in den allerwenigsten Fällen um „Flüchtlinge“ im Sinne internationaler Konventionen handelt, ist längst bestens bekannt). Dennoch dürfen so quasi sämtliche von ihnen trotz abgelehntem Asylgesuch (dank dem rechtlichen Konstrukt der als „vorläufig“ erklärten, aber de facto lebenslangen Aufnahme) auf Lebzeiten hier bleiben.

Ich begreife all jene, die in die Schweiz einreisen wollen. Sei es, um hier mehr zu verdienen als zuhause im nahen Ausland, sei es, um der Armut in weiter entfernten Weltgegenden zu entrinnen. Diese Migranten deswegen anzufeinden oder gar zu hassen, ist absolut fehl am Platz. Wahrscheinlich würde ich an ihrer Stelle dasselbe tun oder unter Inkaufnahme grosser Risiken zu tun versuchen.

Doch das Problem in der Schweiz ist – in einem bereits dicht besiedelten Raum, in einem flächenmässigen Kleinstaat mit dem europaweit höchsten Ausländeranteil (ausser vielleicht Luxemburg) – nicht die fehlende Akzeptanz von Ausländern, sondern es liegt anderswo.  Nämlich bei den Problemen mit unserer bereits problematisch hohen und ständig höher werdenden Bevölkerungsdichte. Mit Problemen, die da etwa sind (um nur einige wenige zu erwähnen):

– Das Wohnen: Mit zunehmender Einwohnerzahl wird unser Wohnraum knapper und demzufolge werden Liegenschafts- und vor allem Mietpreise zunehmend teurer bis langsam unerschwinglich; von der Teuerung befreit sind lediglich die staatlich finanzierten Sozialwohnungen; die Gratisunterkünfte für Migranten bilden ohnehin eine Sonderkategorie.

– Die Strassen: Die wegen des zusätzlichen Verkehrs verursachten Staus auf unseren chronisch verstopften Strassen, vorweg in städtischen Gebieten und Agglomerationen, nehmen exponentiell zu, mit grossen Zeitverlusten für jene, die arbeiten und morgens und abends zum/vom Arbeitsplatz fahren müssen.

– Der Energieverbrauch: Will denn nicht gerade Bundesbern, als weltweit eifernder Musterschüler, à tout prix unseren nationalen CO2-Aussstoss mit der Auferlegung höchster Kosten für Steuerpflichtige drastisch reduzieren ? Das dürfte schwierig werden angesichts unserer stark zunehmenden Wohnbevölkerung mit ihrem wachsenden Energiekonsum. Links/Grün will mehr Ökologie und ist gleichzeitig für mehr Einwanderung; man erkläre mir mal, wie diese Rechnung aufgehen soll.

– Die Sozialhilfekosten:  Die durch die massive Einwanderung verursachten zusätzlichen Sozialhilfekosten sind bereits heute unvorstellbar hoch, werden fortlaufend höher und sind von den mittelständischen Hauptsteuerzahlern bald nicht mehr zu stemmen. Die meisten hiesigen Migranten aus Drittweltstaaten sind und bleiben auf Lebzeiten arbeitslos und sind auf unsere superfürsorgliche Sozialhilfe angewiesen. Will heissen: Gratis wohnen, gratis leben, bezahlte Smartphones, bezahlte Mobilität für „soziale Kontakte“ und Ausbildung (zwecks „Integration“ !!), bezahlte medizinische und zahnärztliche Betreuung etc. etc. etc. Die Rechnung dafür kriegen wir dann jeweils mit unseren Steuerrechnungen und den steigenden Krankenkassenprämien.

– Die Kultur: Selbstverständlich bringen die Migranten, einmal in die Schweiz gelangt, auch ihre Kultur mit. Und damit ihre Sitten und Gebräuche. Und sie fordern, diese auch weiterhin pflegen zu können. Ob sie mit den unsrigen übereinstimmen oder nicht, gar den unsrigen krass widersprechen, spielt für sie überhaupt keine Rolle. Die gutmenschliche Haltung unserer Behörden lässt ihnen jeglichen, auch religiös-extremistischen Spielraum. Ich warte nur darauf, dass aus Toleranzgründen und auf Initiative irgendwelcher NGOs oder Netten vorgeschlagen wird, die Kinderhochzeiten oder die Beschneidung von Mädchen als Menschenrecht in unserer Bundesverfassung zu verankern.

– Kriminalität:  Unsere Kriminalstatistik spricht eine deutliche Sprache. Die ausländische importierte Kriminalität macht eindeutig das Rennen, insbesondere bei den Gewaltakten. In unseren Gefängnissen (um auch noch die Gefangenenstatistik  hinzu zu ziehen) sitzen zu 71 %Ausländer. Teils sind es Kriminaltouristen, welche uns (siehe Tessin) tagtäglich unsicher machen (dank Schengen !). Aber zumeist sind die Gewaltkriminellen hier residierende Ausländer. Fragen Sie doch mal unsere Kriminalpolizei, wegen was, wem und wo sie tagtäglich ausrücken muss (nein: lassen Sie es lieber bleiben: Denn die Polizei darf Ihnen ohnehin nur von oben verordnete, „politisch korrekt“ ausgefilterte und datenschutzmässig abgesicherte Infos geben, und das hilft Ihnen nicht weiter).

Wer mich kennt…

Wer diesen Artikel von mir liest und mich nicht kennt, wird mich wohl nun als ausländerfeindlich abtun. Dem ist keineswegs so. Wer mich besser kennt, weiss, dass ich weder das oder gar rassistisch bin. Hingegen mache ich mir angesichts der von mir skizzierten Problematik einfach allergrösste Sorgen um unser Land.

Ich bin kein absoluter Befürworter der SVP. Deren derzeitiges Wahlplakat mit den Würmern finde ich eher schwach. Es gibt jedoch nicht eine einzige andere Partei, die meine politischen Überzeugungen besser vertritt als die SVP. Deshalb werde ich im Oktober SVP wählen. Und ich werde (aus den von mir in meinem Artikel dargelegten Gründen) ihrer Begrenzungsinitiative zustimmen.  Es geht dabei doch keineswegs um irgendwelche generellen Einreiseverbote für Ausländer, sondern lediglich darum, dass wir, wie früher, wieder selber bestimmen können, wer zwecks dauernden Aufenthalts einreisen soll. Massgeblich muss doch unser allenfalls benötigter Zusatzbedarf an zusätzlichen Arbeitskräften aus dem Ausland sein, aber wir müssen doch dabei das Wohlergehen des gesamten Landes berücksichtigen. Jedenfalls sollten wir weiterhin Entscheide darüber noch selber treffen dürfen und nicht völlig dem Gutdünken ausländischer Mächte ausgeliefert sein.

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