Die Coronavirus-Tests können eine falsche Sicherheit vermitteln

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Dr. med. Milagros Burkhard-Garcia
Pensionierte Ärztin

Am 19.3. verkündete Bundesrat Berset in Sachen Covid als einzige Lockerung, dass  zuhause wieder private Treffen mit 10 Personen erlaubt werden. Er rief aber alle dazu auf, sich vor den Zusammenkünften gratis testen zu lassen.

Insgesamt werden Massentests nun, nebst den Impfungen, rundum als Allerheilmittel gegen die Ausbreitung des Coronavirus gepredigt. Die Tests sind – soweit derzeit denn schon durchführbar – sicher nützlich. Aber es gilt eines zu bedenken: Die Soforttests sind – soweit man ihnen trauen kann – lediglich Momentaufnahmen des Gesundheitszustandes im Moment des Tests. Sie mögen negativ ausfallen, doch schon nur Stunden danach kann man sich mit Covid infizieren.

Wenn jemand sich vormittags in einer entfernten Apotheke testen lässt und danach mit öffentlichen Verkehrsmitteln heim fährt, vielleicht noch in 2-3 Läden einkaufen geht, oder unterwegs noch jemanden trifft, kann er/sie trotz Schutzmaske nicht sicher sein, sich nach dem Test abends nicht bereits angesteckt zu haben.

Das Testen ist, wie gesagt, gut. Das Problem liegt aber darin, dass sich dadurch viele der negativ Getesteten in einer falschen Sicherheit wähnen. Wenn sie danach im Privatbereich im Inneren sorglos auf 10 andere Personen treffen, können sie trotz negativem Test – weil nach dem Test angesteckt, und obschon völlig symptomlos – andere anstecken. Ganz zu schweigen davon, dass es bei den 9 anderen Personen, mit denen sie zusammen kommen, ebenso ist.

Ich rate deshalb gerade bei grösseren ausserfamiliären Zusammenkünften im Privatbereich nach wie vor zu grosser Vorsicht. Möglichst weiterhin gilt trotz Tests: Abstandhalten, Hygiene und nötigenfalls Schutzmasken.

 

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