Der Hamster und das Faultier

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Eros N. Mellini

Editorial

Innert einiger Jahrzehnte haben wir hinsichtlich der Gays (Homosexuellen) von einer absoluten Intoleranzhaltung (ja gar Verachtung) umgeschwenkt zu einer Toleranz, die sich infolge der Gewährung von immer mehr Konzessionen und nachfolgend gestellten Forderungen gewandelt hat zu einer bedingungslosen Akzeptanz von Sitten und Gebräuchen, die einigen von uns völlig fremd sind.

Respekt? Ja. Freiheit? Ebenso. Aber…

Respekt bezeugen für die sexuelle Ausrichtung des Menschen? Sicherlich ja; denn solange man nichts Schädliches gegen den Nächsten verübt, ist man frei zu wählen und hat das absolute Recht darauf, respektiert zu werden. Aber damit hat es sich. Meines Erachtens bedeuten Freiheits- und Respektgewährung gegenüber einem Menschen, dass alle anderen mit seiner Lebensart leben sollen, ohne ihr Hindernisse in den Weg zu stellen oder sie zu verurteilen. Aber es bedeutet nicht, dass man für diesen Menschen schwärmen oder ihn für das Ausleben seiner Sexualität unterstützen muss; dies ist nicht die Aufgabe der Gesellschaft, das soll alleine er selber tun.

In der Natur gibt es zwei Geschlechter

Das sind Männchen und Weibchen. Man kann sich in der uns von der Natur zugeordneten Geschlechtlichkeit wohl fühlen oder nicht, dank der modernen Technologien kann man gar das Geschlecht wechseln, aber nach einer erfolgten Operation ist oder wird jemand zu Mann oder Frau, dazwischen gibt es keine andere massgeschneiderten Lösungen. Man kann krampfhaft versuchen, das Gegenteil beweisen zu wollen – ich bin mir bewusst, dass ich mit meinem Artikel den Zorn der üblichen überempfindlichen Befürworter der «politischen Korrektheit» auf mich ziehen werde, aber ehrlich gesagt ist mir das völlig egal – aber das Dasein als Trans ist ein provisorischer Zustand von jenen, die eine Geschlechtsumwandlung unternehmen, um (fast) vollumfänglich zu einem Mann oder einer Frau zu werden und damit zurück zu kehren zu dem, was uns als in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts Geborenen als Normalzustand gelehrt wurde.

Man hat mir gesagt, dass die Geschlechtszuordnung bei der Geburt unwichtig sei, zählen tue das Geschlecht, dem einer oder eine sich mehr zugehörig fühlten. Wie dem auch sei, niemand hindert einen Mann, sich als Frau zu verkleiden oder zu verhalten, respektive einer Frau, das exakte Gegenteil zu tun, aber nennen wir die Dinge doch beim Namen: Sie alle sind Transvestiten, sie begründen kein eigenes neues Geschlecht und können nicht als «normal» gelten. Sie seien harmlos, täten nichts Unrechtes und störten nicht sonderlich, sagt man ebenso? Einverstanden, aber Normalität sieht anders aus.

Eine übertriebene und ungerechtfertigte Beachtung

Das Problem besteht darin, dass man in der heutigen Brutstätte des Gutmenschentums und der Toleranz, zu dem unser Planet verkommen ist, dazu übergegangen ist, diesem Phänomen eine übertriebene und ungerechtfertigte Beachtung zu schenken, wobei die Medien schuldhaft ihren Beitrag dazu leisten. Und deshalb entstehen Vereinigungen, die nicht mehr nur die Rechte der Gays wahrnehmen, sondern in der Gesellschaft jegliche Form von Deviation unterstützen. Die ärgerlichen erotischen Zurschaustellungen anlässlich der «Gay Prides», die Veranstaltungen der LGBTQ-Gemeinschaft (Lesbians, Gays, Bisexuals, Trans, Queer) etc. stehen beispielhaft dafür.

Eine vielleicht etwas zu surreale Hypothese

Es sei nicht wichtig, was man sei, sondern es zähle, als was man sich zu sein fühle?  Nun gut. Also nehmen wir einmal an, ich würde morgen aufwachen und mich als Hamster fühlen, dann würde ich in meinem Garten ein grosses Rad aufbauen und darin herumrennen. Oder ich fühlte mich als Faultier, und würde Kopf nach unten auf den nahe gelegenen Aprikosenbaum klettern. Dürfte ich das tun? Selbstverständlich! Aber wäre ich normal? Ich glaube, dass selbst der fanatischste LGBTQler (haben wir nicht einst das Alphabet von A bis Z gelernt?) das nur schwerlich glauben dürfte. Wahrscheinlich hätte eine «Hamster Pride» oder eine «Sloth Pride» keine grossen Erfolgschancen, aber die Legitimität einer solchen Haltung wäre ebenso gegeben wie jene derjenigen Menschen, die sich einem anderen Geschlecht zugehörig fühlen, ohne über die dafür vorgesehenen Attribute zu verfügen.

Geben wir Cäsar das, was Cäsar gebührt…und ebenso gilt: Geben wir den Männern das, was den Männern zusteht, und den Frauen das, was den Frauen zusteht – dem Hamster das, was ihm zusteht, und dem Faultier ebenso. Die Promiskuität tut niemandem gut.

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