Aktion gegen immer höhere Lohnabzüge

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Mitglieder des überparteilichen Komitees gegen den Vaterschaftsurlaub wehren sich gegen immer höhere Lohnabzüge. Vor der Bernexpo, wo die eidgenössischen Räte die Sommer-session abhalten, erläutern sie, warum am 27. September der staatliche Vaterschaftsurlaub abgelehnt werden muss.

„Wir sind die Einzigen, die sich für die Bürgerinnen und Bürger wehren. In dieser Halle hat das Parlament in den vergangenen drei Wochen weitere Ausgaben und Belastungen beschlossen, wie z.B. die Überbrückungsrente und die 11 Milliarden Franken für die Entwicklungshilfe. Auch die neue Flugsteuer und die höhere Benzinsteuer von 12 Rappen belasten die Bevölkerung. Die Arbeitslosenzahlen steigen, und viele Leute verdienen in Kurzarbeit viel weniger als früher: Das Portemonnaie unserer Bürger ist zunehmend leer! Mit dem Vaterschaftsurlaub soll nochmals hineingegriffen werden? Das geht nicht“, sagt Diana Gutjahr, SVP-Nationalrätin (TG) und Co-Präsidentin des Komitees.

Marcel Dobler, FDP-Nationalrat (SG) und Co-Präsident des Komitees betont: „Über ein Drittel der Betriebe hat Kurzarbeit angemeldet, die Arbeitslosenzahlen steigen. Viele Betriebe sind in Gefahr. KMU und Gewerbebetriebe können sich den staatlichen Vaterschaftsurlaub nicht leisten. Diese Forderung steht völlig quer in der Landschaft!“

„Wir befinden uns in der grössten Wirtschaftskrise seit dem 2. Weltkrieg. Viele Leute müssen wegen Kurzarbeit mit weniger Lohn auskommen“, ordnet Nicolas A. Rimoldi, Jungfreissinige Luzern, ein und meint weiter, „es kann nicht sein, dass wir die Leute noch mehr plagen und ihnen noch mehr von ihrem erarbeitenden Lohn wegnehmen, das ist asozial.“

Yves Nidegger, SVP-Nationalrat (GE) sagt: „Ein staatlicher Vaterschaftsurlaub wäre schon vor-Corona nicht finanzierbar gewesen. Die Probleme von AHV, IV und Pensionskasse haben wir nicht gelöst. Diese gilt es prioritär zu lösen. Mit der Corona-Krise musste der Bund die Sozialwerke mit 25 Milliarden Franken bevorschussen. Ein staatlich finanzierter Vaterschaftsurlaub ist luxuriöser Wunschbedarf, dazu sage ich Nein!“Und Susanne Brunner, Gemeinderätin SVP und Co-Präsidentin des Referendumskomitees betont: „Wir haben Sozialversicherungen eingerichtet, um echte Not zu lindern und Existenzen zu sichern, wie wir in den vergangenen Monaten der Corona-Pandemie erlebt haben mit der Kurzarbeitsentschädigung. Jetzt stehen wir vor dem Sündenfall: Eine neue Sozialversicherung soll Kinderbetreuungszeit von Vätern finanzieren. Das ist eine Zweckentfremdung und ein Missbrauch unseres Sozialversicherungssystems. Deshalb stimme ich am 27. September Nein zum staatlichen Vaterschaftsurlaub.“

Das Komitee verzeichnet wachsende Unterstützung von Unternehmern und Verbänden. Neben dem Schweizerischen Gewerbeverband sgv haben weitere Verbände und kantonale Handelskammern bereits die Nein-Parole beschlossen.

 

Mitglieder des Co-Präsidiums des Komitees gegen immer mehr staatliche Abgaben:

Susanne Brunner, Präsidentin Gewerbeverein Seefeld, Gemeinderätin SVP, ZH

Diana Gutjahr, Vizepräsidentin Thurgauer Gewerbeverband, Nationalrätin SVP, TG

Marco Chiesa, Ständerat, SVP, TI

Hans-Jörg Bertschi, Unternehmer, Vizepräsident AIHK, AG

Marcel Dobler, Unternehmer, Nationalrat FDP, SG

Dr. Rolf Dörig, Verwaltungsratspräsident, Swiss Life, ZH

Roland Goethe, Präsident Swissmechanic, Arbeitgeberverband der KMU-MEM, TG

Arthur Loepfe, alt Nationalrat CVP, AI

Paul Mayer, Unternehmer, Kantonsrat SVP, ZH

Michele Moor, Unternehmer, CVP, TI

Christian Neuweiler, Unternehmer, Präsident IHK Thurgau, FDP, TG

Bruno Pezzatti, alt Nationalrat FDP, ZG

Nicolas A. Rimoldi, Jungfreisinnige, LU

Alain Schwald, Präsident FDP Bezirk Affoltern, ZH

Peter Spuhler, Unternehmer, alt Nationalrat SVP, TG

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