2023 quo vadis?

Gen 13 • Deutsche Seite, L'opinione, Prima Pagina • 9 Views • Commenti disabilitati su 2023 quo vadis?

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So gegen den Jahreswechsel hin haben sich die Umfragen der Medien gehäuft, um auf demoskopischem Wege zu erfahren, was die Schweizer Bevölkerung fürs 2023 für unser Land erwartet, befürchtet resp. sich vom neuen Jahr an Positivem erhofft.

Soweit ersichtlich, sind die geäusserten Erwartungen mehrheitlich eher skeptisch. Dies nicht so sehr wegen der von den Medien aggressiv postulierten Weltuntergangsperspektiven, sondern wegen weitaus näher liegenden Dingen: Die Inflation, steigende Energie- und Krankenkassenprämien, Mietzinserhöhungen, Kaufkraftverlust, Angst vor dem Verlust des mühsam ersparten Geldes auf dem Bankkonto, Altersvorsorge, unnötige teure Finanzierung von irgendwas schon wieder mal völlig unnötig irrlichtig Internationalem, und von superteuren lokal/regional/kantonal beabsichtigten linksgrünen Vorhaben, etc. etc.  Zugegeben: Zu den eher Skeptischen habe auch ich gehört.

Nun ja, ebenso skeptisch bin ich eben deswegen: Die Megaprobleme dieser Welt (Klimawandel, Hunger, Armut, Menschenrechtsverletzungen, mangelnde Gleichberechtigung, Pandemien, Verhinderung schädlicher Migrationsströme, unnötige weltweit stattfindende blutige Kriege und vieles, vieles weitere) lassen sich nicht einfach durch billigen helvetisch-hoffnungsvollen linksideologischen Positivismus beseitigen. Dafür ist unser Land, auch wenn es nun gar vorübergehend im UNO-Sicherheitsrat Einsitz nehmen durfte, einfach viel zu klein und zu unbedeutend, um da weltweit schon nur minimal mitbestimmend mitreden zu können. Was für die kleine Schweiz gilt, gilt natürlich für unsere Kantone oder gar unsere Gemeinden (!) natürlich umso mehr (lese dazu das diesbezügliche Editorial von Zeitungsdirektor Eros Mellini in dieser Ausgabe der Zeitung).

Am besten für Ordnung ist in unserer immer chaotischeren Welt gesorgt, wenn jede politische Einheit (Gemeinde, Kanton oder Staat) dieser Erde mal vorerst seine eigenen Hausaufgaben (natürlich möglichst zum Wohle der gesamten Menschheit) selbst erledigt, ohne anderen zur Last zu fallen. Denn es gilt: Wische mal vor der eigenen Haustür allfällig vorhandenen eigenen Dreck weg, bevor du zuhanden höherer Gremien, ideologisch inspiriert, wortreich für weltweite Hygienevorschriften votierst.

Nun ja, was verspricht dies alles für den Staat Schweiz fürs 2023 mit all seinen eigenen hausgemachten nationalen, regionalen und lokalen Problemen?

Eben: meines Erachtens wenig Gutes. Auf nationaler Ebene bleibt das eidgenössische Parlament wegen den bevorstehenden Wahlen parteimässig auf seinen jeweils eigenen Positionen blockiert. Und ob im (vorläufig?) neu zusammengesetzten Bundesrat schon nur in einem einzigen der wirklich heissen Dossiers eine/r von ihnen über den eigenen parteipolitischen Schatten zu überspringen bereit ist, ist eher unwahrscheinlich, denn 2023 sind ja auch Bundesrats-Erneuerungswahlen. Und so ersehe ich leider persönlich wenig Motivation für die Veranlassung zu Veränderungen hin zum Besseren. In rein kantonalen Dingen kenne ich mich weniger aus, da mag es vielleicht bei den nächsten Wahlen die eine oder andere Veränderung geben.

Aber vielleicht wird ja, ungeachtet meiner Unkenrufe, im 2023 dennoch alles besser als voraussehbar. Ich wünsche es mir von Herzen, allerdings fehlt mir dazu, ehrlich gesagt, vorläufig der Glaube.

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