Zwei neue Revue-Nummern im Asylzirkus „Helvetia“

Mar 20 • Deutsche Seite, Prima Pagina • 585 Visite • Commenti disabilitati su Zwei neue Revue-Nummern im Asylzirkus „Helvetia“

Rolando Burkhard

Rolando Burkhard

Praktisch gleichzeitig erreichen uns verblüffte Schweizer Bürger zwei Meldungen über neue Clownerien aus dem helvetischen Asylzirkus. Erstens: Der Bundesrat will, einfach so, 3’000 Kontingentsflüchtlinge aus Syrien aufnehmen. Zweitens: Das Bundesverwaltungsgericht gewährt, so wie früher den Eritreern, nun auch den Wehrdienstverweigerern aus Syrien den Asylstatus. Zwei neue der üblichen Revue-Nummern aus dem Zirkus „Helvetia“. Doch diesmal aufgepasst: Ob den beiden Clownerien werden wir wenig zu lachen haben.

 

Küsschen nach Brüssel ?

Der Bundesratsentscheid ist unverständlich. Tagtäglich treffen bei uns vorweg via Italien illegal Heerscharen von Asylbewerbern aus Syrien ein. Sie erhalten danach entweder direkt Asyl oder können jedenfalls als Kriegsflüchtlinge bis zu ihrem Lebensende hier bleiben und ihre Familienangehörigen hierher nachziehen. Die Schweiz nimmt proportional weit mehr von ihnen auf als praktisch alle EU-Staaten.

Asylbewerber wählen nach sämtlichen Erfahrungen nach ihrer Ankunft in Süditalien jenes europäische Land aus, wo bereits eine Kolonie ihrer Landsleute Unterschlupf gefunden hat. Will heissen: Das erste Land, welches seine Tore einen Spalt weit öffnet, öffnet die Schleusen für einen kaum mehr kontrollierbaren Nachzug weiterer Asylbewerber samt sämtlichem Familiennachzug.

Eine gesamteuropäische Lösung der Aufnahme von Flüchtlingen aufgrund von Kontingenten, verteilt aufgrund der Einwohnerzahl, wäre eine Lösung. Doch eine solche gibt es gegenwärtig nicht. Und wohl noch sehr lange nicht. Warum die Schweiz hier voreilig, lange vor der EU, die Aufnahme von Kontingentsflüchtlingen beschliesst, ist schlicht unverständlich.

Das kann nur darin liegen, dass man sich bei der EU nun wirklich à tout prix anbiedern will. Küsschen nach Brüssel an Jean-Claude Juncker !

 

Küsschen nach Strassburg ?

Der Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts ist fast noch schlimmer. Erinnern wir uns: Kurz nachdem die Asylrekurskommission als Vorgängerin des heutigen Bundesverwaltungsgerichts 2005 entschied, dass eritreische Wehrdienstverweigerer als Flüchtlinge aufzunehmen seien, wurde die Schweiz richtiggehend mit eritreischen Asylbewerbern überschwemmt. Nirgends in Europa gibt es heutzutage so viele eritreische Einwanderer wie in der Schweiz. „Wehrdienstverweigerer“ samt Familiennachzug. Tendenz ungebrochen. Wie gesagt: Wer es via Italien nach Europa schafft, versucht dorthin zu gelangen, wo seine Landsleute bereits eine Kolonie gebildet haben.

Kriegssituationen mit Militäreinsätzen und Wehrpflicht gibt’s weltweit zuhauf. Wo, frage ich mich, will denn das Bundesverwaltungsgericht die Grenzen setzen ? Alle Wehrdienstverweigerer dieser Welt aufnehmen ? Dann gute Nacht !

Das war damals übrigens punkto Kolonienbildung von Asylbewerbern aus dem Kosovo ebenso. Die Schweiz beherbergt heute die grösste kosovarische Diaspora in ganz Europa. Wenn ich an die Sozialhilfefälle und an die Kriminalität von Kosovaren in der Schweiz denke, würde ich sagen: Dies nicht unbedingt zu unserem Nutzen !  Warum das Bundesverwaltungsgericht im Falle von Syrien so entschieden hat, ist völlig unverständlich.

Das kann nur darin liegen, dass dieses sich beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte à tout prix anbiedern will. Küsschen nach Strassburg !

 

Wo ist die Zirkusdirektion ?

In jedem einigermassen vernünftig geleiteten Zirkus gibt’s einen Zirkusdirektor, der jede neu vorgeschlagene Revue-Nummer nicht nur nach ihrer artistisch/akrobatischen Leistung beurteilt, sondern auch nach ihren Kosten und danach, ob sie denn beim Publikum auch wirklich ankommt. Mir scheint, im Asylzirkus „Helvetia“ fehle es derzeit diesbezüglich an einer Leitung mit gesundem Menschenverstand.

Doch einen Unterschied zwischen einem normalen Zirkus und unserem derzeitigen Asylzirkus gibt’s. Bei ersterem kann das Publikum durch Nichtbesuch derVeranstaltung der Direktion die Quittung seines Missfallens kundtun, und diese wird umgehend darauf reagieren müssen, wenn der Zirkus überleben will. Im Falle unseres derzeitigen Asylzirkus’ reicht ein Wegsehen und Abseitsstehen nicht mehr. Da ist es dringend erforderlich, der Zirkusdirektion entschieden dreinzureden. Ich hoffe, mindestens die SVP tue dies mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln.

 

P.S.: Ach ja, noch etwas: Es ist sonnenklar, dass mit zunehmender Einwanderung aus Syrien die Gefahr der Einschleusung von djihadistischen Terroristen zunimmt, was ja für den IS erklärtes Programm ist. Aber das scheint Bundesbern und dem abgehobenen Bundesverwaltungsgericht völlig egal zu sein.

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