Wo liegen die Grenzen der religiösen Toleranz?

Apr 16 • Deutsche Seite, Prima Pagina • 422 Visite • Commenti disabilitati su Wo liegen die Grenzen der religiösen Toleranz?

Rolando Burkhard

Rolando Burkhard

Papst Franziskus küsst die Füsse islamischer Einwanderer (währenddem in vielen islamischen Staaten die Christen verfolgt werden). Ein katholischer Pfarrer erlaubt den Koranunterricht in einer katholischen Kirche (währenddem der Islam aufgrund des Korans die Verfolgung – ja Vernichtung – der Andersgläubigen befürwortet). Eine Schulleitung akzeptiert es, dass islamische Schüler ihrer Lehrerin aus religiösen Gründen den Händedruck verweigern dürfen (währenddem in gewissen islamischen Ländern den Mädchen nicht mal der Schulbesuch erlaubt wird).

 

Diese Ereignisse in Rom (Papst), Basel (katholische Kirche St. Joseph) und Therwil/BL (Händedruck-Affäre in der dortigen Schule) werfen Fragen auf. Fragen nach den Grenzen religiös-kultureller Toleranz, nach Sinn und Unsinn unseres derzeitigen Multikulti- und Integrationsgefasels, nach der Durchsetzung unserer Sitten und Gebräuche im eigenen Land.

 

Wenn ich mich in ein islamisches Land begebe, respektiere ich die dortigen Sitten und Gebräuche und passe mich an. Wenn ich in Istanbul die Hagia Sophia betrete, ziehe ich meine Schuhe vorher aus, und wenn ich in Saudiarabien bin, trinke ich keinen Alkohol. Aus Anstand vor dem Gastland, aus Respekt vor anderen Kulturen, wo andere Regeln gelten, und aus der Befürchtung, dass die Nichtrespektierung von deren religiösen Regeln schwere Strafen nach sich zieht.

 

Ganz anders hier. Statt unsere eigenen Regeln rigoros durchzusetzen, passen wir uns schleichend, Schritt um Schritt, den kulturell-religiösen Sitten und Gebräuchen jener an, die hier Gastrecht geniessen. Wir entfernen Kruzifixe aus öffentlichen Gebäuden. Wir nehmen es gar hin, dass der Vater der beiden Schüler der „Händedruck-Affäre“ in Therwil/BL weiterhin in einer schweizerischen Moschee predigt (was denn ?). Integration und Multikulti-Euphorie à la Suisse.

 

Natürlich bedeutet das religiös-renitente Verhalten zweier islamischer Schüler wegen dem Händeschütteln für uns nicht gleich den nationalen Notstand. Ebenso wenig tut es die Weigerung von islamischen Schülerinnen, an schulischen Anlässen (Schwimmen, Ferienlager etc.) teilzunehmen. Oder tun es all die Fragen mit dem Kopftuch, der Verschleierung, den Kruzifixen, der Burka oder den Minaretten.    

 

Zudem findet zur nationalen Beruhigung (im Hinblick auf die „Händeschüttelaffäre“) nun sogar unsere Bundesrätin Sommaruga überraschend, „so stelle sie sich Integration nicht vor“. „Gut gebrüllt, Löwe“, möchte man ihr gerne zurufen. In Tat und Wahrheit ist ihr „Gebrüll“ aber nicht mehr als ein erzwungenes kleinlautes „Lispeln eines Goldhamsters“. Denn konkret tun wird sie rein gar nichts: Es bleibt bei der Willkommenskultur und beim Integrationsgefasel wie gehabt – tränendrüsend und eurokompatibel vorgetragen.    

 

Die eigentliche Gefahr besteht darin, wohin all diese fortlaufenden behördlichen kleinen toleranten „Zugeständnisse“ hinter dem Rücken des Stimmvolkes führen werden. Dorthin, dass wir nämlich, Schritt um Schritt, unsere Identität aufgeben. Bedeutet denn „Integration“, dass wir Schweizer uns den kulturell-religiösen Regeln der unter ihrem angeblichen Asylanspruch immer grösser werdenden Heerscharen islamischer Einwanderer beugen müssen ?

 

Wohlverstanden: Meine Kritik richtet sich gegen uns selber, unsere selbstgefällige Passivität, gegen unsere Behörden, unsere Kirchen, und nicht gegen den Islam. Denn deren radikale Vertreter, die Islamisten, verrichten lediglich ihr Geschäft, sie führen einen klugen Krieg, und deren erklärter imperial betriebener Vormarsch in Europa schreitet unaufhaltsam voran. Dies durch nadelstichartige subtile Einschüchterung (sprich Terrorismus) einerseits, aber vor allem dank den naiven Multikulti-Toleranzträumereien und dem Verzicht auf die Verteidigung unserer christlich-schweizerischen Werte seitens unserer Behörden andererseits.

 

Wann endlich wachen wir auf ?

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