Widersinn eines institutionalisierten Gutmenschentums

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Eros N. Mellini

Eros N. Mellini

Editorial

Jederlei Wiederausbruch des Nationalsozialismus muss bereits in seinem Entstehen bekämpft werden. Richtig, wenn man einen solchen denn auch erkennt und nicht jede patriotische oder nationalistische Meinungsäusserung dazu missbraucht, um eine Partei – oder auch irgend eine Privatperson – als fremdenfeindlich, rassistisch, nazistisch, faschistisch oder auch nur als rechtsextrem hinzustellen. Die Geschichte – Nationalsozialismus, Judenvernichtung und andere Horrortaten des Hitlerregimes – darf sich nicht mehr wiederholen. Wer könnte denn dagegen etwas einzuwenden haben? Erstaunlicherweise sieht man dabei aber über die Horrortaten des Kommunismus hinweg, vielleicht weil sie auf der anderen Seite des eisernen Vorhangs oder in weit entfernten asiatischen Ländern begangen wurden. Somit darf sich die Geschichte dort weit weg auch wiederholen – wen kümmert’s – es bedeutet für uns keinerlei Gefahr. Diese Überlegung gilt auch hier (im Westen), da wir vom Kommunismus nur die katastrophale Misswirtschaft, aber nicht die Horrortaten erlebt haben. Denn dort wo der Kommunismus vorherrschte, ist er nach rund 70 Jahren von selber zusammengebrochen, während es ihm in den anderen Ländern glücklicherweise nie gelungen ist, hinreichende Mehrheiten zu erzielen, um die Demokratie zu gefährden. Und somit ist das Hakenkreuz streng verboten, während das stolze Zurschaustellen von Hammer und Sichel erlaubt bleibt. Dennoch sind beide Symbole – oder sollten es zumindest sein – Ausdruck einiger weniger Idioten, welche zudem die Zeiten nicht selber erlebt haben, in denen sich die Horrortaten ereignet haben.

Sicher, und das lehrt uns die Geschichte, bestand auch der Nationalsozialismus anfangs aus einem Grüppchen von Fanatikern, und weil man diesem nicht bereits im Entstehen Einhalt gebot, ermöglichte man es ihm, zu einer der grössten Tragödien des 20. Jahrhunderts auszuarten. Und somit sind – obschon die oben erwähnte Gleichbehandlung mit dem Kommunismus durchaus wünschbar wäre – die prophylaktischen Massnahmen willkommen, bei deren Anwendung man aber (allzu) oft ein Auge zudrückt hinsichtlich der Grundrechte wie der freien Meinungsäusserung.

Der Nationalsozialismus ist Geschichte, der Djihadismus ist aktuelle Realität

Jene, die altersmässig noch selber den Nationalsozialismus und den Faschismus erlebt haben, bilden in der westlichen Welt eine vernachlässigbare Minderheit. Alle anderen argumentieren aufgrund vom Hörensagen, oft greifen sie dabei auf vorgefasste Meinungen und Gemeinplätze zurück, die sie von ihren Grosseltern gehört haben. Meinungen, die – um Gottes willen – wahrscheinlich glaubwürdig sind, aber über Dinge, die sie nicht selber persönlich erlebt haben, und die nicht frei sind von einigen dunklen Kapiteln (etwa die bei Kriegsende von gewissen Partisanen unternommenen privaten Racheaktionen, die vorerst als heroische Kriegstaten deklariert wurden, aber heutzutage nicht einmal mehr von den frenetischsten Antifaschisten in Zweifel gezogen werden).

Aber auch ohne den Wahrheitsgehalt der Erzählungen unserer Grossväter in Zweifel zu ziehen, und in Anerkennung des geschichtlichen Verdikts – welches, wie man weiss, im Falle von Kriegen stets den Gewinnern Recht gibt – scheint mir die paradoxe Haltung jener evident, die zwar jedes nicht selber erlebte Wiederaufleben der Vergangenheit im Keime ersticken wollen, dann aber gleichzeitig nicht nur das Aufkommen, sondern das ultra-rasche Wachstum einer nicht minder gefährlichen Gegenwart zulassen: Damit meine ich die Islamisierung des Westens, dessen grauenhafteste Ausprägung in Form des Djihadismus augenscheinlich ist.

Ein Gutmenschentum, das die Politik nicht zulassen dürfte

Das Gutmenschentum, mit welchem die europäische Politik – der sich Bundesbern sebstverständlich gehorsam unterwirft – das Problem des Islamismus im Namen einer falsch interpretierten Religionsfreiheit zu behandeln vorgibt, gefährdet ernsthaft das eigentliche Überleben der westlichen Staaten in ihrer gegenwärtigen (demokratischen und liberalen) Form. Angesichts einer Masseneinwanderung von islamischen Migranten – darin nicht eingeschlossen ist die Minderheit von Personen, die effektiv wegen Gefährdung von Leib und Leben flüchtet – kommt man nicht darum herum, darin in einem grösseren Zusammenhang den Trend zu einer territorialen Eroberung zu erkennen. Und wenn man unter dem Vorwand, nicht unbedacht zwischen „moderaten Muslims“ und „fundamentalistischen Muslims“ unterscheiden zu wollen, keine Lösung finden will, muss das zwingend zum Selbstmord unseres demokratischen Systems führen. Und man sage mir nicht, dies sei nicht möglich – jedenfalls solange nicht, als man problemlos gegen die paar wenigen Hakenkreuzanhänger vorgehen kann.

In einem künftigen morgen, wenn es in der Schweiz eine Islamische Partei geben wird, die – infolge Proliferation und Einbürgerungen – im Parlament (und, leider auch, in der  Bevölkerung) eine Mehrheit erreicht haben wird, wird es zu spät sein. Man wird uns völlig legal die Sharia vorschreiben. Ist das pure Polit-Phantasie ? Sie ist es nicht mehr als die dauernde Heraufbeschwörung eines nazi-faschistischen Auflebens.

Das Volk hat die Lage erkannt

Die Annahme der Antiminarett-Initiative und die Antburka-Initiative (die im Kanton Tessin bereits vom Volk angenommen wurde) sind Zeichen dafür, dass das Volk das Problem viel besser als die Politiker erkannt hat. Natürlich gibt es stets solche Leute, die infolge eines naiven Menschlichkeitssinns nicht hinhören wollen und sagen: „Aber nein, was sagst du da, ich habe einen islamischen Nachbar, eine ganz liebe Familie…“. Sicher, es gibt auch diese, vielleicht bilden sie heute sogar die Mehrheit, aber sie gehören derselben Ausrichtung an, und morgen oder übermorgen, wenn es dann soweit sein wird, werden sie jener Mehrheit angehören, welche uns „demokratisch“ die Sharia vorschreibt.

Zudem gibt es auch Leute, die unter der Vorwand der „Öffnung“ rein materielle Interessen verbergen, die (wie im Falle einiger Beherberger und Händler, die – absurder weise unterstützt von der Stadt Lugano – dafür eintreten sollen, dass das Burka-Verbot auf ihre „guten Kunden“ nicht angewendet werde). Würde man diesem Argument folgen, müsste man logischerweise auch den britischen Touristen erlauben, auf den Strassen links zu fahren.

Spass beiseite: Dieses Gutmenschentum – auch wenn es teilweise vom einzelnen Bürger her verständlich erscheint – ist seitens der Politik respektive seitens einer Behörde, welche die Landesinteressen vertreten sollte – nicht nachvollziehbar. Dies in einem Land, in welchem verfassungsmässig die Religionsfreiheit garantiert ist, aber in welchem dessen Kultur christlichen Ursprungs erhalten werden muss.

Keine Globallösung, aber viele lokale Lösungen

Heute stellt sich das Problem auf akute Weise infolge der Masseninvasion von Migranten. Ein Problem, dem die EU – welcher die Schweiz „selbstverständlich“ stets brav folgt – nichts entgegen zu setzen vermag. Unter dem Vorwand, eine globale Lösung anzustreben, akzeptiert man diese Invasion ohne zu reagieren, und man stellt gar jene Staaten still, die autonom Massnahmen ergreifen, so wie Ungarn mit seinem Zaun oder jene, welche „vorübergehend“ Schengen und Dublin ausser Kraft setzen. Als „globale“ Lösung will man jedem EU-Mitgliedsstaat ein Kontingent an Flüchtlingen vorschreiben – und Simonetta Sommaruga applaudiert und sagt, sie warte nur darauf, dass ihr die EU gnädigst mitteile, wie viele davon sie der Schweiz zuteilen werde – obschon darüber keinerlei Abmachungen bestehen. Anders gesagt: Brüssel resp. Berlin beschliessen, die Türen für die Invasion zu öffnen, und schreiben dann ihren Untertanen-Ländern vor: „Du nimmst 20’000 auf, du 50’000, du 42’333“ und so weiter. Im Wissen, dass praktisch alle diese Pseudo-Kriegsflüchtlinge (wie es scheint, hat die Produktion von gefälschten syrischen Pässen Rekordzahlen erreicht) Deutschland oder die skandinavischen Staaten – und wahrscheinlich bald auch die Schweiz – zum Ziele haben, ist es klar, dass die Transitländer niemals mehr als eine Handvoll von ihnen aufzunehmen bereit sein werden.

„Das Aufstellen von Hindernissen gegen die Einwanderung führt nur dazu, den Druck auf die Nachbarstaaten zu verlagern“ sagt man. Das trifft zwar zu, aber wenn jeder Nachbarstaat seinerseits – da er nun seinerseits mit dem Problem konfrontiert wird – dasselbe tut, werden die Migranten früher oder später dazu gezwungen sein, die Heimreise anzutreten.

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