Wachstumsmythos oder Lebensqualität ?

Nov 6 • Deutsche Seite, Prima Pagina • 575 Visite • Commenti disabilitati su Wachstumsmythos oder Lebensqualität ?

Rolando Burkhard

Rolando Burkhard

Heutzutage ist „Wachstum“ das alleinseligmachende Schlagwort. Ohne Wachstum gehe nichts, sagt man uns. Alles müsse wachsen. Vorweg die Wirtschaft, denn sonst werde unser Wohlstand gefährdet, sodann müsse als Folge die zumeist importierte Bevölkerung wachsen, um dieses Wirtschaftswachstum überhaupt erst zu ermöglichen. Stillstand bedeute Rückschritt. Aber stimmt das wirklich ?  Bringt uns das Wachstum des BSP wirklich mehr Wohlstand ? Und vor allem: Bringt es uns mehr Wohlbefinden ? Erzeugt es mehr Lebensqualität ? Da sind grosse Zweifel angesagt.   

 

Zweifelhafter Wachstumsgewinn

Ohne Wachstum kein Wohlstand, will man uns glauben machen. Die Experten sind da allerdings jüngst sehr unterschiedlicher Meinung. Das Wirtschaftswachstum bringt uns zwar insgesamt ein höheres Bruttosozialprodukt, aber punkto verfügbaren Einkommens bleiben wir seit Jahren auf der Strecke. Das erstaunt nicht. Denn bei Lichte betrachtet ist Wirtschaftswachstum aufgrund des Massenimports von ausländischen Arbeitskräften nicht der Motor unseres Wohlstands, sondern es ist eher umgekehrt. Die allermeisten neu geschaffenen Arbeitsplätze dienen lediglich dazu, um die zusätzliche Einwanderung zu verdauen: Denn es bedarf zusätzlicher Verwaltung, Strassen, Spitäler, Wohnungen etc. Unsere überbordende sozialistische Sozialhilfe-Industrie entfacht ob des Ausländer-Imports natürlich Freudenfeuer.

Die meisten neu geschaffenen Stellen dienen lediglich dazu, die zusätzliche Einwanderung zu bewältigen. Wir müssen alle mehr arbeiten, um die zusätzlichen Spesen der Masseneinwanderung zu bezahlen. Diese Spesen werden dann statistisch als zusätzliches BSP –  d.h. als Wachstum – ausgewiesen, bedeuten aber individuell ein Minus an Wohlstand für den einzelnen.

Nehmen wir ein nicht ganz erfundenes Beispiel: Eine Firma, die nur dank 98% Ausländern/Grenzgängern im Tessin floriert, könnte meines Erachtens locker ins Ausland gehen. Denn ob die rund 98 Arbeiter/-innen aus Portugal in (…) produzieren oder in ihrem Heimatland, könnte uns eigentlich total egal sein. Und wenn dabei nur 2-3 Schweizer Wirtschaftskapitäne daraus Kapital schlagen und die Gemeinschaft für die Ausländer sämtliche kollateralen Kosten zu tragen hat, geht die Rechnung nicht mehr auf.

Dass die Wirtschaftskapitäne mehr Ausländer wollen, ist klar, denn sie alleine verdienen dabei. Wir tragen die Spesen. Und wenn’s ihnen knapp wird, schliessen sie die Bude einfach und gehen ins Ausland. Die von ihnen importierten Ausländer mit Bleiberecht und Sozialhilfeanspruch können dann weiterhin wir betreuen.

 

Alles wächst, nur die Schweiz nicht

Was bei dieser ganzen Wachstumsdiskussion nicht aufgeht, ist folgendes: Was nicht wächst, sind nämlich die rund 41’000 km2 der Schweizer Fläche. Wir sind heute bei rund  8 Mio Einwohnern, wenn’s ungebremst so weitergeht, dann wohl bald bei 10 Mio. Damit werden wir noch mehr überbevölkert und haben laufend zunehmende Probleme mit Unterbringung, Gesundheitskosten, Betreuung, Integration, Sozialhilfe, Kriminalität etc.etc.

Dieses ungebremste Wachstum der ausländischen Bevölkerung erfolgt dank EU-Personenfreizügigkeit und dank Bundesrätin Sommarugas unverständlicher Willkommenspolitik auf der Asylschiene. Jeder der kommt, soll bleiben können.

Europa kann nicht sämtliche Problemfälle aus Afrika und Nahost aufnehmen – Wirtschaftslage, Kriege oder Klima hin oder her. Das merkt nun sogar langsam auch Brüssel. Die Bremsen werden überall angezogen. Hoffentlich merken es bald auch unser Eidg. Justiz- und Polizeidepartement und der Bundesrat.

Wir können doch nicht Jahr für Jahr immer mehr Ausländer importieren, nur um Arbeitsplätze zu belegen oder zu schaffen, die ohne Import von Ausländern gar nicht nötig wären ! Und dies dann stolz als Wachstum des BSP deklarieren und sagen, ohne Ausländerimport sei kein Wachstum und deshalb kein Wohlstand möglich.

 

Wohlstand oder Wohlbefinden ?

 

Ehrlich gesagt: Mir wäre es bedeutend wohler in einer Schweiz ohne Wachstum. Es geht uns derzeit noch einigermassen gut. Aber jedes rein nominale Wachstum birgt zunehmend grössere Risiken und bringt uns keinerlei Wohlstandsgewinn.

Zudem gilt es sich eines zu fragen: Würde denn auch ein nur theoretisch errechneter nominaler Wohlstandsgewinn uns mehr Wohlbefinden bringen ? Fühlen wir uns dabei besser ? Ist ein materieller Wohlstandsgewinn gleichbedeutend mit einem besseren Wohlbefinden ? Erhöht dies unsere Lebensqualität ?

„Si stava meglio quando si stava peggio“ lautet ein im Tessin gängiges Bonmot (es ging uns besser, als es uns schlechter ging). So falsch ist das nicht. Ich selber muss zugegebenermassen sagen, dass ich mich in einer Schweiz mit 4,5 Mio Einwohnern bedeutend wohler gefühlt habe als heute.     

Kurzum: Mehr und mehr Leute in der Schweiz bedeuten eine zunehmende Belastung für einen flächenmässigen Kleinstaat. Sie bringen mehr Probleme als sie lösen können. Das propagierte BSP-Wachstum ist ein Mythos, ist Lug und Trug hinsichtlich des individuellen Wohlstands und Wohlbefindens. Wir opfern unsere Lebensqualität zunehmend den wirtschaftlichen Interessen einzelner Profiteure in Wirtschaft und Politik ! 

 

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