Selbstverteidigung = juristischer Selbstmord

Mar 25 • Deutsche Seite, Prima Pagina • 96 Views • Commenti disabilitati su Selbstverteidigung = juristischer Selbstmord

Patanegra

Schweinereien

 

Deine Wohnung wird gerade ausgeraubt oder deine Frau in deiner Gegenwart im Schlafzimmer vergewaltigt ? Tue um Gottes Willen nichts dagegen, denn das Gesetz und die Justiz gibt dem Täter Recht

Es ist ein Skandal. Denn der Nationalrat hat für solche Fälle zugunsten der Täter solcher Verbrechen entschieden. Er hat eine parlamentarische Initiative von Lorenzo Quadri (Lega/TI) mit 117 zu 70 Stimmen verworfen, die vorsah, dass man dagegen, d.h. zur notwehrmässigen Verteidigung gegen Eindringlinge in private Wohnräume, automatisch straflos etwas tun darf.

Theoretisch bleibt das sakrosankte Notwehrrecht zwar bestehen. Aber es gilt nur bedingt. Zwar dürfen Sie sich weiterhin beim Antreffen eines Täters in der eigenen Wohnung grundsätzlich „angemessen“ verteidigen, aber aufgepasst ! Denn Sie müssen danach gerichtlich beweisen können, dass Sie bei Ihrer Abwehr „in entschuldbarer Aufregung oder Bestürzung“ gehandelt haben, denn sonst sind SIE strafbar und nicht etwa gar der Täter.

Nehmen wir doch ein konkretes Beispiel: Sie sind nachts in Ihrer Wohnung überraschend einem Eindringling gegenübergestellt, der im Begriffe ist, alles mögliche abzuservieren, oder gar daran ist, Ihre Frau zu vergewaltigen. Sie verteidigen sich, allenfalls mit einer Schusswaffe. Total falsch ! Denn Sie hätten vor Anwendung jeglicher Gewalt gegen ihn den Verbrecher wohl vorerst in einem freundschaftlichen Gespräch davon überzeugen sollen, dass er nun wirklich Unrechtes tue.

Wenn Sie dem Verbrecher mit Ihrer Abwehr einen Schaden zugefügt haben sollten, kann das für Sie, wenn Sie Glück haben, möglicherweise im Ausnahmefall auch straffrei bleiben. Aber dann müssen Sie die Berechtigung Ihrer Abwehr vorerst zweifelsfrei gerichtlich beweisen. Denn irgend ein einheimischer Anwalt dieses zumeist ausländischen Straftäters wird gegen Sie klagen.

Konkret geht’s dann wie folgt weiter: Ihr Bezirksgericht wird (wenn Sie Glück haben) Ihnen Recht geben. Das dann rund zwei Jahre später mit dem Fall betraute Kantonsgericht vielleicht auch. Das daraufhin angerufene Bundesgericht wird in konstanter Anwendung der EMRK-Praxis des Europäischen Menschengerichtshofs Ihren Fall schon vorwegnehmend bedeutend mehr täterorientierter beurteilen, der Urteilsausgang ist unklar und zufallsbedingt. Und der danach angerufene Europäische Gerichtshof für Menschenrechte wird befinden: Der fragliche Eindringling in Ihre Wohnung handelte aus einer verständlichen Zwangslage. Er musste selbstverständlich alles versuchen, sich fremdes Eigentum anzueignen, denn die Sozialbeiträge in der Schweiz reichen ihm und seinen 7 Kindern nicht. Dass er in der fraglichen Wohnung die im Bett liegende Frau vergewaltigt hat, muss ihm verziehen werden, da er seit fast einem Jahr keine seiner im Ausland lebenden Frauen via Familiennachzug in die Schweiz hat bringen dürfen und deshalb unter krassem Sexualentzug litt. Der Mann ist deshalb vollumfänglich freizusprechen. Es sind ihm Genugtuungs- und Prozessentschädigungen in Höhe von 75’000 Franken zuzusprechen.

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