„Prima i nostri !“ ist “prima”

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Rolando Burkhard

Rolando Burkhard

Das Tessin könnte dank dieser SVP-Initiative einmal mehr in Bundesbern (oder gar international)  ein wegweisendes Zeichen setzen 

 

Am kommenden 25. September wird das Tessiner Stimmvolk neben vielem anderen über die SVP-Initiative „Prima i nostri !“ abstimmen. Die Details über die Vorlage können dem Editorial von SVP-Sekretär Eros Mellini entnommen werden (siehe Seite(n)……).

 

Dieser Abstimmung kommt ausschlaggebende Bedeutung zu. Denn würde die Initiative angenommen (und nicht der absolut bedeutungslose Gegenvorschlag), erwiese sich der Kanton Tessin einmal mehr als mutiger Vorreiter und Wegbereiter für die Lösung von gesamtschweizerischen, wenn nicht gar europäischen Mega-Problemen.

 

Wobei das Tessiner Begehren eigentlich völlig undramatisch ist: Es verlangt schlicht und einfach nur, dass das, was als BV Art. 121a seit 2014 verbindlich in unserer Verfassung steht, zumindest im eigenen Kanton endlich teilweise umgesetzt werde. Denn soweit ersichtlich, weigert sich Bundesbern beharrlich, dies auf nationaler Ebene zu tun.

 

Das Zögern Bundesberns erstaunt nicht sonderlich.  Denn von den Irrungen und Wirrungen bundeshelvetischer EU-Träumereien (Personenfreizügigkeit, Asylwesen etc.)  wird ja vorerst zumeist „nur“ der fernab, „ennet der Alpen“ gelegene Kanton Tessin beeinträchtigt, dies punkto Identitätsverlust, Arbeitsmarkt und massiver wirtschaftlicher Einbussen. Dies geschieht zeitlich und örtlich weitaus früher und intensiver als in den vorläufig behäbigen grossen Kantonen der Deutschschweiz. Somit bleibt vorläufig Bundesberns „so-what?-Mentalität“ und dessen Politik der „political correctness“ gegenüber den EU-Gewaltigen in Brüssel die Grundmaxime.

 

Aber die Zeiten ändern sich derzeit rasch, und so manch anderer Kanton merkt so langsam auch, wohin der Zug derzeit abfährt. Denn die Tessiner Probleme haben die äusserst unangenehme Eigenschaft, sich epidemisch zu verbreiten. An Alarmzeichen in anderen Landesteilen fehlt es nicht.  

 

Und so wäre meines Erachtens ein Tessiner JA zur SVP-Initiative „Prima i nostri !“  mit grösster Sicherheit eine ausschlaggebende Initialzündung für eine gesamtschweizerische, ja vielleicht gar europäische Entwicklung hin zur Vernunft.

 

Es wäre übrigens nicht die erste solche Tessiner Initialzündung. Denken Sie etwa an das Burka-Verbot. Diese im Tessin via Volksabstimmung beschlossene Massnahme wurde vorerst belächelt, dann vehement bekämpft und diskreditiert, und nun wird sie auf eidgenössischer Ebene ernsthaft diskutiert und erhält laufend mehr und mehr Zustimmung. Und sogar im behördlich „willkommenskulturgeprägten“ Deutschland denkt man nun ernsthaft darüber nach.

 

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