Politische Parodontoseprobleme des Luxuslandes Schweiz

Dic 15 • Prima Pagina • 140 Visite • Commenti disabilitati su Politische Parodontoseprobleme des Luxuslandes Schweiz

Rolando Burkhard

Weihnachten steht vor der Tür’. Ein Grund, sich zu freuen, denn uns in der Schweiz geht es, im internationalen Vergleich, immer noch hervorragend. Wir gelten weltweit als absolutes Luxusland und werden beneidet. Uns geht’s zweifelsfrei gut, doch wir leiden an einer konstant voranschreitenden chronischen politischen Parodontose. Die Parodontose ist eine schleichende bakterielle Entzündung des Zahnfleisches, die zum Zahnfleischschwund und schliesslich zum Zahnverlust führt. Das gilt auch für unsere Politik und ihren „Biss“.

Die Probleme des Luxuslandes Schweiz

Erlauben Sie mir hierzu einen kurzen Exkurs: Als ich vor nun bereits vielen Jahren einmal ferienhalber auf den Philippinen bei meinen Schwiegereltern zu Gast war, wollte ich mal Nachrichten aus der Schweiz erhalten. Computer gab’s damals dort noch keine. Aber es gelang mir, über den Kurzwellendienst von Radio Swiss International eine schweizerische Nachrichtensendung in englischer Sprache zu empfangen. Der gesamte philippinische Familien- und Bekanntenkreis hörte mit. Als derzeit grösste aktuelle Probleme in der Schweiz wurden in besagter Nachrichten-Sendung deren zwei genannt: Die sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz und die Vergewaltigung in der Ehe. Alle Anwesenden hörten wortlos mit, und am Schluss der Sendung brach mein Schwiegervater das Schweigen in der Runde ungläubig mit der schüchternen Frage an mich: „Sind…sind…sind das tatsächlich die Hauptprobleme in eurem Land ?“. Wer mich dies fragte lebte in einem Land, das von Armut, Arbeitslosigkeit, Kriminalität und Korruption geprägt war und es heute noch ist. Ich habe mich abgrundtief geschämt und irgend etwas Erklärendes zu stammeln versucht. „Nein, das sei schon nicht so…“ etc.

 

Nein, denn so war und ist es denn auch nicht

Nein, denn echte Probleme hatte und hat auch heute das Luxusland Schweiz schon, abgesehen von den lächerlich klitzekleinen, medienmässig gestern wie heute aufgebauschten.

Die Liste ist lang: Altersvorsorge, Verlust des Arbeitsplatzes, superteures Gesundheitswesen, Asylwesen bzw. Migrationsprobleme, Sicherheit, Beziehungen zum Ausland, Verhältnis zur EU etc. etc. etc.

Diese Probleme liessen sich früher über viele Jahre hinweg befriedigend lösen. Doch dazu brauchte es innenpolitisch wie aussenpolitisch etwas Mut, kurz gesagt politischen „Biss“, der heute weitgehend fehlt. Heute ist kein „Biss“ mehr vorhanden, weil einfach die Zähne dazu fehlen. Warum ist das so ? Damit kommen wir zum Problem der politischen Parodontose.

Gründe für die politische Parodontose

Die zum Zahnausfall führende bakterielle Infektion Parondontose ist heimtückisch, weil sie dem Betroffenen meist keine Schmerzen bereitet und so oft über Jahre hinweg schleichend fortschreitet. Die Ursachen sind nicht hinreichend geklärt, doch liegt die schädigende Bakterienbildung zumeist an einer Schädigung des eigenen Immunsystems. Diese Erkenntnisse lassen sich auf unsere Politik übertragen.

Der politische Bakterienbefall durch linksextreme Sozialillusionisten, zumeist eigene Interessen verfolgende Euroturbos und internationalistische Schwärmer ist evident, unterstützt von Parteien wie der SP und den Grünen. Aber auch die CVP und FDP sind bereits vom Bakterium befallen. Dagegen hält zurzeit noch, soweit möglich, die SVP.

Unser politisches Immunsystem besteht in der direkten Demokratie. Aber die wird leider chronisch ausgehebelt und damit zunehmend zur reinen Theorie degradiert und zerstört. Denn klare Volksentscheide werden zur Makulatur (Masseneinwanderungsinitiative, Ausschaffungsinitiative, Verwahrungsinitiative etc.; Anliegen, die durch Zustimmung des Volkes Verfassungsrang erlangt haben): Sie werden entweder völlig ignoriert oder kaum umgesetzt.

Wo sind die Zähne geblieben?

Im Inland gehen wir zahnlos auf einen mehr und mehr unbezahlbar überrissenen Sozialstaat zu. Gegenüber dem Ausland, insbesondere in den Verhandlungen mit der EU, zeigen wir seit langem keine Zähne mehr (siehe aktuell den bedingungslos zugestandenen Kohäsionsbeitrag).

Die grösseren Brocken politischer Probleme werden nur noch gelutscht statt gebissen und gekaut und damit für die Verdauung zerkleinert und dann verdaut.

Verdauen sollen die grossen Brocken dann unsere Jungen, wenn die heutigen zahnlosen Euphoriepolitiker längst abgetreten sind. Aber vielleicht können sie sich dann als Pensionierte damit brüsten, anno dazumal das Problem der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz und der Vergewaltigung in der Ehe gelöst zu haben. Vielleicht.

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