Politisch korrekt ? NEIN, danke !

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Eros N. Mellini

Eros N. Mellini

Zu meinen, dass man immer Recht hat, und sich grundsätzlich nie selber in Zweifel zu ziehen, wäre falsch und ist arrogant. Aber wenn die Fakten dir systematisch Recht geben – und die Erhöhung des Wähleranteils der SVP von 1992 bis heute (auch mit der Marschpause von 2011, von der wir uns aber rasch erholen) beweist es – darf man nicht alles aufs Spiel setzen, indem man Zweifel über unsere politischen Botschaften oder über die politisch nicht korrekte Art, sie zu vermitteln, aufkommen lässt.

Die SVP ist die wählerstärkste Partei der Schweiz, und sie wurde es dank ihrer patriotischen Politik – indem der Patriotismus auch eine gewisse Dosis gesunden nationalen Egoismus’ beinhaltet; das ist unbestritten, jedenfalls soweit er uns die eigenen Interessen höher gewichten lässt als jene der anderen Staaten, wie nah oder weit von uns sie auch sein mögen – gewürzt mit dem richtigen Quäntchen an Nationalstolz und Unabhängigkeitswillen. Eine gut abgestimmte Mischung, die für mindestens ein Vierteljahrhundert nach dem Zweiten Weltkrieg von unseren Regierenden klug und weise politisch vertreten wurde. Unsere Politiker früherer Jahre – die heute vielleicht kritisiert werden von gewissen unverbesserlichen Gutmenschen, welche sich anmassen, früheres Geschehen aus heutiger Sicht und ohne Einordnung in einen historischen Zusammenhang beurteilen – haben das mühsam verdiente Geld der Steuerzahler nicht ans Ausland verschwendetet, um absurder weise den anderen gefallen zu wollen, und um nicht allzu sehr eines in den Vordergrund zu rücken: dass wir – was leider für das heutige Bundesbern zum grossen Fehler der Schweiz geworden ist – besser sind als die anderen.

Paradoxerweise hatte die in der Vergangenheit „cum grano salis“ getätigte Hilfe an bedürftige Länder, gepaart mit der Wahrung der Neutralität – die man (mit einigen verständlichen Interpretationsvorbehalten während der Kriegsjahren) als strikt bezeichnen kann – die Schweiz dazu geführt, von der ganzen Welt als Klassenbeste betrachtet zu werden wegen ihrer humanitären Hilfe und die Leistung guter Dienste. Dies dank und weniger trotz unserer Nichtmitgliedschaft in der UNO und anderen internationalen Organisationen, die sich heute nur noch als Pferdefuss herausstellt. Heutzutage, da wir nach links und rechts (nach rechts zwar eher selten) Milliarden verschwenden, wird unser Land – wegen unserer feigen und willfährigen Haltung, (beginnend mit dem unseligen Nachgeben gegenüber den USA in der Frage der jüdischen Vermögen seit 1996) – kontinuierlich angegriffen von Blutsauger-Staaten, welche den letzten Tropfen aus uns herauspressen wollen, um ihren Bankrott etwas hinauszuzögern, den sie sich infolge ihrer unverantwortlichen Finanzpolitik (welche die „Linken“ auch bei uns betreiben wollen) selber eingebrockt haben. Zweifellos ist unsere feige Haltung mit einem enormen Imageverlust verbunden, den jene Staaten, welche uns unser gutes Blut in Form der einzig noch verbliebenen Währung mit positivem Rhesus-Faktor aussaugen, gezielt ausnutzen: Indem sie uns als brutale Mafiabosse, als Ausbeuter der Armen, als Komplizen ihrer Steuerhinterzieher und als vieles andere hinstellen. Und wie wenn all dies nicht schon genügen würde, nehmen die gleichen Kreisen aus denselben Gründen die gleiche Haltung der „Feigheit aus lauter Angst, vor der Weltgemeinschaft schlecht dazustehen“ auch in der Ausländerpolitik, Asylpolitik und der Rechtsprechung ein. Symptomatisch für letzteres ist die jüngst feststellbare Tendenz des Bundesgerichts, unter Missachtung des Gewaltentrennungsprinzips selber direkt Recht zu setzen oder in seinen Urteilen auch dort, wo es völlig unnötig ist, das Völkerrecht dem Landesrecht voranzustellen.

Offenbar ist die SVP die einzige Partei, welche diese politische Misswirtschaft aufzeigt und sich dagegen auflehnt. Sie tut dies seit 1992 – dem Jahr des Volksneins zum EWR-Beitritt dank dem besonderen Eintreten der Partei und vor allem dem persönlichen Engagement von Christoph Blocher – indem sie ihre Botschaften hart, stechend, nicht „politisch korrekt“, aber sicher effizient vermittelt.

Nun – ich hoffe, mit meiner Meinung falsch zu liegen – stelle ich jedoch ein Wiederaufflammen allerdings unbegründeter Ängste auch unter den Unsrigen fest, sowohl auf kantonaler als auch auf Bundesebene. Nun ja, wenn uns im Tessin das Bestehen der Lega zu einem Randdasein relegiert hat – wenngleich ich überzeugt bin, dass das ausgezeichnete Resultat von 2011 bei den Nationalratswahlen vorweg dank dem Erfolg der Kampagne „Balairatt“ erzielt wurde, die wir sechs Monate früher für die Kantonswahlen lanciert hatten – sind wir auf nationaler Ebene eine Partei, die von 1992 bis 2007 von 11 % auf knappe 29 % angewachsen ist. Wie bereits gesagt, verzeichneten wir 2011 einen Marschhalt, der aber relativ ist wenn man bedenkt, dass uns die Abspaltung der BDP fast 5 % der Stimmen gekostet hat, während unser Rückgang nur 2,3 % betrug. Und der bei verschiedenen kantonalen Wahlen erzielte Stimmenzuwachs lässt erwarten, dass die Aufholjagd nunmehr erfolgreich abgeschlossen wurde.

Erinnern wir uns somit stets daran, dass wir diese Wahlgewinne DANK und nicht TROTZ der vielleicht etwas brutalen Art und Weise erzielt wurden, wie wir unsere Botschaften vermitteln, die ansonsten nicht heraus gestochen wären aus dem Nebel, in welchen die anderen Parteien die ihren im Zeichen der „political correctness“ eintauchen. Und weiter daran, dass es mit jedem Stimmengewinn immer schwieriger wird, prozentual weiter zuzulegen. Die kritischen Stimmen hört man stets dann, wenn man den einen oder Rückschlag erleidet, und dies wegen eines eigentümlichen Phänomens: In der Regel sind es nicht SVPler, die den anderen sagen: „Wir müssen in unseren Kampagnen weniger aggressiv sein“; nein, normalerweise sind es Leute aus anderen Parteien, die den Sprung in die SVP nicht wagen, obschon sie mit ihr sympathisieren und viele Freunde in dieser Partei haben, die aber die Rechte als etwas Unaussprechliches betrachten, weil sie selber, wenn überhaupt, Mitte-Rechts sind (auch wenn ihre Partei zwischenzeitlich links abgedriftet ist, mittlerweile sogar ohne jede Mitte). Wenn wir und nun vergegenwärtigen, dass der Aufstieg der SVP von 11 auf 29 % sich diametral abhob vom Niedergang der so genannt historischen Parteien, muss man sich eines fragen: War dies eher wegen des positiven oder eher wegen des negativen Effekts unserer Wahlkampagnen ? Sind es mehr die ex-Wähler anderer Parteien, die bei der SVP gelandet sind, wie dies gegenwärtig der Fall ist, oder jene, die beitreten würden, wenn wir unsere Politik und unsere Art, Politik zu machen (die beiden Dinge sind eng miteinander verbunden) verwässern würden, was übrigens zum Verlust jener Leute führen würde, die just wegen unserer Art zu politisieren zu uns gestossen sind ?

Ich erschaudere, wenn ich Sätze höre der Art „Die SVP darf auf keinen Fall auf ihre aggressive Politik verzichten…aber…“, begleitet von Krokodilstränen für die gegen uns gerittenen Angriffe wegen unserer Plakate mit den weissen und schwarzen Schafen, den Minaretten, den Schweizer Pässen etc. Wir müssen nichts bedauern, die politischen Machenschaften gegen die SVP sind nur allzu durchsichtig, denn sie sind klar hervorgerufen durch unseren Erfolg; sie manifestieren eine Heuchelei, deren sich das Volk immer bewusster wird. Als wir das Plakat mit dem schwarzen Schaf gemacht haben, haben sie gesagt, wir seien gegen die Neger (ich bin nicht politisch korrekt und sage „Neger“, wie man das einst ohne jede beleidigende Absicht tat). Dasselbe würden sie tun, wenn wir die Figur von „Mickey Mouse“ verwenden würden, weil die sympathische Maus schwarze Ohren hat. Somit: Wen kümmert das alles denn ? Das Wichtige ist, dass unsere Botschaften Diskussionen auslösen und uns – wie bisher – die nötigen Stimmen bringen, um uns zu stärken und unsere Ideen einen Schritt weiter zu bringen. Wehe wir würden „politisch korrekt“ werden, denn das bedeutete das Ende unserer Partei !

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