Gehörnt oder nicht gehörnt?

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Humoreske

Nein, nein, es geht hier keineswegs um gehörnte Ehemänner oder Ehefrauen, d.h. um Personen, deren Partner „fremd gehen“. Es geht nicht um Alltägliches, sondern um etwas Hochpolitisches.

Es geht um die so genannte „Hornkuhinitiative“ – jene Initiative, die möchte, dass horntragende Kühe, Zuchtstiere, Ziegen und Zuchtziegenböcke nicht enthörnt werden, bzw. die verlangt, dass der Bund die Halter gehörnter Tiere zumindest finanziell für das Horntragen entschädige.

Daraus wird der Unterschied zwischen Mensch und Tier sofort klar: Kaum eine fremd gehende Ehefrau würde für das Halten eines gehörnten Ehemannes Bundessubventionen verlangen.

Besagte Hornkuhhinitiative wird von Bundesrat und Ständerat abgelehnt. Aus rein ökonomischen Gründen. Denn sonst könnte ja noch irgend jemand daher kommen, der für die Beibehaltung der Hörner des Teufels Subventionen einfordert.

Lustig ist nur, dass weder Bundesrat noch Ständerat zur Hornkuh-Initiative einen Gegenvorschlag ausarbeiten wollen (was ja fast immer gemacht wird, um einen guteidgenössischen Kompromiss zu finden). Dabei wäre das in diesem Falle äusserst leicht gewesen. Man hätte ganz einfach die Bundessubventionen auf EIN Horn pro Kuh beschränken können.

Mal ganz ehrlich. Für mich gehören die Hörner einfach zu den Kühen. Für die Vertreiber von Milchprodukten offenbar auch – haben Sie je eine Werbung für Milchprodukte gesehen mit Kühen ohne Hörner ? Für den Käseexport gehören die Hörner zu den Kühen wie die Löcher in den Emmentaler Käse.

Was soll’s ? Ist die Kuh ohne Hörner unglücklicher als jene mit ? Gehörnt sind die Kühe ohnehin allesamt, denn ihr Zuchtstier treibt’s befohlenermassen ohnehin professionell mit allen.

Ronco

 

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