Erste Bundesratssitzung mit Cassis

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Humoreske

Der neugewählte Bundesrat Ignazio Cassis schreitet, vollbeladen mit Akten, für seine erste Sitzung ins Bundesratszimmer. Alle anderen sind bereits dort.

Cassis (fragt den Vizekanzler): „Wo…wo…darf ich mich denn hinsetzen ?“

Bundespräsidentin Leuthard: „Auf den einzig derzeit noch frei gebliebenen Stuhl natürlich, wo denn sonst ?“

Cassis nimmt Platz, verteilt seine Akten auf das Pult, und fragt dann verunsichert: „Aber…aber… wo am Pult ist denn hier der „Reset-Knopf ?“

Leuthard: „Wir sprechen heute nicht über Europa-Fragen. Zudem haben wir das alles schon mit deinem Vorgänger geregelt“

Cassis: „Ich wollte diesen Knopf ja auch gar nie drücken. Ich müsste nur meinen Wählern auf Anfrage hin bestätigen können, dass ich zumindest weiss, wo er ist“.

Bundesrat Berset: „Reset-Knöpfe gibt’s ohnehin nur an den Pulten für SP-Bundesräte, und das soll auch weiterhin so bleiben“

Leuthard: „Also, erstes Traktandum, die Landwirtschaft…“

Cassis: „Moment mal, da habe ich ja überhaupt keine Akten dabei…“

Bundesrat Parmelin: “Ja hast du denn noch keinen neuen Generalsekretär bestimmt ?“

Cassis: „Nnnein, d.h. eigentlich schon, aber damit wollte ich erst nächste Woche kommen“

Maurer: „Und wirst du deine europhile linksgeschraubte Staatssekretärin Bäriswyl ersetzen ?“

Berset, Sommaruga: „Hoppla, aufgepasst…!“

Cassis: „Vielleicht, weiss noch nicht, aber das wird schwierig, denn an meinem Pult habe ich ja keinen „Reset-Knopf“

Die Bundesratssitzung nimmt ihren Verlauf, Cassis stöbert dauernd in seinen Akten, sagt aber lange kein Wort mehr. Dann, als man im Bundesrat bereits längst über das wichtige Problem des Rechtsabbiegens von Velofahrern auf Nebenstrassen diskutiert, unterbricht er die Sitzung.

Cassis: „Moment mal, Landwirtschaft habt Ihr gesagt. Da habe ich in meinen Unterlagen etwas gefunden. Da ist doch das Problem mit den Hörnern für die Kühe. Ich rege einen Gegenvorschlag zum Verfassungsartikel an. Jede Schweizer Kuh sollte zumindest ein Horn tragen dürfen.“

Schneider-Ammann: „Ich glaube, wir könnten Freund Cassis einen „Reset-Knopf“ einrichten, aber beschränkt auf Hornkuhfragen.“

Die Bundesratssitzung geht ihrem Ende entgegen. Da offeriert Cassis für den Gesamtbundesrat spontan einen anschliessenden Apéro mit Tessiner Merlot, um ein Zeichen zu setzen für sein Tessin. Dieser Apéro wurde dann allerdings nach kurzer Diskussion abgesagt, denn….

Leuthard: „Ich trinke nur deutschen Riesling, der schmeckt am besten.“

Maurer: „Der Tessiner Merlot ist mir viel zu sehr mit billigem italienischem Rotwein verschnitten.“

Schneider-Ammann: „Habt Ihr mal den ausgezeichneten chinesischen Syrah degustiert ?“

Parmelin: „Ich bin seit Jahren Abstinenzler.“

Sommaruga: „Ich bin leider verhindert, die NGO Médecins Sans Frontières offeriert mir gleich nach der Sitzung einen köstlichen libyschen Schnaps.“

Berset: „Ich folge stets dem Diktat der Juso-Chefin Funiciello: Trinke nie ein Glas Wein mit Kapitalisten.“

Bundeskanzer: „Wir trinken traditionell nach den Sitzungen immer nur Mineralwasser.“

Der eine Bundesweibel, der den Kaffee servierte, meint zu seinem Kollegen: „Was glaubst du, sollten wir den Ignazio Cassis nicht langsam auf Linie bringen ?“. Der andere meint: „Ja schon, aber ich mache nicht gerne unbezahlte Überstunden“.

 

Ronco

 

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