Ein JA ist nötig. Aber warum?

Feb 7 • Deutsche Seite, Prima Pagina • 188 Views • Commenti disabilitati su Ein JA ist nötig. Aber warum?

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Unsere SVP-Delegierten haben in Genf die „No-Billag-Initiative“ mit 259 Ja- gegen nur 17 Gegenstimmen angenommen. Das klare Votum unseres Tessiner Parteisekretärs Eros N. Mellini an der Versammlung hat dazu beigetragen. Seine Meinungsäusserung wurde auch in den Deutschschweizer Medien registriert: Man nahm zur Kenntnis, dass es selbst im Tessin beträchtlichen Widerstand gegen den Moloch *) SRG/SSR/TSI gibt.

Man mag zur SRG/Billag-Vorlage, über die wir am 4. März abstimmen werden, stehen wie man will. Höchstwahrscheinlich wird die Initiative abgelehnt werden. Denn die derzeitige Verwaltungs-/SRG-Propaganda ist zu allmächtig, um überhaupt eine Chance für eine Meinungsbildung zu haben. Dennoch empfiehlt sich aus vielen guten Gründen ein entschiedenes JA zur Initiative. Dies aus folgenden Gründen:

  1. Die SRG beruft sich darauf, dass ihr „Service public“ unersetzlich sei und vom Gebührenzahler mit 451 Franken pro Jahr berappt werden muss. Was sie selber unter „Service public“ versteht, bleibt ihr Geheimnis (die Konsumenten verstehen darunter vorweg die Information). Die SRG packt in diesen Begriff aber auch die teureste unnötigste seichteste Unterhaltung ein, die sie zudem als „kulturell wertvolle Beiträge“ verkauft – wir zahlen damit für Billigware, die es auf allen anderen Kanälen gratis zu haben gibt.
  2. Die für uns nötige Information wäre, angesichts der erklecklichen Werbeeinnahmen der SRG, von ihr sehr wohl zu einem Preis von max. 100-150 Fr. pro Jahr zu produzieren. Doch sie müsste ihr Budget reduzieren und ihren in jeder Hinsicht überdimensionierten und überbezahlten Personalbestand empfindlich reduzieren. Es mutet eigentümlich an, dass man den Personalbestand unserer national wichtigsten Nachrichtenagentur SDA empfindlich reduzieren will, hingegen bei den unnötigen linken „Kulturellen“ in der „geschützten Werkststatt SRG“ keinen Rappen einsparen zu können vorgibt.
  3. Am meisten verärgert die Leute die hauptsächlich von der SRG selber ausgehende und betriebene Abstimmungskampagne pro SRG/Billag – so etwas Extremes haben wir noch nie miterleben müssen, nicht einmal bei der (nota bene dann erfolglosen) Mega-Kampagne für den EWR-Beitritt. Die uns tagtäglich wichtigtuerisch und weinerlich servierten SRG-Untergangsszenarien sind an Blödheit nicht mehr zu übertreffen. Dass sich die Bundesverwaltung derart gross darin einspannen lässt (Bundesrätin Doris Leuthard in primis, die dann gleichzeitig behauptet, die SRG sei kein Staatssender !), ist empörend. Dass die SRG-Spitzen und -Prominente um ihre gutbezahlten Posten bangen, ist verständlich; dass sie aber ihr eigenes Medium derart aggressiv und ungestraft für die Eigenwerbung bzw. für ihre persönlichen Interessen benutzen dürfen, ist absolut skandalös und jeder demokratischen Auseinandersetzung unwürdig. Dass dann letzten Endes noch Nebenschauspieler wie Filippo Lombardi wegen glasklar persönlichen Interessen noch mit völlig herbeigeredeten Argumenten für die SRG-Gebühren eintritt, setzt das Pünktchen auf dem i auf. Insgesamt eklig: Wääääähhh !

Die Abstimmung ist zwar propagandistisch vorgespurt, aber immer noch offen. Es empfiehlt sich dringend ein JA zur NO-Billag-Initiative. Nicht um die SRG völlig abzuschaffen (was weder gewollt noch überhaupt möglich ist) , sondern um sie in die Schranken zu weisen und auf ihren Grundauftrag zugunsten eines echten „Service public“ zu verpflichten. Ohne ein JA zu NO-Billag ist dies ein absolut hoffnungsloses Unterfangen.  

 

*) Unter „Moloch“ versteht man – gemäss Wikipedia – eine grausame Macht, die immer wieder neue Opfer fordert und alles zu verschlingen droht. Sollte mit dem Begriff die selbsternannt allmächtige SRG gemeint sein, wäre das wohl nicht ganz zufällig !

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