Die Rechte sind schon gut, aber wie steht es mit den Pflichten?

Dic 15 • Deutsche Seite, Prima Pagina • 205 Views • Commenti disabilitati su Die Rechte sind schon gut, aber wie steht es mit den Pflichten?

Eros N. Mellini

Editorial

Meines Erachtens wäre es eigentlich unnötig, dass die Menschenrechte – die es in übertragenem Sinne bereits in der Antike gab, und die dann in unterschiedlicher Form von der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung, von der französischen Revolution und schliesslich 1948 von der UNO übernommen wurden – von den als zivil und modern geltenden Nationen mit grossem Pomp in Erklärungen gekleidet werden. Jedenfalls nicht die Grundrechte wie das Recht auf Leben und Freiheit oder das Recht, nicht wegen seiner politischen Überzeugung oder seines Glaubens verfolgt, gefoltert und diskriminiert zu werden etc., die – was uns betrifft – ja bereits in unserer Bundesverfassung festgeschrieben sind.

Die Rechte, die unsere Bundesverfassung als Grundrechte definiert, sind indiskutabel und bereiten mir keine Sorgen. Was ich hingegen äusserst problematisch finde, ist die im Verlaufe der Jahre diesen Rechten verpasste absurde und überrissene Ausweitung. Das führte so weit, dass man in deren Interpretation immer mehr Leistungen anfordert, die nicht mehr viel mit dem Recht auf Leben oder der Menschenwürde zu tun haben, sondern vielmehr mit der Garantie, dass all jenen, die mit dem Motto „alles und sofort“ in unser Land einwandern, ein Komfort zugesichert wird, den die früheren Generationen der Einheimischen in Jahrhunderten harter Arbeit erarbeitet und erreicht haben. Es ist dies ein verdienter Wohlstand, nicht nur wegen des dafür ein Leben lang geleisteten Arbeitseinsatzes, sondern weil man seinen Rechten stets auch entsprechende Pflichten entgegen gesetzt hat (Beachtung der Gesetze und Eigentumsrechte, Bezahlung der Steuern, Militärdienst etc., um nur einige zu erwähnen).

Der Unterschied zwischen der Verfassung – welche der Souverän (in unserem Fall Volk und Stände) und subsidiär das gewählte Parlament beschliesst – und den von internationalen Organisationen (wie etwa der UNO, die uns angesichts unserer Neutralität eigentlich fremd sein sollten) erarbeiteten pompösen Erklärungen liegt darin, dass erstere nur auf unserem Gebiete Rechtskraft erlangt und hier problemlos angewendet werden kann, weil sie (in der Regel) den Volkswillen verkörpert, während uns die zweitgenannten Erklärungen (die vor allem darauf ausgerichtet sind, in jenen Staaten, wo die Rechtslage eher zweifelhaft ist, gewisse Verhaltensregeln durchzusetzen) uns vorschreiben, Massnahmen zu treffen, die in den erwähnten Staaten vielleicht wünschbar sein mögen, sich aber bei uns als schädlich und kontraproduktiv erweisen. Ein Beispiel: Die Haftbedingungen, die – solange sie nur für die Einheimischen gelten – niemand bestreiten würde – werden von den Exponenten der genannten Organisationen als „menschenunwürdig“ erklärt, wenn sie auf ausländische Straftäter angewendet werden. Exponenten aus Ländern, in welchen die bei uns üblichen Standards nicht für die Beurteilung von Haftanstalten, sondern für die erhoffte Vergabe von Michelin-Sternen ins Feld geführt werden könnten. Jahrhundertelang sperrte man die widerspenstigsten Rekruten in Fällen von 3, 5 oder 10tägigem „scharfem Arrest“ in Arrestlokale (4 x 2 Meter) ein. Lesestoff in der Zelle: Die Bibel und das Soldatenbuch; musste man mal austreten, dann nur unter den wachsamen Augen des mit (immerhin ungeladenen) Sturmgewehren ausgestatteten Wachtpersonals, und als Kost gab’s den üblichen Schweinefrass. Aber niemand opponierte; man hatte eine Dummheit begangen und bezahlte dafür den verdienten Preis.

Heute hingegen haben die Straftäter (ich meine damit die wirklich Kriminellen, nicht jemand, der schlicht einen vielleicht gar dummen Befehl eines Vorgesetzten nicht befolgt hatte) „Anrecht“ auf koschere Kost, auf wöchentliche sexuelle Betätigung, auf freien Internet-Zugang, auf externe Kontakte etc. Rechte, Rechte, Rechte… Wann erfolgt endlich eine Erklärung der MenschenPFLICHTEN ?

Beispielsweise die Pflicht, Kinder nur mit Bedacht zu zeugen: Es ist absurd, dass man Kinder zur Welt bringt, wenn man zum vorneherein weiss, dass man sie nicht erhalten kann, und die dann – mit all ihren Menschenrechten ausgestattet – dem Staat zur Last fallen. Der Bund informiert bzw. erschreckt die guten Schweizerinnen und Schweizer mit der Warnung: Passt auf, denn ein Kind wird euch von seiner Geburt bis zum Abschluss höherer Studien 800’000 bis eine Million Franken zu stehen kommen. Und die durch diese Warnung beunruhigten gutmütigen Schweizer Familien bringen ein, bestenfalls zwei Kinder zur Welt. Dann kommen die (zumeist illegalen) üblichen Immigranten, gemäss deren Kultur jedes Kind ein „Pfeiler für die Altersvorsorge“ (der Eltern) darstellt, und die nach dem Motto „sieben Kinder in sieben Jahren“ für genügend Nachwuchs sorgen, um – ohne zu arbeiten und dank grosszügiger eidgenössischer, kantonaler und kommunaler Unterstützung – die ganze Familie komfortabel zu erhalten. Nun ja, denn sie haben ja „Rechte“…

Und die gutgläubigen Gutmenschen – deren politische Heimat Sie wohl erraten dürften – versteigen sich zur Behauptung, dass die Einwanderer die Retter unserer sozialen Einrichtungen seien, weil die Schweizer nicht genügend Kinder zeugen und den Generationenwechsel nicht sicherstellen.

Im Grunde genommen sind alle diese Rechte, wenn man es sich genau überlegt, die Folge der Nichtbeachtung einer einzigen Pflicht: Jene, den Mitmenschen nicht auf den Wecker zu gehen. Aber dass diese Pflicht von jenen beachtet wird, die sich in ihrer dank unsere zwanghafte Gebermentalität entwickelten Anspruchshaltung nur allzu wohl fühlen, das wäre wohl etwas gar zu viel erwartet…

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