Die Beteiligung der AET an der SES Holding SA: Eine nicht zu verpassende Chance

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Gabriele Pinoja Präsident SVP Tessin

Gabriele Pinoja
Präsident SVP Tessin

Anlässlich der jüngsten Sitzung des Grossen Rates wurde das der Botschaft der Regierung beiliegende Gesetzesdekret verabschiedet, welches die AET zum Erwerb der Aktienmehrheit der SES Holding ermächtigt. Es war dies ein Verfahren mit einem langen und komplexen Werdegang, in welchem die AET sich, mit unverzüglicher Zustimmung des Staatsrates, sofort eingehend mit der Thematik befasste; einerseits indem sie sich in Zusammenarbeit mit der Società Elettrica Sopracenerina zum Hauptvertreter emporschwang, andererseits indem sie die Bedingungen mit der Verkäuferin Alpiq in allen Details aushandelte.

Die Beteiligung der AET und der Gebietsgemeinden an der Gesellschaft SES Holding stützt sich ab auf triftige politische und strategische Gründe.

Diese Operation ermöglicht es, das know-how und Arbeitsplätze sowie die jährlich von der Gesellschaft erwirtschafteten Gewinne im Tessin zu behalten; zudem erlaubt sie die vollständige öffentliche Beteiligung an dieser als natürlicher Monopolist in der Verteilung elektrischer Energie tätigen Gesellschaft.

Die für diese Operation gewählte Bezeichnung „Projekt Home“ widerspiegelt die verfolgten Absichten hervorragend: Das im Besitz von Alpiq stehende Aktienpaket nach Hause ins Tessin zu bringen, indem man Gemeinden und Kanton via AET beteiligt. Mit der Einschaltung der AET will man erreichen, dass die als hauptsächliche Nutzer und Konsumenten elektrischer Energie aus dem SES-Netz direkt involvierten Gemeinden auch deren Eigentümer werden. Sie werden auch in die künftige Ausgestaltung der industriellen Planung der Gesellschaft einbezogen werden und dabei die Interessen ihres Gebietes wahrnehmen können. Schliesslich verbleiben die von der SES SA ausgeschütteten Dividenden in jener Region, wo sie erwirtschaftet wurden. Davon profitieren wird – neben AET, Kanton und Gemeinden – auch die SES SA selber: Sie wird nicht mehr einen schweizerischen – ehrlich gesagt auch sehr international tätigen –, sondern einen Tessiner Partner haben. Das ist eine wichtige Änderung, vor allem wegen der Sensibilität, welche sie unter dem sozialen Aspekt zugunsten der Mitarbeitenden wird zeigen können. Man weiss um die schwierige Wirtschaftslage von Alpiq, die auch negative Auswirkungen auf die SES SA hätte zeitigen können. Die Zukunft erscheint also dank den getroffenen Entscheiden und gefassten Beschlüssen einigermassen rosig. Wir sind aber noch nicht am Ziel, sondern erst am Anfang einer neuen Zusammenarbeit mit sich bereits abzeichnenden Herausforderungen angesichts der befürchteten Krisenperiode auf dem Elektromarkt. Denn es werden in der Tat verschiedene Investitionen und innerbetriebliche Änderungen nötig sein, um sie stärker und leistungsfähiger zu machen auf einem Markt, der ab 2015 einen weiteren Schritt in Richtung Liberalisierung der Versorgung mit elektrischer Energie erleben wird. Mittelfristig wird die Gesellschaft also investieren müssen, um die Qualität des eigenen Elektrizitätsnetzes zu verbessern und wo immer möglich die Kosten zu senken. Dies ist eine richtige und nötige Aufgabe im Rahmen dieser neuen Zusammenarbeit, von der die Gemeinden, der Kanton und vor allem die Nutzer profitieren werden.

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