Der wirkliche Grund, warum Bundesrat Schneider-Ammann nicht zurücktritt

Gen 19 • L'opinione, Prima Pagina • 337 Views • Commenti disabilitati su Der wirkliche Grund, warum Bundesrat Schneider-Ammann nicht zurücktritt

Humoreske

 

Bundesrat Schneider-Ammann hat in seinem Jahresrückblick als Bundespräsident bekannt gegeben, dass er nicht zurückzutreten gedenke. Begründet hat er dies nur damit, dass er sich nun wieder fit fühlt. Die wirklichen Gründe sind allerdings ganz andere. Das geht aus der ersten Bundesratssitzung im neuen Jahr klar hervor. Nachfolgend die entsprechende Diskussion.

 

Bundespräsidentin Leuthard: „Lieber Johann, Du trittst nun also doch nicht zurück. Warum ?“

 

Bundesrat Maurer: „Ja, sag es uns. Ist’s aus Trotz, wegen der belustigten Kritik an deinem säuerlichen „Rire c’est bon pour la santé“ ?

 

Bundesrat Parmelin: „Johann, du hast recht, es wäre völlig falsch gewesen, deswegen zurück zu treten. Du lächelst ja jetzt wieder schon fast glücklich. Vor allem nach dem Parlamentsentscheid über die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative (MEI)“.

 

Bundesrat Schneider-Ammann: „Nun, es hat schon mit der MEI zu tun. Zudem hat mir EU-Kommissionspräsident Juncker telefoniert. Das hat den Ausschlag gegeben und mir das Lachen doch etwas im Halse erstickt“.

 

Bundesrat Burkhalter: „Das ist erklärungsbedürftig. Warum telefoniert der Juncker denn nun plötzlich Dir und nicht wie üblich mir ?“

 

Schneider-Ammann: „Nun also. Wenn ich zurück trete, wird im Bundesrat ja eine Stelle frei, oder ? Und gemäss MEI-Umsetzungsgesetz müssen wir jede frei gewordene Stelle den Arbeitsämtern melden, oder ? Und die Regionalen Arbeitsvermittlungsstellen (RAV) müssen geeignete Kandidaten zu einem Bewerbungsgespräch einladen“.

 

Berset: „Na und ? Geeignete Kandidaten dürften sich von den RAV ja spielend finden lassen, und das Parlament wird deren Vorschlag ja problemlos abnicken“.

 

Schneider-Ammann: „Schon, aber bei ihrem Entscheid haben unsere Parlamentarier etwas völlig vergessen. Jeder EU-Bürger kann sich bei den RAV anmelden. Das macht mir nun doch etwas Bauchweh“.

 

Sommaruga: „Aber die EU jubiliert ja deswegen schon. Wo liegt das Problem ?“

 

Schneider-Ammann: „Ja eben, der erwähnte Anruf von Juncker… Ihr werdet’s nicht glauben, aber er gedenkt das sinkende EU-Schiff zu verlassen und als Grenzgänger in die Schweiz zu kommen. Da er hier kaum Arbeit finden wird, wird er sich bei einer RAV anmelden. Und dann…“.

 

Maurer: „Du meinst….Juncker als Bundesrat…!?“.

 

Berset, Sommaruga, Burkhalter: „Na und, als EU-Präsident hat er ja bereits (leider) offiziell zugeben lassen, dass die EU den parlamentarischen Prozess zur Umsetzung der MEI in der Schweiz „nicht nur begleitet, sondern auch ein bisschen dirigiert“ habe, damit er in die richtige Richtung gehe. Aber damit kommen wir doch unserem Ziel EU-Beitritt schon viel näher, denn Juncker könnte das als Bundesrat beschleunigen. Vielleicht müssten wir dazu nicht einmal mehr den Umweg über das umständliche Rahmenabkommen machen“.

 

Leuthard: „Die Sache ist überlegenswert, ich äussere mich nicht dazu. Als CVPlerin werde ich mich wie üblich der Mehrheit anschliessen bzw. bei einem 3:3 den siegreichen Ausschlag geben. Lieber Johann, nun kommt es wirklich auf dich an. Ein Rücktritt von Dir könnte uns grosse Türen öffnen. Du könntest ja sagen, dass du durch ein unbedachtes Lachen gesundheitliche Probleme gekriegt hast …“.

 

Schneider-Ammann: „Ich weiss nun ehrlich nicht mehr so recht wo und wie weiter. „Pleurer c’est bien pour la santé“, vielleicht hilft mir das weiter.“

 

Der Bundesweibel, der den Kaffee serviert und den Gesprächen zugehört hat, meint zum Vizekanzler, der das Protokoll der Bundesratssitzung führt: „Schreiben Sie um Gottes Willen nichts auf über diese Sitzung. Denn würde dies indiskretionsweise wie üblich bekannt, gäb’s beim Volk grossen Stunk !“.

 

 

Ronco

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