Der Videobeweis in der Politik

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Patanegra

Schweinereien

Die Fussball-WM ist derzeit (20.6.) in vollem Gange. Was bisher unangenehm auffiel, war, dass oft nicht das bessere Team den Sieg davon trug, sondern jenes, das von den für sie günstigeren willkürlichen Schiedsrichterentscheiden profitierte. Und diese Entscheide waren oft diskutabel, manchmal unverständlich wenn nicht gar skurril. Zum guten Glück gibt’s im Fussball neuerdings den unanfechtbaren Videobeweis, womit die schlimmsten Fehlentscheide der Schiedsrichter nachträglich zumindest gelegentlich korrigiert werden.

In der Politik und in der Rechtspraxis gibt’s den Videobeweis bereits seit langem. Nämlich in der Form von Volksentscheiden. Nur funktioniert das System hier – im Gegensatz zum Fussball – genau umgekehrt. Denn die Videobeweise in Form von Volksentscheiden werden vorher getroffen und danach von den Schiedsrichtern (Bundesrat, Parlament, Gerichte) nach Gutdünken korrigiert. Und in der Politik sind nicht die zuerst getroffenen Videoentscheide des Volkes oft diskutabel, manchmal unverständlich wenn nicht gar skurril, sondern es sind die danach getroffenen Entscheide unserer Politiker und Richter.

Im Ergebnis kommt’s auf das Gleiche heraus: Es trägt auch in der Politik oft nicht das bessere Team den Sieg davon, sondern jenes, das von den für sie günstigeren willkürlichen Schiedsrichterentscheiden profitiert.

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