Bundesrätliche Flüchtlingsfragen

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Humoreske

Die EU-Kommission empfiehlt den EU-Staaten, europaweit in den nächsten zwei Jahren ein Kontingent von 20’000 Flüchtlingen aufzunehmen. Der Verteilschlüssel ist offen und dürfte in der EU noch viel zu reden geben. Der Bundesrat ist eiligst zu einer Sondersitzung zusammengetreten, um diese Sache zu beraten. Hier das inoffizielle Wortprotokoll.

Bundespräsidentin Sommaruga: „Wir sollten die 20’000 in der Schweiz aufnehmen. Vielleicht auch mehr“.

 Ueli Maurer: „Aber Du hast ja schon die Aufnahme von 3’000 Syrern zugesichert. Reicht das nicht ? Zudem sind wir ja nicht in der EU. Oder sind wir es doch schon… ich war ja an eurer letzten Sitzung nicht dabei ?“

Sommaruga: „Nein,  leider noch nicht. Aber wir müssen ein Zeichen setzen, um bei der EU glaubwürdig zu sein.“

Burkhalter, Berset, Leuthard: „Jaja, da hast Du natürlich mehr als nur recht“.

Widmer-Schlumpf: „Das wird zwar teuer, aber wir könnten es mit den Geldern der neuen Erbschaftssteuer locker bezahlen“.

Schneider-Ammann: „Ja, und wir benötigen ja dringend neue billige Arbeitskräfte, vor allem im Tessin. Die afrikanischen Migranten kommen ja auch alle von dort, und dort könnten sie ja auch alle bleiben; bis sie Arbeit finden, tun wir sie ins Asylzentrum von Losone, natürlich nur vorübergehend…für die nächsten etwa 35 Jahre“.

Ueli Maurer: „Aber die EU-Länder selber machen doch gar nicht alle mit. Beispielsweise Grossbritannien…?“

Sommaruga: „Lieber Ueli, da siehst Du die Dinge völlig falsch. Begreife es doch nun endlich: Die Briten wollen RAUS AUS DER EU, hingegen wir wollen IN DIE EU REIN, koste es was es wolle.“

Bundeskanzlerin Casanova: „Nur so für das Protokoll: Wie viele Flüchtlinge jetzt ? 20’000, 30’000 oder 40’000 ?“

Sommaruga: „Sagen wir 50’000. So haben wir noch einen kleinen Spielraum in den kommenden parlamentarischen Beratungen“.

Der Bundesweibel, der gerade den Kaffee serviert, meint zu Bundespräsidentin Sommaruga: „Aber ich behalte meinen Job doch, oder ?“.  

 

 

Ronco

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