Bundesrat diskutiert Bundesratsrücktritte

Mag 6 • Deutsche Seite, Prima Pagina • 199 Views • Commenti disabilitati su Bundesrat diskutiert Bundesratsrücktritte

Humoreske

Nach der alles andere als unerwarteten Rücktrittsankündigung von Bundesrat Schneider-Ammann diskutierte der Bundesrat an seiner jüngsten Sitzung über die diversen Rücktrittsfragen.

Bundespräsident Berset fragt Bundesrätin Sommaruga: „Wie ich gehört habe, willst Du überraschend zurücktreten ?“

Sommaruga: „Waaaaas ?“

Schneider-Ammann: „Nein das war ich !“

Berset: „Nun gut, das war ja schon längst bekannt, aber warum erst Ende 2019 ?“

Schneider-Ammann: „Ich will zuerst unsere Bauern beruhigen. Und zwar mit der 100%igen Abschaffung des gesamten Importschutzes für Agrarprodukte. Damit wird etwa Palmöl aus Malaysia und Rindfleisch aus Brasilien für die Konsumenten viel billiger. Und die Exporte unserer Pharmaindustrie werden explodieren. Mit den Einnahmen aus diesem Export können wir den arbeitslos gewordenen Bergbauern bedeutend höhere Löhne zahlen, wenn sie dann als Skiliftangestellte eine andere Beschäftigung finden“.

Sommaruga: „Ich meinerseits denke keineswegs an Rücktritt. Ich möchte vorerst der gesamten eritreischen Bevölkerung in der Schweiz Asyl gewähren“.

Maurer: „Da bist Du auf gutem Wege, denn 50% davon sind ja schon fix hier, zumeist als so genannt „vorläufig“ Aufgenommene“.

Sommaruga: „Ja eben, genau da liegt das Problem, denn die restlichen 50% fehlen noch“.

Berset wendet sich an Doris Leuthard: „Bei Dir war die Sache ja schon klar. Wann gehst Du ?“

Leuthard: „Eigentlich wollte ich schon nach dem Gotthardtunnel gehen. Dann nach der SRG-Abstimmung. Jetzt weiss ich nicht so recht. Mir fehlt noch irgend ein wirklich prägendes Erfolgsergebnis. Habt Ihr eine gute Idee ? Soll ich die SRG endgültig verstaatlichen oder 8spurige Autobahnen zwischen Bern und Zürich fördern ?“.

Berset (zu Maurer): „Und Du, Ueli ?“

Maurer: „Das habe ich immer klar signalisiert: Ende 2037 oder Ende 2041, je nach Finanzlage und erst nachdem ich dem Volk eine Steuervorlage beliebt gemacht habe, die so komplex ist, dass niemand sie so recht versteht“.

Parmelin: „Ich will auch nicht sofort gehen. Zuerst möchte ich die eritreische Regierung davon überzeugen, als Alternative zu ihrem Militärdienst einen Zivildienst einzuführen. Denn so würden bedeutend weniger angebliche Dienstverweigerer als Asylanten hierherkommen“.

Berset (zu Cassis): „Dich Babybundesrat frage ich gar nicht erst, Du suchst ja immer noch Deine mysteriöse Reset-Taste“.

Cassis: „Die Taste glaube ich gefunden zu haben. Ich gehe nach Brüssel und bemühe mich, den Juncker endlich davon zu überzeugen, dass das Rahmenabkommen gemäss EU-Vorgaben sofort nötig ist und dass es im Interesse der EU ist. Vorleistungen haben wir ja mit den versprochenen Kohäsionsmilliarden und anderem bereits erbracht. Zurücktreten möchte ich deshalb aber noch nicht sofort: Ich möchte den unbeschreiblichen Jubel des Schweizer Volkes noch miterleben, wenn es mit dem Rahmenabkommen endlich klappt.“

Maurer (zu Berset): „Ja und Du selber, wann trittst denn Du selber zurück ?“

Berset: „Erst, wenn ich die Frage der steigenden Gesundheitskosten in den Griff bekommen habe. Ich denke an ein System, in dem bei gleichbleibend luxuriösen Medizinalleistungen niemand mehr Krankenkassenprämien mehr bezahlen muss, so wie es für alle unseren ausländischen Sozialhilfebezügern ja schon heute erfolgreich der Fall ist.“

Parmelin: „Und wer soll das bezahlen ?“

Berset: „Kein Problem, wir streichen Dein völlig unnötiges Militärbudget auf Null“.

Der 1. Bundesweibel (der gerade den Kaffee serviert) meint zu seinem Kollegen: „Verstehst Du noch irgend etwas ? Was wollen die denn eigentlich, und wer tritt nun wann zurück ? Und vor allem: Glaubst Du, dass deren Nachfolger(-innen) es besser machen werden ?

Der 2. Bundesweibel: „Wohl kaum. Wann endlich entscheidet man sich für eine Volkswahl des Bundesrates ?“.

 

Ronco

Comments are closed.

« »