Bundesrat als Sterbehilfeorganisation

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Satire

Unsere Landesregierung steht derzeit gemäss jüngsten Meinungsumfragen nicht hoch im Kurs. 54 % des Volks sind mit der Arbeit des Bundesrats eher oder ganz unzufrieden. Vorgeworfen wird ihm unter anderem seine Entscheidungs- und Führungsschwäche in banalen Alltagsfragen wie Europa, Altersvorsorge, Energie, Steuerpolitik, Asylproblematik, Armee, Gesundheitswesen etc.etc.

Das ist schlimm. Doch halt ! So desolat wie es scheint, ist die Lage nicht. Denn in den für die Schweiz wirklich lebenswichtigen Dingen erweist sich unser Bundesrat – zur allgemeinen Verblüffung des Landes – durchaus willens und in der Lage, rasch, entschlossen und überzeugend zu entscheiden.

So hat unsere Landesregierung ohne jedes Zaudern und Zögern jüngst dekretiert, dass Hummer, Langusten oder Krebse vor dem Töten betäubt werden müssen, am besten mit Elektroschocks. Dies ist sicherlich ein Entscheid von epochaler Bedeutung, den unsere Restaurateure mit Überzeugung gerne umsetzen werden, und die Elektrobranche jubelt. Nun warten unsere Fischer schon in freudiger Ungeduld auf den nächsten Bundesratsbeschluss, dass die Würmer für das Angeln chloroformisiert werden müssen, bevor man diese Tiere über den Angelhaken stülpt. Und die Sterbehilfeorganisation „Exit“ erhofft sich grosse Geschäfte durch die erwartete Bestimmung, dass den immer häufiger verspeisten Heuschrecken, Grillen und Mehlwürmer vor ihrem Tod in der Bratpfanne eine Dosis von Barbituraten verabreicht werden muss.

Spass beiseite. Das Herz für Tiere unserer Landesregierung ist rührend. Aber, ehrlich gefragt: Sollte diese bundesrätliche Liebe denn – angesichts unserer weitaus grösseren Probleme – nicht auch auf die Menschen unseres Landes ausgeweitet werden ? Ich meine für deren Leben und nicht fürs Sterben. Aber dafür wären wohl Elektroschocks, Chloroformisierung und Barbiturate das falsche Mittel.

Ronco

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